Gegenseitiges Kennenlernen ist Grundlage für gutes Zusammenleben
Welche Werte leben wir in Deutschland? Wie kann gutes Zusammenleben funktionieren? Und wie ist die Erste Bürgermeisterin von Oberasbach an ihren Job gekommen? Das waren Fragen, die eine Gruppe von Ukrainerinnen Birgit Huber direkt stellen konnte.
Sie alle sind erst vor Kurzem in Oberasbach angekommen und besuchen den Erstorientierungskurs für Geflüchtete an der vhs Oberasbach & Roßtal. Im Rahmen des Kurses werden neben ersten Sprachkenntnissen auch grundlegende Informationen über das Leben in Deutschland vermittelt. Ein Modul behandelt „Werte und Zusammenhalt in Deutschland“. Birgit Huber berichtete dazu nicht nur von ihrer (Wieder-)Wahl, sondern auch von der Wahl und den Aufgaben der Stadträte. Eine Überraschung hatte sie auch im Gepäck: Sie lud die Teilnehmerinnen zu einem Besuch im Rathaus ein.
Beim zweiten Treffen in ihrem Büro zeigte sie den Frauen die Amtskette, deren achteckige Schmuckelemente das Oberasbacher Rathaus symbolisieren und die wichtigsten Daten wie die erstmalige urkundliche Erwähnung Oberasbachs tragen. Ein weiteres kulturhistorisches Detail war der symbolische Schlüssel zum Rathaus, den die örtlichen Karnevalisten alljährlich am 11. November erobern. Ganz besonders stolz ist Birgit Huber auf die Dankesurkunde für die gemeinsam mit dem Kulturverein organisierten Sachspenden an die ukrainische Gemeinde Solotschiw.
Beim Gang in den Sitzungssaal konnten die Besucherinnen auch die Gastgeschenke der Partnerstädte und die Ahnengalerie der Bürgermeister bewundern. Dabei wurde klar, dass der Frauenanteil im Bürgermeisteramt noch nicht so hoch ist, wie es die Bevölkerungsstruktur erwarten ließe.
Im Sitzungssaal ging es zum die regelmäßigen Treffen des Stadtrates. Jeden Montag finden dort entweder Sitzungen des Stadtrates oder seiner Ausschüsse (z.B. Hauptverwaltungsausschuss oder Umwelt-, Bau- und Grundstücksausschuss) statt, um dort aktuelle Anliegen zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Die Besucherinnen äußerten großes Interesse daran, an den öffentlichen Sitzung teilnehmen zu können.
Zum Abschluss gab es Oberasbacher Geschenktaschen und ein Gruppenbild mit der ersten Bürgermeisterin sowie eine herzliche Einladung, sich bei weiteren Fragen gern an die Erste Bürgermeisterin zu wenden.


