Kindergarten Regenbogen ackert im eigenen Gemüsegarten
„Für eine Generation, die weiß was sie isst“: Im Rahmen des bundesweiten Bildungsprogramms AckerRacker bestellt der Unterasbacher Kindergarten Regenbogen seit Mai einen eigenen Gemüseacker. Mit diesem von der Stadt Oberasbach unterstützten und von Sponsoren geförderten Projekt tragen die Kinder aktiv zu mehr Gesundheit und Klimaschutz bei. Jetzt gab es eine zweite Pflanzaktion mit allen Beteiligten.
Unter fachkundiger Anleitung durch ihre Pädagoginnen Nicole Schmieg und Tina Engelhardt, sowie AckerCoach Sarah Brockhaus setzten die Kinder am 12. Juli Gurke, Kürbis, Tomaten, Zucchini und Zuckermais in die Gemüsebeete ein – natürlich alles in Bio-Qualität. „Ich habe selten so einen schönen GemüseAcker gesehen“, sagte Salomé Hasler, Geschäftsleiterin der Region Süd von AckerRacker.
„Ich bin richtig stolz auf das, was unser Team hier geleistet hat“, freute sich Nicole Schmieg vom Kindergarten Regenbogen. „Und damit meine ich nicht nur das Kindergartenteam, sondern auch die unglaublich engagierten Helfer. Zudem sind wir sehr dankbar, dass nicht nur die Hersbrucker Firma Fackelmann unseren neuen Lernort finanziell unterstützt, sondern auch die Sparkasse Fürth, die Firma Rottler & Rüdiger & Partner aus Langenzenn und Warnik-Bau aus Oberasbach als weitere Sponsoren dazu beitragen, dass unser Acker in den nächsten Jahren gut gedeihen kann.“
Maßgeblich unterstützt hat das Projekt auch die Stadt Oberasbach, die einen Teil eines verpachteten Grundstücks in kommunalem Besitz dafür zur Verfügung stellt. Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter hat sich um alle behördlichen Genehmigungen gekümmert, in die das Amt für Landwirtschaft und Forsten und die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Fürth eingebunden waren. Der städtische Bauhof hat gleich zu Beginn einen Schutzzaun aus Doppelstabmatten rund um den Gemüseacker errichtet. Georg Peter vom Spargelhof Peter hat außerdem den Boden für die Kinder umgepflügt und so die Bepflanzung ermöglicht.
Der Lehr-Acker hat aber noch weitere Helfer, wie Regenbogen-Pädagogin Nicole Schmieg verriet: „Einige der an der Jahnstraße untergebrachten Geflüchteten waren schon mehrmals hier und haben in sengender Hitze für uns Unkraut gejätet! Sie stehen dafür auch weiterhin zur Verfügung. Der Vater eines unserer Kindergartenkinder hat hier den Kontakt hergestellt.“
Im Mai haben die kleinen Gärtner erste Samen ausgebracht und Setzlinge gepflanzt, so dass die Kinder bereits reichlich Zucchini, Radieschen, Salat und Fenchelknollen ernten konnten. Auch haben sie aus Brennnesseln ihre eigene Jauche zum ökologischen Düngen hergestellt und bei ihren Spaziergängen Holz für die Beeteinfassungen gesammelt.
Ziel des ganzjährigen Bildungsprogramms ist es, die Wertschätzung für Lebensmittel und gesunde Ernährung bei Kindern zu steigern sowie sie für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sensibilisieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben bereits 233.000 Kinder an mehr als 1.500 Schulen und Kindergärten mit den Bildungsprogrammen AckerRacker und GemüseAckerdemie geackert.
Beim Anbau und der Pflege der bis zu 30 Gemüsearten werden die Kinder fachkundig durch die AckerCoaches von AckerRacker und durch ihre Pädagoginnen betreut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AckerRacker begleiten die Pädagoginnen während der Teilnahme am Projekt auf vielfältige Weise: Es gibt regelmäßige Schulungen, Workshops und umfangreiche Bildungsmaterialien, bei der selbst ein Laie in kurzer Zeit zum Gartenexperten werden kann.
An insgesamt zwei Kindergärten in Bayern wird das vierjährige Programm von Fackelmann gefördert. „Für uns ist es wichtig, uns bereits bei Kindern und Jugendlichen für ein gesundes Leben zu engagieren“, betonte Caroline Jacober von der Fackelmann GmbH & Co. KG. „Wer schon früh lernt, wie gesundes Gemüse ökologisch angebaut und verarbeitet wird, der lebt einfach gesünder. Wenn dieser Ansatz so hervorragend, wie hier in Oberasbach umgesetzt wird, erfüllt uns das mit großer Freude.“
Weitere Informationen unter www.ackerracker.de/.



