Ideen für die Entwicklung des Schulzentrums Kreutles
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. März eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen. Diese soll Ideen, Anforderungen und bauliche Lösungen für die Zukunft des Pestalozzi-Schulzentrums in Kreutles erarbeiten. Die Schulen, Eltern, Betroffene und weitere Fachleute sollen in die Arbeit eingebunden werden.
Das Schulzentrum in Kreutles besteht aus den Gebäuden der Pestalozzi-Grundschule, der Mittelschule und des Kinderhorts am Asbachgrund. Ferner befinden sich in den Gebäuden die Sporthalle und die Mittagsbetreuung. Diverse Räumlichkeiten werden auch von der vhs genutzt.
Mängellisten sind lang
Abgesehen von dem erst vor wenigen Jahren neugebauten Hort ist die Bausubstanz der Grundschule und der Mittelschule in die Jahre gekommen und mit modernen Schulformen vielfach nicht zu vereinen. Die Mittelschule stammt aus den sechziger Jahren, die Anbauten der Grundschule sind in den 90er Jahren entstanden, das Mittelgebäude wurde 1940 in Betrieb genommen. Die Mängel- und die Anforderungslisten sind lang.
Der Brandschutz muss technisch auf den aktuellen Anforderungsstand gebracht werden, teilweise sind zweite Rettungswege nicht vorhanden.
Die Gebäudeerschließung in der Mittelschule ist weitläufig und kompliziert, enthält viele Treppen und ist durch die versetzten Niveaus der einzelnen Geschosse und das Fehlen von Aufzügen alles andere als barrierefrei. Zudem sind die Gebäudeteile durch die in die Mitte gebaute Turnhalle getrennt. Gebäudehülle und -technik sind teilweise technisch fehlerhaft und daher zwingend zu erneuern.
Zu diesem Ergebnis kommt das Architekturbüro BSS - Bär Stadelmann Stöckeder (BSS) in seiner Bestandsanalyse, die als Grundlage für eine Online-Klausurtagung des Stadtrates im Februar zu diesem Thema diente und heute in der Sitzung des Stadtrates vorgestellt wurde. Der Stadtrat einigte sich darauf, eine Projektgruppe aus zunächst neun Mitgliedern des Stadtrates und zwei der Verwaltung ins Leben zu rufen und mit der Erarbeitung von Anforderungen und Lösungsansätzen zu beauftragen. Dazu sollen Betroffene wie Schulleitung, Lehrerschaft, Eltern und verschiedene Fachleute selbstverständlich zu den einzelnen anfallenden Themen eingebunden werden.
Denkbar ist vieles
Grundsätzlich sind verschiedene Lösungsansätze denkbar, die die Projektgruppe im weiteren Verlauf konkretisieren und auf Vor- und Nachteile sowie ihre Umsetzbarkeit untersuchen soll.
Derzeit bestehen drei grundsätzliche Ideen, die in der Präsentation der BSS-Architekten näher dargestellt sind.
- Sanierung beider Gebäudeblöcke und Fortführung der Grund- und Mittelschule am Standort Kreutles
- Teilweise Sanierung von Gebäudeteilen und teilweise Neubau von Gebäudeteilen am Standort Kreutles
- Sanierung und/oder Neubau von Gebäudeteilen am Standort Kreutles und Neubau von Gebäuden auf einem städtischen Grundstück an der Jahnstraße / Schwabacher Straße in Unterasbach mit entsprechendem Umzug von Grund- oder Mittelschule
Alles ist offen
Der Prozess steht erst ganz am Anfang und im weiteren Verlauf werden sicherlich neue Ideen und Lösungen dazukommen. Entscheidungen stehen noch nicht an. Die im Stadtrat lebhaft geführte Diskussion ließ keine Favoriten erkennen – es ist also noch alles offen. Deshalb hat die Projektgruppe alle Möglichkeiten, Meinungen zu hören und zu diskutieren.
Einigkeit besteht im Stadtrat darüber, dass Handlungsbedarf für das Schulzentrum besteht. Welche Lösungsvorschläge die Projektgruppe unter Beteiligung der Betroffenen erarbeitet, wird sich zeigen.


