„Ich möchte zu allen Fragen gut beraten“

Wer einen Farbtupfer oder wirklich ungewöhnliche Brillen sehen möchte, sollte sich im Rathaus einen Termin bei Ute-Schmidt-Alpers geben lassen. Sie besitzt 15 verschiede Brillen, die sie je nach Outfit anpassen kann. Das Kerngeschäft der 55-jährigen Mutter und frisch gebackenen Oma ist allerdings seit 1. Februar die Beratung im Sozialamt.
Hallo Frau Schmidt-Alpers, was sind Ihre Hauptaufgaben im Sozialamt?
Grundsätzlich kann man sagen: alle Anträge aus dem Sozialwesen, bei denen die Bürger:innen Unterstützung benötigen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt auf der Aufnahme von Rentenanträgen oder der Beantragung der Grundsicherung. Ich helfe auch, Anträge auf Mietzuschüsse zu stellen oder bei Anträgen auf Feststellung einer Schwerbehinderung zu bearbeiten.
Selbst in Fällen, in denen wir in Oberasbach nicht über die Anträge entscheiden können, unterstütze ich durch Recherche der zuständigen Ansprechpartner:innen im Landratsamt oder beim Bezirk Mittelfranken. Ich möchte, die Bürger:innen einfach zu allen Fragen gut beraten.
Inwiefern hilft Ihnen Ihre vorherige Tätigkeit heute weiter?
Bevor ich hier angefangen habe, war ich 24 Jahre bei Playmobil im Customer Relationship Management tätig. Eine gute Beziehung zu den Kund:innen war mir damals so wichtig wie heute zu den Bürger:innen. Außerdem war ich schon damals offen für Neues. Wir haben seit 1999 den Onlineshop von der Pike aufgebaut. Auch dabei habe ich mich immer in die Wünsche der Kund:innen hineingedacht- und meine eigenen Online-Shopping-Erfahrungen eingebracht. (lacht)
Jetzt baue ich mir neue Kenntnisse im Bereich Renten- und Sozialwesen auf. Gleich im März war ich auf einer Fortbildung zur gesetzlichen Rentenversicherung und im Oktober werde ich einen Aufbaukurs besuchen.
Wie ist denn das Lebens- und Arbeitsgefühl im Rathaus?
Ich hätte es nicht besser treffen können. Meine Kollegin hat mir gleich vom ersten Tag an vertraut und mich in alle Aufgaben einbezogen. Und ich freue mich auf alles, was ich noch lernen darf.
Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Oberasbach?
Als Kind habe ich die Grundschule Altenberg besucht, und als ich 18 Jahre alt war, habe ich einige Zeit hier gewohnt. Seit November wohnt mein Sohn hier. Ich selbst lebe mit meinem Mann in Wachendorf, mag aber die Stadt. In meiner Freizeit bin ich aber auch gern in Oberasbach unterwegs, zum Beispiel beim Yoga in der vhs.
Und womit schalten Sie ab?
Meine beiden größten Hobbies sind unsere beiden Hovawarts. Es stimmt, was man sagt: diese Rasse möchte und muss beschäftigt werden, sonst kann es leicht passieren, dass sie sich ihre Aufgaben selbst suchen.
Außerdem bin ich im letzten Jahr zwei Halbmarathons gelaufen. Dieses Jahr ziele ich auf die Langstrecke.