Die älteste Einwohnerin Oberasbachs
Am 8. März 2025 feierte Kunigunde Kamleiter ihren 104. Geburtstag. Einige Tage später schaute Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, wie schon in den Vorjahren, zum Gratulieren bei der ältesten Einwohnerin unserer Stadt im Seniorenheim Willy Bühner vorbei.
Die kleine Gunda, wie ihre Familie sie nennt, kam 1921 als Kunigunde Gansbiller in Eibach zur Welt. „Ich war ein ganz normales Mädchen, ging gerne in die Volksschule“, blickt die bescheidene Jubilarin zurück. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Mutter mit ihrem zweiten Mann 1933 nach Erlangen. Kunigunde verbringt in den folgenden Jahren viel Zeit bei ihrer Patentante in Eibach, wo sie ihre große Liebe kennenlernen wird. Ihre Augen strahlen, wenn sie von ihrer Hochzeit mit gerade zwanzig Jahren erzählt – das Foto von diesem Tag hängt bis heute über ihrem Bett. Mit ihrem sechs Jahre älteren Mann, dem Kaufmann Karl Kamleiter, bekommt sie 1944 Sohn Jürgen, der später Projektleiter bei Grundig wurde. „Wir haben es gutgehabt“, sinniert die hochbetagte Dame. In ihrer Freizeit häkelte, strickte und wanderte sie gern. Viele Reisen führten sie zum Wilden Kaiser. „Aber Bayern ist für mich das schönste Land!“, lacht sie. Den Nürnberger Tiergarten besuchte sie oft und gerne. Auch Tanzen machte ihr Spaß, am liebsten zur Musik von Die Fröhlichen Franken und Max Greger.
Seit 2007 ist Kunigunde Kamleiter verwitwet, und seit Januar 2013 lebt sie im Oberasbacher Willy-Bühner-Heim. Sie ist sehr zufrieden mit ihrem Einzelzimmer mit Blick auf den Rathausbrunnen, beobachtet aufmerksam die Bäume im Wechsel der Jahreszeiten. Während sie früher deftige Speisen bevorzugte, liebt sie jetzt Süßspeisen und allgemein Naschereien. Sie freut sich, wenn ihr Sohn, ihr Enkelsohn und die beiden Urenkel zu Besuch kommen.
Herzliche Glückwünsche nachträglich, liebe Frau Kamleiter!

