Lebendiger Austausch beim Jugendforum
Was gefällt euch an Oberasbach? Was könnten Politik und Verwaltung anders machen, um für Jugendliche und Heranwachsende attraktiver zu werden? Welches Format ist für einen angeregten Austausch geeignet? Deshalb luden die Jugendpolitischen Sprecher des Stadtrates und die Stadt Oberasbach zu einem ersten Jugendforum in lockerer Atmosphäre in das Café Rüffelmacher ein.
Die Idee dazu geht auf Beratungen in der Projektgruppe Kommunikation, Transparenz & Bürgerbeteiligung des Stadtrates zurück, die aus Mitgliedern aller Fraktionen im Stadtrat und der Verwaltung besteht. Wie kann eine lebendige Jugendbeteiligung in Oberasbach aussehen und welche Themen sind für die jungen Menschen dafür interessant?
Großartige Resonanz
Die drei Jugendpolitischen Sprecher im Stadtrat Bastian Gill, Simon Rötsch und Marie Schöttner übernahmen Planung und Organisation dieses ersten Orientierungstreffens. Eingeladen waren dieses Mal bereits in Oberasbacher Vereinen oder Organisationen engagierte Jugendliche oder Vertreter:innen der Jugendabteilungen. Die Feuerwehren Altenberg und Oberasbach waren ebenso vertreten wie die BRK-Bereitschaft, die Kärwaboum Oberasbach, der CVJM Unterasbach, die Evangelische wie die Katholische Jugend, der TSV Altenberg, Reitsport am Hölzleshof sowie Shoshin Altenberg (Karate), der Skatepark Oberasbach und die Taschengeldbörse.
„Wir hatten in der Vergangenheit 18-Jährige bereits zu ‚Jungbürgertreffen‘ mit Mitgliedern des Stadtrates eingeladen, bei denen sich die Resonanz zuletzt jedoch eher im einstelligen Bereich bewegte. Umso mehr“, so die Bürgermeisterin Birgit Huber in ihrer Begrüßung, „sei sie hocherfreut, dass mehr als 20 Jugendliche und Junggebliebene im wesentlichen zwischen 14 und 24 Jahren der Einladung gefolgt sind.“
In den letzten zwei Jahren habe es zahlreiche analoge und digitale Formate der Bürgerbeteiligung mit teilweise sehr großer Resonanz in Oberasbach gegeben, erinnerte Birgit Huber an die Bemühungen der Stadt die Stimme der Bürgerinnen und Bürger in den Planungen besser berücksichtigen zu können: die gemeinsame Bürger-ISEK-Radtour zu den Schwerpunkten des Stadtentwicklungskonzeptes, die Bürgerinfoabende zur Gestaltung einer Stadtteilmitte Unterasbach, zur Umgestaltung des Rathausumfeldes, zum Lidl-Neubau sowie die digitalen Umfragen zum Stadtentwicklungskonzept, zur Auslagerung der Stadtbücherei, aber auch die Umfragen zur Umgestaltung der Spielplätze Oberer Locher Weg und Frühlingsstraße (Ideen berücksichtigt und umgesetzt!), die sich schwerpunktmäßig an Kinder und Eltern richtete. Und insbesondere auch die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen zur Umgestaltung der Skateanlage, deren Vorschläge auch in den Planungen berücksichtigt und umgesetzt wurden.
Eröffnung eines dauerhaften Dialogs
„Ziel dieses ersten Treffens war es“, so äußerte sich Simon Rötsch, „die Jugendlichen miteinander zu vernetzen und zu erfahren, was die Jugendlichen wollen bzw. von der Stadt erwarten.“ „Das geht in Kleingruppen am besten“, ergänzte Bastian Gill. „So kamen die Jugendlichen zu Wort und sagten uns Jugendpolitischen Sprechern und der Bürgermeisterin frei von der Leber weg, was sie stört und was sie sich vorstellen.“
Dabei wurde deutlich: Die Jugendlichen wünschen sich Begegnungsstätten, überdacht oder unter freiem Himmel. Gleichzeitig erweiterte der Austausch mit anderen Jugendgruppen den Horizont, welche Aktivitäten bereits in den verschiedenen Gruppen angeboten werden oder auch welche Räumlichkeiten bereits bestehen und ggfs. gemeinsam genutzt werden könnten. Tilman Brunke vom städtischen Jugendhaus OASIS beschrieb die Jugendräume im OASIS und deren umfangreiche Möglichkeiten gerade auch für ältere Jugendliche oder grundsätzlich auch für organisierte abendliche Treffs.
Über Instagram kann ein guter Informationsaustausch gelingen
Thomas Diebenbusch vom Bereich Presse- & Öffentlichkeitsarbeit und ebenfalls Mitglied der Projektgruppe stellte den Teilnehmenden die mehr als 15 analogen und digitalen Kommunikationskanäle vor, die die Stadt für die unterschiedlichen Zielgruppen aktuell betreibt, um ihre Bürgerinnen und Bürger mit Informationen zu versorgen. Die Nutzungsumfrage bei den Jugendlichen ergab wenig überraschend, dass Instagram der hauptsächlich von ihnen genutzte Kanal ist. Danach kommen mit Abstand noch die städtische Homepage und das Mitteilungsblatt „Infos für alle“.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Jugendlichen durchweg an einer ggfs. auch kontinuierlichen Wiederholung eines solchen Jugendforums nach den Sommerferien interessiert sind. Ein regelmäßiger Austausch sei durchaus gewünscht und wenn man sich erst besser kenne, könne der Austausch deutlich konkreter werden. Vielen war vollkommen unbekannt, dass der Stadtrat Jugendpolitische Sprecher gewählt hat, die als Bindeglied zwischen Jugendlichen und dem Stadtrat dienen sollen und die die Interessen der jungen Menschen nicht nur in die Beratungen des Stadtrates einbringen können, sondern diese auch in dem politischen Entscheidungsgremium vertreten können.
Zum Abschluss bedankte sich Marie Schöttner für die Teilnahme und betonte, dass alle drei Jugendpolitischen Sprecher und auch die Bürgermeisterin jederzeit für die Kontaktaufnahme über die genannten Kanäle bereitständen. „Für das Format des Austausches sind wir immer noch vollkommen offen. Wir werden die vielen tollen Impulse in die Vorbereitung des nächsten Jugendforums mitnehmen.“
Jede und jeder ist willkommen mitzumachen
Wer immer Lust hat, sich in das Jugendforum einzubringen oder einfach nur mal vorbeizukommen und zuzuhören, kann sich bei den Jugendpolitischen Sprechern per E-Mail jugendreferenten@oberasbach.de melden. Wenn Ort und Zeit des nächsten Termins feststehen, ergeht dann automatisch eine Einladung. Ansonsten einfach mal regelmäßig einen Blick auf die Homepage oder in das Mitteilungsblatt „Infos für alle“ werfen oder auch der Stadt unter stadt_oberasbach bei Instagram folgen.






