60 Jahre Gärtnerei Ascher: Vier Generationen Fachwissen
Anlässlich der 60. Firmenjubiläums der Gärtnerei Ascher zeigte sich die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber beeindruckt von Tradition, Wissen und Zukunftsplanung des Familienbetriebs. Die Liebe zu Pflanzen reicht dabei noch weiter zurück als 60 Jahre.
Den Betrieb in der Oberasbacher Jahnstraße gründeten Alfred Ascher und seine Frau Gertrud 1965. Die beiden Gewächshäuser der Anfangsphase sind im Kern des Unternehmens immer noch vorhanden. In den darauffolgenden Jahren bauten die Söhne Rolf und Dieter Ascher in Handarbeit weitere Gewächshäuser an. Seitdem hat sich der Betrieb immer weiter auf heute mehr als 3000 Quadratmeter vergrößert. Mittlerweile können die Gewächshäuser computergesteuert beschattet, beheizt und gelüftet werden. Die Bewässerung wird automatisch gesteuert und an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzenart angepasst.
„Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein Familienbetrieb so lange besteht und dabei immer wieder neue Ideen für die Zukunft entwickelt – vor allem, da die Konkurrenz durch Baumärkte und Onlinehandel immer größer wird“, sagte Erste Bürgermeisterin Birgit Huber als sie zum Jubiläum gratulierte. „Ihre beständige Kundenbindung zeugt von Qualität für alle Anlässe und zeigt, was für ein eingespieltes Team Sie sind.“
Pflanzenliebe im Blut
Die Ursprünge der pflanzenliebenden Familie reichen noch weiter als 60 Jahre zurück. Bereits der Großvater väterlicherseits besaß im Sudetenland, d.h. im heutigen Tschechien, einen Gärtnereibetrieb mit eigenem Gewächshaus. Der Großvater mütterlicherseits züchtete im großen Stil Kakteen und vertrieb diese bundesweit. Heute ist daraus ein großes Gartencenter entstanden. Auf einer dieser Vertriebsreisen kam Schwiegersohn Alfred nach Oberasbach und beschloss, dort seinen eigenen Betrieb zu gründen.
Zehn Mitarbeiterinnen kümmern sich heute liebevoll um alle Fragen zur Pflanzenwelt bis hin zu allen Anlässen der Floristik; darunter auch zwei Auszubildende. Um die Familientradition aufrecht zu erhalten, ist Marina Ascher 2015 in den Betrieb eingestiegen. Nicht erst seit ihrer Prüfung zur Meisterin 2022 bringt sie neue Ideen und Ansätze ein. „Das jüngste Mitglied im Familienbetrieb ist unser Enkel Maximilian, der mit seinen zwei Jahren schon den Betrieb genaustens unter die Lupe nimmt“, freut sich Dieter Ascher.
Breites Sortiment an Pflanzen und Dienstleistungen
Das Sortiment umfasst Schnitt-, Beet- und Balkonpflanzen; besonders stolz sind die Brüder dabei auf ihre Alpenveilchen- und Weihnachtssternzucht. „Die Weihnachtssterne benötigen besondere Pflege, damit sie rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit ihre rote Pracht zeigen“, erläutert Rolf Ascher, der für die Planung und Optimierung der Produktion zuständig ist. „Daher erzeugen wir ungefähr ab dem 15. September künstliche Kurztage, so dass die Pflanzen unter Bedingungen wachsen, die möglichst nah an denen ihrer Heimat Mexiko sind.“ Einen Teil der gezüchteten Pflanzen verkauft die Gärtnerei direkt an Kunden; ca. 50 Prozent gehen als so genannte Halb- oder Rohware an andere Gärtnereien.
Neueste Ergänzung im Dienstleistungsspektrum ist die Grabpflege in Unterasbach und Lind. „Grabpflege ist weit mehr als nur eine äußerliche Aufgabe – sie bedeutet, die Erinnerung an verstorbenen Angehörigen zu ehren und deren letzte Ruhestätte kontinuierlich in einem würdevollen und respektvollen Zustand zu bewahren“, erläutert Dieter Ascher den Beschluss zu expandieren.
Neben der Endlichkeit des Lebens widmet sich das Gärtnereiteam auch weltlichen Themen: Seit vielen Jahren veranstalten sie gemeinsam mit den Tanzschulen „Alex“ aus Zirndorf und der Tanzschule „Forum“ einen Blumentanzabend, dessen Erlöse gespendet werden. Zudem haben sie 2025 zum ersten Mal am Unterasbacher Kirchweihumzug teilgenommen und auch für 2026 planen sie, den Zug zu verstärken. Das freut Wirtschaftsförderin Michaela Heckel: „Die Gärtnerei Ascher ist ein tolles Beispiel für einen tief in Oberasbach verwurzelten Familienbetrieb, der gut für die Zukunft gerüstet ist“, fasst sie zusammen.



