„Ich gehe mit einem guten Gefühl“
Nach 34 Jahren verlässt Birgit Seubert die Stadtverwaltung mit einem guten Gefühl. Seit ihrer Anfangszeit hat sie sich in viele verschiedene Aufgaben hineingedacht. Ihre Motivation war dabei stets „den Bürgern mit einer vernünftigen Antwort weiterzuhelfen.“
Ihre berufliche Laufbahn begann noch in der damaligen DDR. Birgit Seubert schloss zunächst eine Ausbildung zur Agrotechnikerin ab, auf die sie ein Fachschulstudium zur Agraringenieurin aufsattelte. Nach einer Weiterbildung zur Ingenieurpädagogin war sie als Lehrausbilderin tätig. Nach dem Mauerfall zog sie aus privaten Gründen nach Nürnberg.
Ihre Zeit in Oberasbach begann 1991 als ABM-Kraft für die Baumkartierung der Gemeinde. Hier überzeugte sie mit ihrem Engagement und wurde nach Ablauf der Maßnahme in ein unbefristetes Teilzeit-Arbeitsverhältnis als technische Mitarbeiterin im Bauamt übernommen, wo sie sich zuerst um dem Umweltschutz kümmerte.
Zu ihren ersten Aufgaben gehörte, auf dem Sportplatz in der Jahnstraße den Belag aus Kieselrot austauschen zu lassen. Das Material war ein Abfallprodukt der Kupfergewinnung. Erst in den 1990er Jahren wurde bekannt, dass das Material hohe Dioxinwerte aufwies – die Stadt handelte in einem bayernweiten Pilotprojekt konsequent und zügig. Des Weiteren koordinierte sie die weitere Altlastenerkundung. In den Folgejahren begleitete sie unter anderem auch die Aktion Saubere Landschaft und die Maßnahmen am Hainberg.
Die 1992 in Rio de Janeiro beschlossene Agenda 21 für nachhaltige Entwicklung forderte Kommunen weltweit auf, nach dem Prinzip „global denken, lokal handeln“ zu agieren. Auch Oberasbach setzte dies um – unter anderem durch die Gründung der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg, deren Verwaltungsaufgaben Birgit Seubert übernahm. Zudem begleitete sie den AK Klimaschutz.
In diese Zeit fielen auch die Planungs- und Bauphase einiger Spielplätze, z.B. „Regenbogen“, „Oberer Locher Weg“, „Bounty am Hainbergspielplatz“ und des ersten Skateparks an der Jahnstraße. Dabei war ihr Ansporn, „mit begrenzten Mitteln das Maximale umzusetzen.“ Gemeinsam mit dem Bauhof setzte sie dieses Ziel so erfolgreich um, dass die Stadt mehrmals mit dem „Goldenen Kringel“ des Landkreises Fürth ausgezeichnet wurde.
Im Jahr 2000 wechselte sie in die Bauverwaltung und widmete sich dort vor allem der Bauantragsbearbeitung und der Bauberatung. Parallel besuchte sie die Bayerische Verwaltungsschule, um ihr Wissen zu vertiefen.
In den letzten Jahren war Birgit Seubert in der Bauleitplanung tätig und bearbeitete dabei den Bereich Umwelt und Naturschutz. Außerdem betreute sie das sogenannte Ökokonto der Stadt, das sicherstellt, dass bei baulichen Veränderungen – etwa der Versiegelung von Flächen – ein angemessener ökologischer Ausgleich geschaffen wird. Den Abschluss bildeten die Leerstandsermittlung in Oberasbach und eine Umfrage zum Wohnen im Alter.
Was ist ihr Fazit nach 34 Jahren in der Stadtverwaltung?
„Meine Arbeit war extrem abwechslungsreich – manchmal hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, um Dinge noch besser umsetzen zu können. Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit und wünsche allen weiterhin viel Erfolg, Freude und Zusammenhalt. Ich gehe mit einem guten Gefühl: Ich weiß, dass ich meine Nachfolgerin gut vorbereitet habe.“
Ab Januar 2026 übernimmt Katja Krenzer unter anderem das Ökokonto, das Altlastenkataster, die Erschließungsbeiträge und die Beratung von Bürgerinnen und Bürgern.

