Entwicklung „Pestalozzi-Schulzentrum Oberasbach“
Die Entwicklung des „Pestalozzi Schulzentrums Oberasbach“ stellt das zukunftsträchtigste Projekt der Stadt Oberasbach für die nächsten Jahrzehnte dar und ist eine wesentliche Weichenstellung für künftige Schülergenerationen.
Deshalb hatte der Stadtrat in seiner Sitzung vom 22. März letzten Jahres eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Stadtrates aller Fraktionen, der Bürgermeisterin, der Schulleitungen und Mitarbeitern der Verwaltung gegründet. Seitdem hat diese Projektgruppe mehrfach getagt und auch Schulbesichtigungen durchgeführt.
Die Projektgruppe kam zu folgenden Ergebnissen und Vorschlägen:
Neubau der Grund- und Mittelschule sowie die Sporthalle
Die bestehenden Schulgebäude sind in Ihrer Gesamtheit für eine künftige Schulnutzung nicht sanierbar. Das liegt vor allem daran, dass die Substanz der Gebäude nicht den Anforderungen an moderne Bildungseinrichtungen entspricht. Eine Umstrukturierung ist nicht möglich. Außerdem sind die Barrierefreiheit und der Brandschutz als besonders defizitär zu bezeichnen.
Errichtung des Neubaus der Schulen wieder auf dem bisherigen Areal
In der Klausurtagung am 12. Februar letzten Jahres wurden verschiedene Standorte der Schulen dargestellt. Die Projektgruppe nahm diese Thematik auf und vertiefte sie. Es wurde dabei festgestellt, dass die Neubauten auf dem bisherigen Grundstück errichtet werden sollen. Der Standort ist etabliert und auch von der Nachbarschaft akzeptiert. Außerdem bietet er ausreichend Platz zur Unterbringung aller notwendigen Einrichtungen die eine moderne Schule mitbringen sollte.
Auch kann nach Rücksprache mit dem Landratsamt der Bau ohne Durchführung einer Bauleitplanung erfolgen, welches zusätzlich viel Zeit und Kapazitäten des Stadtbauamtes binden würde. Eine Bebauung nach § 34 BauGB kann jedoch nur erfolgen, wenn die bisherigen Schulbauten nicht vor Baubeginn abgebrochen werden.
Neubau des Schulzentrums ohne Interimslösungen zur Unterbringung der Schulen während der Bauzeit
Bei den Überlegungen zum Neubau des Schulzentrums auf dem oben genannten Grundstück war es der Projektgruppe wichtig diese ohne Interimslösungen zur Unterbringung der Schulen während der Bauzeit zu planen. Daher wurden vertiefte Untersuchungen des Grundstücks vorgenommen und verschiedene Szenarien durchgespielt.
Entwicklung des Schulzentrums als Ganztagsschule und Einplanung der dazu notwendigen Flächen
Es wurde auch über die pädagogischen Konzepte hinsichtlich der Ganztagsbetreuung diskutiert. Da ab dem Jahr 2026 ein Anspruch auf ganztägige Betreuungsangebote bestehen (zuerst für Grundschulen), ist die Gruppe zu dem Ergebnis gekommen, dass die Schulgebäude mit entsprechend zusätzlichen Räumen ausgestattet werden müssen. Zur Ausschreibung eines Wettbewerbs ist vorerst nicht relevant, welche Form der Ganztagsbetreuung gewählt wird. Es ist aber anzugeben, ob diese in das Gebäude mit integriert werden soll, da dies Auswirkungen auf das Raumprogramm und die Förderung haben wird.
Planung des Schulzentrums mit großzügigeren Flächen als den Förderfähigen
Da die Schüler künftig immer mehr Zeit in der Schule verbringen werden ist es notwendig entsprechend qualitativ passende Räume zu schaffen. Dies gilt sowohl für die Flächen im Gebäude, als auch für das Außengelände. Es ist daher dringend anzuraten, dass die Planung des Schulzentrums nicht ausschließlich auf die vom Fördergeber festgelegte zuweisungsfähige Nutzfläche beschränkt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass das Planen und Bauen zusätzlicher Flächen nicht förderschädlich ist, jedoch den von der Stadt Oberasbach zu finanzierenden Eigenanteil erhöht.
Momentan ist allerdings auch noch unklar, wie sich die Förderbedingungen hinsichtlich der Ganztagsbereiche entwickeln werden.
Planungsmöglichkeiten auf dem bisherigen Gelände und weitere Vorgehensweise
In Bezug auf die Planungsmöglichkeiten auf dem bisherigen Gelände der Pestalozzischulen wurden unterschiedliche Varianten hinsichtlich des Baus ohne Interimslösungen diskutiert. Hierbei wurde auch die Unterbringung beider Schulen in einem Gebäudekomplex erörtert. Die Projektgruppe konnte sich dabei noch nicht festlegen, ob es sinnvoller ist die Schulen zusammen in einem Gebäude oder eben in zwei separaten, räumlich wieder voneinander getrennten Schulhäusern unterzubringen. Die Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens werden jedoch bei der Festlegung zur Unterbringung in einem Gebäude stark eingeschränkt.
Daher werden zu diesem Punkt keine einschränkenden Vorgaben gestellt.
Es soll zudem das bisherige Grundschulgebäude erhalten werden und ggf. einer anderen Nutzung zugeführt werden. Welche das konkret sein wird, muss noch diskutiert werden, ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entscheidend.
Außerdem ist das Gebäude des Kinderhorts mit seinen Außenflächen in das Gesamtkonzept mit einzubinden.
Beschluss des Stadtrates
Auf Basis der in zahlreichen Beratungen und aus anderen Schulbesichtigungen der Projektgruppe gewonnenen Erkenntnisse hat der Stadtrat am 25. März diesen Grundsatzbeschluss gefasst:
- Die Grund- und Mittelschule sowie die Sporthalle werden neu gebaut.
- Der Neubau der Schulen wird wieder auf dem bisherigen Areal errichtet. Der Gebäudekomplex der Mittelschule mit Turnhalle kann in diesem Zusammenhang komplett abgebrochen werden.
- Der Neubau des Schulzentrums wird – wenn möglich – ohne Interimslösungen zur Unterbringung der Schulen während des Baus realisiert.
- Das Schulzentrum wird als Ganztagsschule entwickelt; die dafür notwendigen Flächen sind mit einzuplanen.
- Das Schulzentrum wird mit großzügigeren Flächen als den förderfähigen geplant; die prozentuale Flächenmehrung wird im weiteren Planungsprozess festgesetzt.
Mit diesem Grundsatzbeschluss als Basis kann die Verwaltung die weiteren Schritte einleiten:
Hierzu gehören neben der Vorbereitung des Architektenwettbewerbs auch die Vorbereitung des Antrags auch schulaufsichtliche Genehmigung des Neubaus von Grund- und Mittelschule durch die Regierung von Mittelfranken.



