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Der Asbachgrund wird weiter renaturiert

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Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter, Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch, Prof. Gerd Aufmkolk und Peter Fuchs (v.l.) – beide von der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes – bei einem symbolischen Spatenstich auf der Lohbauerwiese

Mehr Naherholung westlich der Bachstraße im Oberasbacher Altort: Am 26. Oktober 2026 kann endlich mit der naturnahen Umgestaltung des nördlichen Teils der Lohbauerwiese begonnen werden. Das städtische Tiefbauamt geht davon aus, dass das gemeinsame Projekt mit der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes noch dieses Jahr fertiggestellt wird.

Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch, der in Nachfolge von Birgit Huber zugleich neuer Vorsitzender des Stiftungsvorstands ist, ist begeistert: „Ich freue mich darauf, dass der Weg durch den Asbachgrund dann vom Altort bis nach Rehdorf durchgängig sein wird und von der Bachstraße aus einladend und offen wirkt.“ Das ist der Plan: Der bislang gerade Bachlauf soll vom nördlichen Rand der Wiese weiter ins Areal hineinverlegt werden und sich bald auf ca. 150 Metern in einem breiteren Bett durch das Gelände schlängeln. Durch Uferabflachung und Aufweitung und das Einbringen von Totholz, Wurzelstöcken und Steinen kann sich der Asbach hier dann wieder eigenständig neue Uferlinien suchen – die Böschungen werden mit wechselnden Neigungen gestaltet. Etwa zehn standortgerechte Laubgehölzarten wie z.B. Erlen, Eiche, Ahorn sollen Schatten spenden und den Bach widerstandsfähiger gegen Dürre machen. Das Versickern des Wassers soll eine rund 30 Zentimeter eingetiefte, verdichtete Niedrigwasserrinne verhindern. „Mit der Schaffung von zusätzlichen Retentionsflächen leisten wir hier künftig auch einen Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz. Außerdem werden mit der Gesamtmaßnahme hier nun die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt“, erläutert Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter. Durch die verbesserte Wasserqualität entstehen neue Lebensräume für Fische, Insekten und Pflanzen.

Auf der Südseite des neuen Bachlaufs wird ein neuer Weg in wassergebundener Bauweise angelegt, als Fortsetzung des Walter-Weichlein-Wegs. Zugleich wird das Gelände des ehemaligen Spielplatzes an der Bachstraße zum attraktiven Zugang zu der parkähnlichen Auenlandschaft umgestaltet. Saatgut zur Entwicklung artenreicher Extensivwiesen wird im Zuge der Maßnahmen auf den Aueflächen ausgebracht. Auch die ein oder andere Sitzgelegenheit könnte es auf der Lohbauerwiese geben.

Die auf dem Masterplan des Fürther Landschaftsplaners Christoph Gräßle von 2011 basierende Planung erfolgte in enger Kooperation mit der seit 2007 tätigen Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes und dem „Wasser- und Bodenverband Asbachgrund“, dem der Bachlauf gehört. Wie zuvor schon bei den Renaturierungsabschnitten am Rehdorfer „Biotop“, der Sattlerwiese und an den Kreutleser Wiesen zwischen Häsigweg und Gängle. Diese gelungenen Projekte sind seit Jahren beliebte Naherholungsgebiete für Spaziergänger, Radfahrer und Jogger.

Der renommierte Landschaftsarchitekt Prof. Gerd Aufmkolk und Peter Fuchs, beide von der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes, sowie Thomas Diebenbusch sind froh, dass nun ein weiteres Stück der Vision einer ökologisch wertvollen Parklandschaft für zukünftige Generationen des verstorbenen Stiftungsgründers Walter Weichlein, der Oberasbacher Stadtrat und Vorstandsmitglied des Bundes Naturschutz war, Realität wird. Erschwert wird deren Umsetzung u.a. durch den langwierigen Ankauf der nötigen Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden, und die Finanzmisere der Stadt.

Bei einem symbolischen Spatenstich unmittelbar vor Baubeginn überzeugten sich die Vorstandsmitglieder nun auch gleich vom guten Zustand der im Dezember 2021 auf dem südlichen Teil der Lohbauerwiese – unterhalb des Feuerwehrgerätehauses Oberasbach – gepflanzten 24 Streuobstbäume. Die 15 Apfel-, vier Birnen- und vier Zwetschgensorten sowie ein Walnussbaum hatte damals der Landschaftspflegeverband (LPV) Mittelfranken im Auftrag der Stiftung gepflanzt und seither gepflegt. Nächstes Jahr könnte bei einigen der Bäume für die Oberasbacherinnen und Oberasbacher schon eine erste Ernte möglich sein.

Das aktuelle Projekt an der Lohbauerwiese soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. 90 Prozent der förderfähigen Kosten trägt der Freistaat Bayern, die Stadt Oberasbach einen Eigenanteil von 10 Prozent. Die Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes beteiligt sich an den nicht-zuwendungsfähigen Kosten, darunter die für den Wegebau.

Weitere Informationen zur Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes finden Sie hier.

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