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Jugendforum: Austausch auf Augenhöhe

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16 Jugendlichen und jungen Erwachsenen beantwortete Bürgermeisterin Birgit Huber im 4. Jugendforum am 6. Juni in entspannter Runde Fragen, griff ihre Anregungen auf und diskutierte mit ihnen. Dieses Mal hatte die kath. Jugend St. Johannes ihre Räume bereitgestellt.

Bedauerlicherweise musste das Jugendforum an diesem Tag jedoch wegen Zugausfall und Erkrankung ohne die Jugendreferenten auskommen. So blieb den Jugendlichen mehr Zeit für den persönlichen Dialog mit der Ersten Bürgermeisterin Birgit Huber, die sich in diesem Kreis auch sichtlich wohlfühlte.

„Ich freue mich, dass ihr euch die Zeit nehmt, um mit mir und üblicherweise auch den Jugendreferenten zu sprechen“, stellte Birgit Huber erfreut fest, „und dass ihr offen die Dinge ansprecht, die euch bewegen.“

So wurde gleich zu Beginn der Wunsch nach einem Beach-Volleyball-Feld in Oberasbach geäußert, der den Jugendlichen als Aktiv- und Treffpunkt dienen könnte. Das Anliegen sei innerhalb der Stadtverwaltung bereits mal andiskutiert worden, so Birgit Huber. Als möglicher Standort sei mal das Hans-Reif-Sportzentrum im Gespräch gewesen. Zum einen habe man dort jedoch zunächst noch die Fertigstellung der Dreifeldhalle vor der Brust, zum anderen hätten jedoch auch immer wieder Sicherheitsbedenken bestanden. Wie könne verhindert werden, dass das Areal nicht vermüllt bzw. durch zurückgelassene Flaschen und Scherben im Sand zum Risiko für die barfüßigen Spieler werden könne? Hier sei dann nämlich die Stadt wieder in der Verantwortung und Haftung.

Der Weg zur fahrradfreundlichen Kommune wurde von den Jugendlichen begrüßt, insbesondere weil es für viele das Mobilitätsmittel ihrer Wahl innerhalb Oberasbachs sei. Hier konnte Birgit Huber erläutern, dass die neu errichteten Kreisverkehre in Oberasbach nicht für die Autofahrer geschaffen seien, sondern immer im Rahmen des vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzeptes errichtet wurden, um a) den Kraftverkehr zu entschleunigen, b) die Überquerung der Kreuzungen für Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen und c) um letztlich dadurch nach und nach ein möglichst lückenloses Radverkehrsnetz in Oberasbach zu errichten. Dazu sind auch die zahlreichen Bau- und Asphaltierungsmaßnahmen von Radwegen und Markierungsarbeiten von Fahrradschutzstreifen durchgeführt worden.

Im Hinblick auf Fahrradschutzstreifen entwickelte sich auch sofort eine lebhafte Diskussion unter den Jugendlichen. Während sich einige darüber freuten, ging anderen der Fahrradschutzstreifen nicht weit genug, da sie sich weiterhin von rücksichts- oder gedankenlosen Autofahrern durch zu wenig Überholabstand ernsthaft gefährdet sehen. Da könne ein Fahrradschutzstreifen nur eine Übergangslösung darstellen, wichtig sei vielmehr ein baulich getrennter Radweg. Dieser jedoch berge die Gefahr, so sahen es andere Jugendliche, dass parkende Autos oder Mülltonnen diese blockierten, was den Radfahrer dann wieder zwinge, vom erhöhten Radweg umständlich in den laufenden Verkehr auf die Straße zu wechseln.

Birgit Huber hat diese Sichtweisen dankbar zur Kenntnis genommen, da es doch die Erfahrungen widerspiegelt, die Schüler auf dem Weg zur Schule täglich machen und die in die Überlegungen der Stadt einfließen sollen.

So wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass sich ein gemeinsamer Rad- und Gehweg am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in einem sehr schlechten Zustand befindet bzw. dass es am DBG eh zu wenig Fahrradabstellplätze gebe. Des ersten Kritikpunktes soll sich, so Birgit Huber, das Tiefbauamt mal annehmen, und der zweite werde an das Landratsamt weitergeleitet, da das DBG eine Landkreisschule sei.

Überhaupt spielte der Verkehr in den Gedanken der Jugendlichen eine wichtige Rolle. Nachfragen nach den umfangreichen Baumaßnahmen im Stadtgebiet konnten ebenso beantwortet werden wie Vorschläge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an kritischen Straßenkreuzungen. Aber auch der Freizeitwert für Oberasbacher Jugendliche kam nochmal zur Sprache. „Gibt es die Möglichkeit zur Errichtung eines Parcour-Parks in Oberasbach?“, wurde gefragt und von Birgit Huber zunächst einmal aufgenommen, um beim nächsten Mal darauf eine Antwort zu geben.

Auf großes Interesse stieß auch die Vorstellung des Förderprogramms „Regionalbudget“ der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg, über das Vereinen und Verbänden Kleininvestitionen unter bestimmten Voraussetzungen mit bis zu 80% gefördert werden können.

Fazit:

Die Entwicklung dieses Formats ist absolut erfreulich, die Teilnehmerzahl pendelt sich um die 20 ein, neue Teilnehmer kommen hinzu, andere pausieren mal, kommen danach aber wieder. Vor allem aber entwickelt sich eine wachsende Vertrauensbasis zwischen Jugendlichen und Stadt bzw. Stadtratsmitgliedern. Das zeigt sich vor allem in der Art des Umgangs und den angeregten Diskussionen auf Augenhöhe.

Beim abschließenden Rundgang durch das Pfarrzentrum St. Johannes konnten sich die Teilnehmenden noch einen Eindruck von den Jugendräumen, u.a. auch des Billardraumes, verschaffen, der auch von anderen Jugendgruppen angemietet werden kann.

Der Termin für das nächste Jugendforum wird von den Jugendreferenten demnächst noch festgelegt (voraussichtlich nach den Sommerferien im September/Oktober), ebenso wird noch angefragt, wer beim nächsten Mal der Gastgeber sein möchte.

Um einen Tisch sitzen rund 16 Personen herum
Foto: (c) Stadt Oberasbach Symbolfoto vom 2. Jugendforum im Jugendhaus, da leider kein aktuelles Foto vom 4. Jugendforum vorliegt.
Im Hintergrund steht ein Moderator am Flip Chart. Im Vordergrund sitzen rund 20 Personen rund um einen großen Arbeitstisch.
Foto: (c) Stadt Oberasbach Das 3. Jugendforum fand bei der BRK-Bereitschaft im Willy Bühner Heim statt.
Sechs Personen an einem Tisch
Foto: (c) Stadt Oberasbach Zum ersten Mal traf sich das Jugendforum im Juni 2023 beim Rüffelmacher.
Ein Mann steht am Tisch der Jugendlichen
Foto: (c) Stadt Oberasbach Beim 1. Jugendforum stand das Kennenlernen in Kleingruppen im Mittelpunkt.
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