Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Irene Huber

Irene Huber setzt sich seit über 50 Jahren als Gymnastikübungsleiterin für die Gesundheit unzähliger Menschen ein – nicht nur vor Ort, sondern auch in verschiedenen Ämtern beim Bayerischen Landes-Sportverband. Zehn Jahre war die Altenbergerin zudem als Mitglied des Kirchenvorstands in der evangelischen Kirchengemeinde St. Markus aktiv. Am 31. Oktober erhielt sie das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Die Verleihung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg übernahm Innenminister Joachim Herrmann.
Es gibt Menschen, für die ein Tag mehr als 24 Stunden zu haben scheint: Irene Huber gehört dazu. „Meine Mutter hat große Teile ihres Lebens dem Ehrenamt, insbesondere im Sportbereich, gewidmet. Sie ist sehr energiegeladen und eignet sich das erforderliche Wissen eigenständig und mit viel Akribie selbst an. Sie packt sehr tatkräftig immer dort an, wo es einen Bedarf gibt“, verrät Birgit Huber.
Irene Huber begann 1974 als Übungsleiterin bei SpVgg Nürnberg e.V. und wurde dann zusätzlich Abteilungsleiterin in der Damen-Gymnastik. Weiter agierte die zweifache Mutter als Prüferin für Sportabzeichen – das sie auch dem jungen Markus Söder abnahm. Sie leitete eine Gruppe für Senioren-Gymnastik, unterstützte beim Kinderturnen und war Schatzmeisterin im Vorstand. Mit heute 76 Jahren fungiert sie als Abteilungsleiterin Gymnastik und Turnen im Erwachsenenbereich. Bei DJK Sparta Nürnberg führte die Powerfrau aus Oberasbach als Übungsleiterin 16 Jahre lang eine Herzsportgruppe.
Die ehemalige Augenarzthelferin gründete in der Oberasbacher Kirchengemeinde St. Markus 1994 eine Männersportgruppe, die sie bis 2019 leitete. Sie war maßgeblich an der Gestaltung von monatlichen Busausflügen für die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarrer verantwortlich. Ab 2011 war sie zudem zehn Jahre lang Mitglied im Kirchenvorstand, hier engagierte sie sich v.a. bei der Öffentlichkeitsarbeit und im Bauausschuss sowie der Kindergartenbetreuung. Sie brachte sich stark ein bei der Errichtung der Krippe „Weltentdecker“ und bei der Sanierung des Kindergartens St. Markus. Im Heimatverein Oberasbach kümmert sich Irene Huber seit 2018 zusammen mit ihrem Mann Werner um die Öffentlichkeitsarbeit und war Beisitzerin der Vorstandschaft; auch den Kulturverein Oberasbach unterstützte sie in Sachen PR.
Im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) war Irene Huber für den Sportkreis Nürnberg-Stadt von 1999-2016 in mehreren Rollen aktiv, u.a. als Schriftführerin und Vorsitzende des BLSV-Ausschusses „Kirche und Sport“. Als Frauenvertreterin des BLSV-Sportbezirks Mittelfranken organisierte sie 1999 den ersten Deutschen Seniorentag in Nürnberg mit. Ihr Engagement auf Kreisebene führte zur Berufung in das Präsidium des BLSV in München. Hier wirkte sie in verschiedenen Ausschüssen und gestaltete das Sportgeschehen in Bayern aktiv mit.
Damit nicht genug: Die Musikbegeisterte hat 25 Jahre im Kirchenchor St. Stephanus Gebersdorf gesungen, später im Markus-Chor. Vor einigen Jahren hat sie Posaune gelernt und lebt diese Leidenschaft nun in zwei Oberasbacher Posaunenchören und einem überregionalen Chor. Eine liebevolle Großmutter für ihre drei Enkelkinder ist Irene Huber natürlich obendrein auch.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann händigte am 31. Oktober 2025 in Nürnberg das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an insgesamt 60 Personen aus ganz Bayern aus, die alle seit mindestens 15 Jahren ein Ehrenamt ausüben. Fast jeder Zweite über 14 Jahre, also knapp fünf Millionen Menschen in Bayern, engagieren sich aktuell ehrenamtlich. „Geschätzt leisten sie etwa 710 Millionen Stunden an ehrenamtlicher Arbeit pro Jahr. Dass unterstreicht eindrucksvoll: Bayern ist und bleibt ein Ehrenamtsland“, so Herrmann.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr verdienten Auszeichnung, liebe Frau Huber, und herzlichen Dank für Ihr Engagement!