Gemeinsam fürs Klima
Sina Mixdorf, Beauftragte für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, fairen Handel und Radverkehr der Stadt Oberasbach, holt mit dem Initiativkreis der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg den Bayerischen Klimaschutzpreis 2024.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber überreichte den Klimaschutzpreis 2024 am 12. November im Energiepark in Hirschaid. Glauber betonte: "Den Klimawandel meistern wir nur gemeinsam. Herausragende Leistungen und Engagement für den Klimaschutz wollen wir würdigen und bekannt machen. Dazu leistet der Bayerische Klimaschutzpreis einen wichtigen Beitrag. Die heute ausgezeichneten vier innovativen, kreativen und nachahmenswerten Projekte zeigen die Vielfalt des Engagements für Klimaschutz im Freistaat."
Die Bayerische Staatsregierung verlieh den Bayerischen Klimaschutzpreis für besondere Verdienste um den Klimaschutz nun zum vierten Mal. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis ist im Artikel 11 des Bayerischen Klimaschutzgesetzes verankert. Der Preis wird an herausragende Initiativen vergeben, die sich in Bayern um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient gemacht haben. Neben dem Preisgeld erhalten die Preisträger eine Preisskulptur und einen Imagefilm zu Werbezwecken. Eine unabhängige Jury hat die Preisträger aus mehr als hundert Vorschlägen ausgewählt. Die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) organisierte den Wettbewerb.
CO2-Challenge erhält den Bayerischen Klimaschutzpreis 2024
Die CO2-Challenge ist ein Gemeinschaftsprojekt des Initiativkreises der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg, mit der mehr Menschen in der Region für das Thema Klimaschutz begeistert werden sollen. Im Projektteam wirkt auch die Beauftragte für Klimaschutz & Nachhaltigkeit aus Oberasbach mit. „Besonders durch die spielerische Herangehensweise erreichen wir auch diejenigen, die sich bislang weniger mit dem Thema beschäftigt haben. Der Bayerische Klimaschutzpreis ist für uns eine wertvolle Auszeichnung, die uns zusätzlich motiviert, unser Engagement weiter auszubauen und noch mehr Menschen dazu zu inspirieren, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Denn gemeinsam können wir durch kleine Veränderungen viel erreichen – für unser Klima und unsere Zukunft“, so die Nachhaltigkeitsbeauftragte Sina Mixdorf.
Bei der 14-tägigen Mitmachaktion der CO2-Challenge, die immer am Aschermittwoch startet, haben die Teilnehmer zwei Wochen lang jeden Tag die Möglichkeit, sich einer kleinen Aufgabe zum Thema Energie- und Ressourcensparen zu stellen. Zum Beispiel Fahrradfahren, klimafreundliche Ernährung oder plastikfreies Einkaufen. Die individuellen Einsparungen können mit einer eigens entwickelten Webapp quantifiziert werden. Aktionszeitraum der Challenge ist die Fastenzeit. Mehr Informationen finden sich unter www.co2challenge.net.
CO2-Schulchallenge
Die CO2-Schulchallenge greift diese Themen ebenfalls auf und wurde speziell für Schulklassen aller Jahrgangsstufen und Schularten konzipiert. Die Inhalte sind leicht in den Schulalltag zu integrieren und vermitteln Spaß am Klimaschutz. Es gibt zwei verschiedene Materialsets: für Grundschüler bzw. bis maximal Jahrgangsstufe 6 in analoger Form als Lapbook und ein Set für weiterführende Schulen in digitaler Form als PowerPoint-Portfolio. Die Materialien können unter www.co2challenge.net/schulchallenge kostenlos heruntergeladen werden.
Der Initiativkreis der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg erhält als Anerkennung für das interkommunale Projekt ein Preisgeld von 8.000 Euro. Der knapp vierminütige Imagefilm ist hier auf YouTube abrufbar.
Weitere Preisträger sind:
Von Schülerinnen und Schülern mitgestaltete Schulkantinen mit Fokus auf Lebensmittelüberschüsse
Die Community Kitchen gGmbH (München) hat die Schulkantine des Städtischen St.-Anna-Gymnasiums in München-Lehel übernommen, um Schülerinnen und Schüler in der Kantinenküche dahingehend zu qualifizieren, gemeinsam die Schulfamilie mit Essen aus geretteten Lebensmitteln zu versorgen und ihnen so entsprechende Kompetenzen zu vermitteln. Die Ergebnisse wurden in einem freizugänglichen Handbuch festgehalten. Die Community Kitchen gGmbH (München) erhält hierfür 4000 Euro.
Bayerns erste Photovoltaik-Anlage auf einem Großdenkmal
Auf dem Areal der Kongregation der Schwestern des Erlösers in Würzburg werden PV-Paneele genutzt, die fast wie konventionelle Dachziegel aussehen und damit nicht in das Bild des denkmalgeschützten Gesamt-Ensembles eingreifen. Hierfür erhalten Sie ein Preisgeld von 3000 Euro.
Energiezukunft Fuchstal in der Smart Region AUF
Die Gemeinde Fuchstal (Apfeldorf, Unterdießen, Fuchstal) treibt durch die Umstellung auf erneuerbare Energien, v. a. durch sieben Bürger-Windräder, Sektorenkopplung und digitale Technologien, die örtliche Energiewende voran, ohne die regionale Wertschöpfung der Bevölkerung zu vernachlässigen, und kann so Beispiel für andere Kommunen sein.

