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Gedenken am Volkstrauertag

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Zahlreiche Menschen haben am Volkstrauertag im Kirchhof von St. Lorenz und auf dem Friedhof in Unterasbach wieder der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, Flucht und Vertreibung, Rassismus und Extremismus sowie Terrorismus und Antisemitismus gedacht.

Das Gedenken sei aktueller denn je, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, denn vor allem in der Ukraine und im Nahen Osten – aber auch in Deutschland – werden derzeit tagtäglich neue Opfer gefordert. Nachdem wir uns in Mitteleuropa seit mehr als 77 Jahren in einer „Blase der Glückseligen“ befunden hätten, träfen uns die Kriege und Konflikte mit ihren unmittelbaren Folgen jetzt umso härter.

Wie wichtig das europäische Miteinander sei, habe sie gerade Anfang September bei einem Besuch in der polnischen Partnerstadt Olawa erfahren. Anlässlich des Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen 1939 hat Birgit Huber gemeinsam mit dem dortigen Bürgermeister einen Kranz sowohl an einem Ehrenmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges als auch an einem deutschen Soldatenfriedhof niedergelegt. Diese Geste habe nicht nur sie selbst bewegt, sondern besonders die Menschen in Polen berührt. Die Aussöhnung und die gewachsene Freundschaft sei ihnen sehr wichtig.

Umso mehr schmerze es sie, nun zu erleben wie der Krieg im Heiligen Land sich unmittelbar auf Deutschland auswirke und Antisemitismus wieder sichtbar würde. „Was kann ein jüdisches Mädchen in Deutschland auf dem Weg zur Schule für den Konflikt im Heiligen Land?“, fragte Birgit Huber und empfindet es als unerträglich, dass dieses Kind heute wieder Angst auf dem Schulweg habe.

Auch Thomas Meister, der Pfarrer der ev. Kirchengemeinde St. Stephanus, fragte in seiner Ansprache: „Warum denn dieser Hass?“ Trost finde er dann in den Psalmen. Darin finde er die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, die in dem hebräischen Wort „Shalom“ und ebenso in dem arabischen Wort „salam“ stecke. Darin sei so viel Ähnlichkeit und dadurch auch wieder Hoffnung auf Frieden und Ausgleich.

Das Totengedenken sprach als Vertreterin des Sozialverbandes VdK Margit Fischer.

Erste Bürgermeisterin Birgit Huber dankte den Abordnungen der Oberasbacher Vereine, insbesondere der Schützengesellschaft Oberasbach, den Feuerwehren Oberasbach und Altenberg, der BRK-Bereitschaft, der KG Blau-Rot Unterasbach sowie der Abordnung der Reservisten der Bundeswehr, dass sie dieser wichtigen Mahnveranstaltung wieder einmal einen würdigen Rahmen verliehen haben. Die musikalische Gestaltung im Kirchhof von St. Lorenz erfolgte durch den Posaunenchor Oberasbach und den Männergesangverein Anwanden. Am Friedhof in Unterasbach spielten erneut der Posaunenchor Oberasbach sowie ein Trommler und ein Trompeter der Blaskapelle Oberasbach.

Birgit Huber hält eine Rede auf dem Friedhof. Links und rechts Abordnungen, im Vordergrund ein Kranz.
Reservisten in grauer Uniform, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in blauer Uniform, Mitglieder des Roten Kreuzes in oranger Einsatzkleidung
Um den Platz stehen mehrere Personen in stillem Gedenken
vier Personen vor Kränzen auf Halterungen, rechts zwei Soldaten in Uniform mit Fackeln, hinten links die Blaskapelle
Zwei Soldaten mit Kranz
Eine Gruppe von Schützen in Anzügen und mit Fahne links im Bild, rechts Vertreter der Bundeswehr mit Fahne.
Thomas Meister am Rednerpult auf dem Friedhof. Im Hintergrund Abgeordnete der Bundeswehr.
Margit Fischer am Rednerpult, neben ihr Birgit Huber
Sébastien Gobé, Vertreter der französischen Streitkräfte läutet die Friedensglocke.
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