Heimat erhalten - Zukunft gestalten
Oberasbach war Gastgeber der Eröffnung der „Aktionstage Innenorte“ am 15. September. Die Impulsreihe des Landkreises Fürth legt noch bis zum 27. September den Fokus auf die Potenziale der Innenentwicklung. Umrahmt wurde die Eröffnung von Fachvorträgen des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE), der Flächensparoffensive und der Bayerischen Architektenkammer.
"Die Zukunft unserer Gemeinden beginnt in den Ortskernen und nicht auf der grünen Wiese“, so stellte Landrat Bernd Obst die Bedeutung lebendiger Zentren in seinem Grußwort heraus. „Innenentwicklung bedeutet, Bestehendes wertzuschätzen, Baulücken zu schließen, Leerstände zu beleben und historische Gebäude mit neuem Leben zu füllen.“ Das Engagement werde auch in Zukunft konsequent fortgeführt. Schwerpunkt sei vor allem die Einbindung der Bevölkerung.
Oberasbachs Erster Bürgermeister stellte den Oberasbacher Input in den Mittelpunkt. Die Stadt konzentriert sich unter anderem auf Informationen zur energieeffizienten Gebäudesanierung. Diebenbusch betonte auch, die Aktionstage seien ein gutes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit. „Diese Zusammenarbeit werden wir weiter stärken, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen“, sagte er.
Dem Engagement des Dritten Bürgermeisters Simon Rötsch war die Kooperation mit den Architekturstudierenden des Karlsruhers Institut für Technologie (KIT) zu verdanken. Deren Seminarleiterin Gesche Bengtsson vom Architekturbüro etal. ordnete die Arbeiten in einen größeren Kontext ein. Sie drückte dabei die Hoffnung aus, dass die neuen Perspektiven über den Hochschulbereich hinaus wirken, wenn die Absolventen Ämter in Politik, Verwaltung und anderen Bereichen übernähmen. Es sei wichtig, dass in Leerständen die Chancen zur identitätsstiftenden Nutzung gesehen werde, nicht bloß eine Fläche für reine Wohnbebauung.
Die Studierenden hatten sich im Rahmen eines Seminars mit drei Oberasbacher Leerständen beschäftigt: dem Milchhof-Areal als Gewerbefläche, dem Hof der Fam. Kleinlein als Beispiel für einen landwirtschaftlichen Betrieb und mit einem Ein-Familienhaus im Milbenweg als Beispiel für Wohnbebauung. Die Ergebnisse sind noch bis 20. September in der Scheune des Heimatvereins Oberasbach im Linder Weg 2 zu sehen.
Über den Aktionszeitraum hinaus sollen mehrere Actionsbounds, digitale Schnitzeljagden Lust auf neue Entdeckungen machen. Sie verbinden Rundgänge durch die Ortskerne von Oberasbach, Zirndorf, Langenzenn, Wilhermsdorf, Roßtal, Cadolzburg und Stein mit der spielerischen Vermittlung von Geschichte und Fakten sowie Quizfragen und kleinen Aufgaben. Noch bis zum 13. Oktober werden unter den Teilnehmenden kleine Gewinne verlost; insgesamt stehen die Actionbounds bis Ende November 2027 zur Verfügung.
Die Entwicklung des Altorts kann darüber hinaus an jedem letzten Donnerstag eines Monats ab 19 Uhr beim Offenen Milchhaustreff des Heimatvereins Oberasbach diskutiert werden.






