„Ich wusste, das ist mein Team“

Giuliana Deak hat am 1. September 2025 ihre Ausbildung bei der Stadt Oberasbach zur Verwaltungsfachangestellten in der Kommunalverwaltung begonnen. Im Sommer hat die Nürnbergerin den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule („Quali“) erworben – ein Zeugnis für ihren Einsatz und ihre Zielstrebigkeit. Und zielstrebig geht sie auch die Ausbildung an. Die Fast-16-Jährige zeigt sich begeistert von Oberasbach, vom Team im Rathaus und von den Lehrinhalten der ersten Wochen.
Was war deine Motivation für eine Bewerbung bei der Stadt Oberasbach?
Ich habe während der Schulzeit schon verschiedene Praktika gemacht, unter anderem habe ich in einen Kindergarten geschnuppert und die Arbeit in einem Hotel kennengelernt. Das war spannend und hat Spaß gemacht. Am interessantesten war aber das Praktikum im Amt für berufliche Schulen der Stadt Nürnberg. Ich habe dort vor allem mit den Berufsschulsekretariaten und Berufschülern und -schülerinnen zusammengearbeitet. Außerdem habe ich die Gastschulzugänge, also die Aufnahme auswärtiger Schülerinnen und Schüler, begleitet. Dabei habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit viel Spaß macht und mich dann nach einem Ausbildungsplatz in einer Verwaltung umgeschaut.
In den beiden Vorstellungsgesprächen bemerkte ich rasch die gute Atmosphäre hier und war auch beeindruckt, Frau Huber persönlich kennenzulernen. Da wusste ich „das ist mein Platz“.
Welche Fächer und Aktivitäten haben dich in deiner Schulzeit besonders geprägt?
Am spannendsten fand ich das Fach „Geschichte/Politik/Geografie“ – vielleicht nutzt mir das Wissen auch für die Ausbildung. Auch Religion und Hauswirtschaft haben mir immer Spaß gemacht.
Außerdem habe ich mich viel für andere engagiert. Ich war sowohl Klassen- als auch Schulsprecherin. Zusätzlich war ich KickFair-Teamerin. Bei KickFair geht es um die Förderung der persönlichen Entwicklung durch Straßenfußball. Zum Beispiel übernehmen Schülerinnen und Schüler die Schiedsrichteraufgaben. Die Scharrer-Schule, meine Schule, hat dieses Konzept vorangetrieben, und wir haben auch die Ausbildung an anderen Nürnberger Schulen übernommen.
Welche Aufgaben und Stationen hast du schon kennengelernt?
In den ersten Wochen durfte ich Personalamt, Kulturamt, vhs und die Pressestelle kennenlernen, die alle im Rathaus oder KuBiZ arbeiten. Zudem war ich im „Storchennest“ (Kindergarten und -krippe), den Mittagsbetreuungen der Grundschulen Kreutles und Altenberg und im Jugendhaus OASIS; außerdem bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach und im Bauhof.
Und was hat am meisten Spaß gemacht?
Mit dem Kulturamt habe ich die Eröffnung der Asbachhalle vorbereitet und konnte meine eigenen Ideen einbringen. Und bei der Feuerwehr durfte ich hinter dem Steuer eines Fahrzeugs sitzen und mit der Drehleiter in die Höhe fahren. (lacht)
Wie findest du die Oberasbacher Angebote für Jugendliche?
Ich mag das Jugendhaus und den Ferienpass. Hier ist alles etwas persönlicher als in Nürnberg, wo das Angebot auf viele Häuser verteilt ist. Man lernt hier die Betreuerinnen viel besser kennen und sieht, wie viel Spaß ihnen die Arbeit macht und wie engagiert sie sind.
Was magst du noch an Oberasbach?
Die Kolleginnen und Kollegen hier sind alle freundlich, höflich und hilfsbereit. Alle verhalten sich bürgernah und wollen die Anliegen der Besucherinnen und Besucher so rasch wie möglich klären.
Außerdem finde ich Oberasbach als Stadt sehr grün, und die Luft ist gut. Daher verbringe ich meine Pausen so oft es geht draußen, zum Beispiel auf den Liegen im Grün für alle.
Und wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Meine Hobbys sind vielfältig. Ich höre gern Musik und singe auch selbst viel. Ich zeichne gern. Dabei lasse ich mich von meiner Intuition leiten. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie man verschiedene Emotionen ausdrücken kann. Aktuell lese ich ein Buch über „Emotionale Intelligenz“. Daraus kann ich einiges ableiten, was dann wieder in meine Zeichnungen fließt.
Als Ausgleich zur Kopfarbeit gehe ich spazieren oder trainiere Muay Thai – eine thailändische Kampfkunst, die mich körperlich fordert und den Kopf frei macht - oder Mixed Martial Arts -eine Mischung aus Kickboxtechnik und Bodenkampf. Dabei finde ich wieder ganz zu mir zurück.