Fahrradhilfe Franken e.V.: Räder für Geflüchtete

25 generalüberholte Gebrauchträder hat die Fahrradhilfe Franken e.V. im Hof des Jugendhauses OASIS in zwei Verteilaktion an Geflüchtete aus Cadolzburg übergeben. Bei der zweiten Aktion überzeugte sich Erste Bürgermeisterin Birgit Huber vor Ort davon, dass die Hilfe zur Unterstützung umweltfreundlicher Mobilität bei bedürftigen Menschen gut ankommt. Zuvor schon hatte der aus der Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt Oberasbach hervorgegangene Verein Fahrradhilfe Franken e.V. Geflüchtete in Oberasbach und Tafelkunden mit Fahrradspenden bedacht.
Zum zweiten Mal in Folge wurden am 14. Juni 15 solide Alltagsräder an Geflüchtete aus Cadolzburg übergeben. Angestoßen hatte das über die Oberasbacher Stadtgrenzen hinaus erweiterte Engagement Rudolf Dellermann, der Integrationsbeauftragten im Landratsamt Fürth. Durch die Mitarbeit der ehrenamtlichen Fahrradexperten in der Oberasbacher Flüchtlingsbetreuung besteht zu ihm ein kurzer Draht - ebenso wie zur örtlichen Tafel, in der sich einige der Schrauber ebenfalls engagieren. Das niederschwellige Angebot der seit vier Jahren aktiven Oberasbacher Fahrrad-Hilfsorganisation steht auch Fürther Tafelkunden offen, die hier nicht nur kostenlos Fahrräder bekommen, sondern diese unter sachkundiger Anleitung regelmäßig warten können.
Über diese Fahrradspenden hinaus hat sich die Unterstützung von Geflüchteten, die in Oberasbach leben, zur aktiven Integrationsleistung entwickelt. Mit Hilfe eines Dolmetschers konnte ihnen die Mitarbeit in der Werkstatt ermöglicht werden. Die Werkstatt im Innenhof des Jugendhauses Oasis hat sich zu einer Begegnungsstätte entwickelt, die Lust aufs Radfahren macht.
21 ehrenamtliche Schrauberinnen und Schrauber aus allen Alters- und Berufsgruppen stehen den rund 600 Besuchern im Jahr mit ihrem Wissen, Ersatzteilen und Werkzeug zur Seite. Kostenlose Workshops an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat eröffnen neben vhs-Kursen Einblicke in alle Reparaturbereiche. Im Februar dieses Jahres hat sich die bis dahin ins Quartiersmanagement der Diakonie eingebundene Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt verselbstständigt. Als gemeinnütziger Verein „Fahrradhilfe Franken“ kann sie sich nun leichter um Fördermittel bemühen. So kann nun mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesumweltministerium und durch die Europäische Union die Werkstatt professionell ausgestattet werden.