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Die Folgen sichtbar machen

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Seit dem Schuljahr 2023/24 bietet das Jugendhaus OASIS Workshops zum Thema „Cybermobbing“ für die 5. Klassen der Pestalozzi-Mittelschule an. In Kleingruppen mit 10 bis 15 Jugendlichen wird das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler dafür gestärkt, ab wann Mobbing im Internet beginnt und was die Folgen sein können.

Die Idee haben Tilman Brunke und Nadine Winter vom Jugendhaus entwickelt. „Das hat sich fast von selbst ergeben“, erklärt Tilman Brunke. „Nachdem das OASIS immer schon mit Computer- oder Filmworkshops einen Schwerpunkt auf das Thema Medien gelegt hat, war die Ausweitung auf internetbezogene Themen logisch.“ 

Die beiden sozialpädagogischen Kräfte haben bei der Jugendinfo in Nürnberg ähnliche Schulungen durchgeführt. „Wir beginnen ganz niedrigschwellig, indem wir zunächst fragen, welche Apps und Kanäle die Jugendlichen nutzen“, so Nadine Winter. Von da aus führen sie die Gruppe mit Fragen zum Datenschutz im Internet und den eigentlich kniffligen Themen. Zudem werden kleine Szenen entwickelt, vorgetragen und gemeinsam reflektiert. In der Bearbeitung wird auch darauf hingewiesen, dass sich das Mobbing auf Merkmale fokussiert, die die Betroffenen nicht ändern können. 

„Wir möchten, dass sie verstehen, wo Cybermobbing beginnt“, sagt Brunke „und auch, dass die Folgen sehr viel länger anhalten als das vermeintlich harmlose Ärgern auf dem Schulhof.“ Denn das Internet vergisst nicht - einmal eingestellte Inhalte können wieder und wieder geteilt werden. Die Opfer können sich nur selten aus ihrer Lage befreien. „Viele kommen in der 5. Klasse komplett unvorbereitet in die Klassenchats, die oft nicht moderiert werden (können)“, so der Sozialpädagoge. „Ganz abgesehen davon, dass dauern neue Gruppenchats entstehen, die man unmöglich alle moderieren kann. Dadurch wird eine frühzeitige Aufklärung zu diesem Thema noch wichtiger.“

Dennoch ist den beiden Moderierenden wichtig, dass niemand mit solchen Situationen allein gelassen wird. „Zum Ende des Workshops weisen wir auf Anlaufstellen hin, bei denen man sich persönlich oder anonym, telefonisch oder im Chat beraten lassen kann. Wenn Straftaten vorliegen (z.B. Verleumdung, Nötigung, Stalking, Recht am Bild) empfehlen wir auch die Polizeiinspektion Stein“, betont Nadine Winter. 

Das Feedback gibt den beiden recht. Die Lehrkräfte berichten, dass sich die Gruppen im Anschluss an die Workshops weiter austauschen. Um mit den schnelllebigen Medien mitzumachen und vor allem möglichst viele Anknüpfungspunkte zu haben, planen Winter und Brunke in Kürze eine Weiterbildung. Zukünftige Gruppen können dann auch mit Hilfe eines Onlinespiels an Mobbingsituationen herangeführt werden. 


Anlaufstellen für Hilfesuchende 

Polizeiinspektion Stein 0911 967 82 40 → hilft bei möglichen Straftaten

Alle Anlaufstellen auch unter www.mobbing-und-du.de. Neben telefonischer Beratung kann man dort auch mit Beratenden chatten oder sich in Gruppenchats Hilfe holen. Alle Angebote sind anonym und kostenlos!

 

zwei Sozialpädagog:innen neben einem Flipchart
(c) Stadt Oberasbach
Stuhlkreis
(c) Stadt Oberasbach
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