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„Ich wollte schon immer in die Verwaltung“

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Alexandra Hetzer an ihrem Schreibtisch (Laptop; Karte im Hintergrund)

Diesen Satz erwartet man nicht unbedingt von einer 29Jährigen. Alexandra Hetzer, Juristin und seit Juli Sachgebietsleiterin Verkehrswesen und Recht im Tiefbauamt, spricht ihn mit voller Überzeugung. Wir haben sie daher gefragt, was sie an ihrem Job begeistert und warum sie sich für die Arbeit in Oberasbach entschieden hat.

Hallo Frau Hetzer, willkommen in Oberasbach. Erklären Sie uns doch bitte zuerst, was Ihre Hauptaufgaben im Bereich Verkehrswesen und Recht sind.

Meine Arbeit gliedert sich in drei Bereiche. Erstens bin ich mit einem kleinen Team für verkehrsrechtliche Anordnungen zuständig. Wir legen zum Beispiel Halteverbotszonen für Umzüge oder Bauarbeiten fest. Außerdem führen wir regelmäßig große und kleine Verkehrsschauen durch. Dabei wird zum Beispiel vor Ort überprüft, ob ein bestimmter Straßenabschnitt als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden kann. Dazu besichtigen wir den fraglichen Bereich zusammen mit Vertretern der Polizei und des Landratsamts und erörtern anschließend die Rechtslage. Solche großen Verkehrsschauen finden alle vier Jahre statt und umfassen üblicherweise mehrere Punkte. Kleine Schauen werden je nach Anlass vorgenommen, zum Beispiel wenn sich Hinweise ergeben, dass in einem bestimmten Bereich Verbesserungspotential besteht. Das alles geschieht immer unter dem Gesichtspunkt der Optimierung der Verkehrssicherheit.

Zweitens gehören Teile der Liegenschaftsverwaltung zu meinem Aufgabenbereich. Hier geht es beispielsweise um die Ausarbeitung sowie den Abschluss neuer Miet- und Pachtverträge oder den Erwerb von Grundstücken. Hierzu führe ich die erforderlichen Grunderwerbsverhandlungen, schreibe anschließend Beschlussvorschläge für den Stadtrat, beantrage etwaige Vermessungen und kümmere mich um die gesamte Abwicklung bis zur Wahrnehmung des Notartermins.

Drittens bin ich mitverantwortlich für die Breitbanderschließung im gesamten Stadtgebiet von Oberasbach. Zusammenfassend könnte man sagen, dass ich alle verwaltungsrechtlichen Aufgaben des Tiefbauamtes juristisch begleite.

Welche berufliche Ausbildung und Vorerfahrung braucht man, um diese Aufgaben zu erfüllen?

Ich habe 2019 mein Jurastudium an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen beendet. Im Anschluss daran habe ich mein Referendariat am Oberlandesgericht Bamberg absolviert und in diesem Rahmen im Landratsamt Lichtenfels gearbeitet. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass die Verwaltungsarbeit im Gegensatz zu ihrem üblichen Image abwechslungsreich ist und mir viel Spaß macht.

Warum haben Sie sich für die Tätigkeit in Oberasbach entschieden?

Unsere Arbeit hat das Ziel, die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Im Bereich Verkehrswesen zum Beispiel tragen wir dazu bei, dass der Verkehrsfluss verbessert wird. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die Situation der Autos, sondern auch den Radverkehr und somit indirekt Fragen der Nachhaltigkeit. Wir setzen alle Bitten um, die dringlich sind, sofern dies im rechtlichen Rahmen möglich ist. Das ist eine sehr befriedigende Aufgabe.

Ein persönlicher Aspekt, der mir die Entscheidung noch leichter gemacht hat, sind meine privaten Verbindungen zu Oberasbach. Ich habe das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium besucht und schon damals im Landkreis Fürth gewohnt. Daher ist mir Oberasbach sehr vertraut und ich fühle mich hier wohl. Ein „Ankommen“ gab es in diesem Sinne gar nicht, weil ich vieles schon kannte. Zum Beispiel mag ich das Biotop in Rehdorf sehr und verbringe dort gern Zeit zum Entspannen.

Wie hat sich Ihre Anfangszeit im Rathaus gestaltet?

Das Betriebsklima hier ist extrem gut. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich stets Zeit für meine Fragen genommen, so dass ich schnell selbständig arbeiten konnte. Es gibt viel zu tun, aber ich habe die besten Kollegen, die man sich nur wünschen kann.

Bei dem Spannungsfeld der juristischen Themen raucht Ihnen sicher abends der Kopf. Wie können Sie gut entspannen?

Ich arbeite gern in meinem Garten. Mein kleiner Traum für das kommende Jahr ist ein eigenes kleines Gemüsebeet. Da weiß ich genau, wo das Gemüse herkommt und die selbst gezogenen Tomaten oder Radieschen schmecken doch am besten.

Hätte es für Sie eine Alternative zur Juristerei gegeben?

Ich hatte auch überlegt, Tierärztin zu werden. Aber so wie es jetzt ist, ist es gut.

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