Jan Beinßen in der Stadtbücherei

Am 14. November 2024 durfte die Stadtbücherei einen altbekannten und gern gesehenen Gast begrüßen: In Kooperation mit der Volkshochschule Oberasbach & Roßtal las Jan Beinßen aus seinem neuen Krimi „Das Fenster zur Burg“ und gab allerlei aus dem Autorenleben zum Besten.
In seinem 18. Fall ermittelt Paul Flemming unter erschwerten Bedingungen: Eine Tatortbegehung endet mit einem gebrochenen Bein, weswegen der Fotograf und Privatdetektiv von seinem Atelierfenster in der Nürnberger Altstadt aus das Geschehen verfolgt.
Die Spur beginnt in der Pottensteiner Teufelshöhle und führt durch einige Geschäfte der Nürnberger Altstadt sowie zu einer Waldlichtung, auf der nächtens dubiose Rituale stattfinden. Dabei ist Flemming diesmal besonders auf die Mithilfe seiner in Ermittlungsangelegenheiten bereits erfahrenen Freunde angewiesen, aber auch er selbst ist mit seinem Fernglas mit von der Partie.
Inspirieren ließ sich Beinßen von dem Hitchcock-Klassiker „Das Fenster zum Hof“, der in diesem Jahr sein 70. Jubiläum feiert.
Namen aus dem Jenseits
Im Anschluss an die wie gewohnt kurzweilige Lesung beantwortete Jan Beinßen noch Fragen aus dem Publikum. Dabei konnte man erfahren, dass er die Namen seiner Figuren zum guten Teil von den Grabsteinen alter Nürnberger Friedhöfe bezog, nachdem ihm – ursprünglich aus Niedersachsen stammend – nahegelegt worden sei, seine Namen seien „fei nedd fränggisch“.
Ein Name wurde allerdings im Rahmen einer Spendenaktion durch einen Radiosender verlost, die Gewinnerin durfte einer Figur ihren Namen verleihen.
Sorgfältige Recherchen
Ebenfalls interessant war die Frage, was Beinßen zur Recherche nutzt: Ganz Journalist arbeitet er am liebsten mit Experten vor Ort zusammen, so z.B. mit einem Kripo-Beamten, um die Morde und die Ermittlungen der Polizei möglichst plausibel gestalten zu können, wobei die Polizei natürlich manchmal etwas inkompetenter handelt als in der Realität, damit Flemming überhaupt etwas zu tun hat. Mit großer Sorgfalt werden auch die in den Romanen beschriebenen Gerichte zusammen mit einem Koch entwickelt und bisweilen auch gekocht.
Neues von Beinßen
Der nächste Flemming-Roman, sein bisher „schärfster Krimi“, trägt den Titel „Das Meerrettich-Komplott“, spielt im Forchheimer Land und erscheint voraussichtlich im März 2025.
Ganz so lange müssen Sie sich jedoch nicht gedulden, denn bereits vorher können Sie in Neues von Beinßen reinschmökern: Aus seiner Elsass-Krimireihe, die er unter dem Pseudonym Jean Jacques Laurent veröffentlicht, ist der neue Weihnachtskrimi „Elsässer Bescherung“ erschienen.