Die Mär vom teuren Kreisverkehr
Kürzlich ist die Endabrechnung der Baumaßnahme in der östlichen Jahnstraße erfolgt. Veranschlagt war die Maßnahme mit einem Haushaltsansatz von 1,642 Mio. EUR. Umgesetzt wurde sie nun mit Gesamtkosten von 1,258 Mio. EUR, also 383.500 EUR günstiger als geplant.
Die Baumaßnahme umfasste den kompletten Straßenneubau, Neubau des Geh- und Radweges, Kanalbau, Trinkwasserleitungsbau, Glasfaserausbau, Verlegung von 20 kV-Leitungen, Straßenbeleuchtung, Errichtung einer Stützmauer und auch des Kreisverkehrs an der Einmündung Schwabacher Straße/Häsigweg.
Mit 35.914,46 EUR verursachte der Kreisverkehr 2,85% der Gesamtbaukosten.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch ein normaler Kreuzungsausbau Kosten verursacht hätte und der Kreisverkehr gleich mehrere Funktionen erfüllt.
Er verringert die Geschwindigkeiten des Durchgangsverkehrs und bietet Fußgängern und Radfahrern eine sichere Querungshilfe (in Verbindung mit dem noch ausstehenden Umbau der Jahnstraße-West). Sowohl das frühere Tempolimit 30 km/h wie auch die Fahrbahnüberhöhungen waren nach der Straßenverkehrsordnung nicht zulässig und deren Rückbau bereits seit Jahren vom Landratsamt und der Polizei angemahnt. Ferner dient der Kreisverkehr in Kombination mit der Fahrradstraße Hauptstraße/Schwabacher Straße dem Ausbau einer sicheren Radverkehrsanbindung des S-Bahnhalts Unterasbach an das Stadtzentrum am Rathaus.
Jetzt gilt es an alle Verkehrsteilnehmer zu appellieren, auch die Verkehrsregeln bei der Durchfahrt des Kreisverkehrs zu beachten.

