Löschwasserversorgung ist sichergestellt

Durch die Berichterstattung der Fürther Nachrichten am Freitag unter der Überschrift „Kein Löschwasser für die Feuerwehr“ kann der Eindruck entstehen, die Brandabwehr südlich der Bahnlinie in Rehdorf sei nicht gewährleistet. Das ist nicht richtig, da sich in unmittelbarer Nähe des „Löschweihers“ zwei Unterflurhydranten befinden.
Hintergrund des FN-Berichtes war eine Anfrage eines Mitglieds des Stadtrates, das beklagte, dass durch die verstärkte Algenbildung des Löschbeckens eine Nutzung durch die Feuerwehr nicht möglich sei. Die Algen würden die Feuerwehr-Pumpen verstopfen. Im Falle eines durchaus vorkommenden Traktorbrandes auf den angrenzenden Feldern sei eine Brandbekämpfung gefährdet, da ansonsten keine Hydranten vorhanden seien.
Der Zustand der Veralgung sei, so die Darstellung des Mitgliedes des Stadtrates, früher nicht aufgetreten solange die Feuerwehr Rehdorf das Becken noch selbst regelmäßig sauber gehalten habe. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass zwischen der Veralgung und der Pflege durch die Stadt ein Zusammenhang bestünde.
„Es muss sich an dieser Stelle niemand Sorgen machen. Die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung ist sehr wohl sichergestellt“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber. „In unmittelbarer Nähe des Löschbeckens befinden sich zwei Unterflurhydranten, die bereits vor Jahren dort vorausschauend angelegt wurden, um die Brandbekämpfung dort sicherzustellen. Dieser Umstand ist auch den Kommandanten der FF Rehdorf bekannt.“
Das geht auch aus der aktuellen schriftlichen Beantwortung der Anfrage an die Mitglieder des Stadtrates hervor.
Im Hinblick auf die Algenbildung im Becken ist anzumerken, dass dieses Thema bereits vor zwei Jahren im Stadtrat besprochen wurde. Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass eine Reinigung durch die Stadt aufgrund der Molchpopulation und einer entsprechenden Anordnung der Unteren Naturschutzbehörde zwischen März und Oktober nicht zulässig ist. Entsprechend befand sich das Becken im März in einem sauberen Zustand und wird auch täglich vom Bauhof kontrolliert.
Allerdings sind die klimatischen Veränderungen auch in Oberasbach an vielen Stellen deutlich spürbar. Insbesondere auch hier in diesem Becken. Es wird von einem Bachlauf gespeist, der kaum noch Wasser führt, und auch die Gleisentwässerung fällt deutlich geringer aus als früher. Das reduziert die Durchlaufgeschwindigkeit im Becken deutlich. Dazu hatte das Tiefbauamt vor zwei Jahren bereits mechanische Gegenmaßnahmen durchgeführt, die mehr Wasser aus dem Bach ins Becken leiten. Dennoch entwickelt sich das Becken mehr und mehr zu einem stehenden Gewässer. Die Folge: die Wassertemperatur steigt deutlich an, das Algenwachstum wird gefördert.
„Die Algenbildung ist nicht auf mangelnde Pflege durch den städtischen Bauhof zurückzuführen“, stellt Erste Bürgermeisterin Birgit Huber klar. „Eine Entnahme der Algen ist aus naturschutzrechtlichen Gründen verboten, da sich zwischen den Algen der Laich der Molche befindet und die Molche, deren Laich oder die Kaulquappen elendig verenden würden.“
Nach derzeitigem Stand ist der Weisung der Unteren Naturschutzbehörde Folge zu leisten. Die Stadt hat einen Vor-Ort-Termin mit dem Kreisbrandrat anberaumt, um den Sachverhalt und die weitere Vorgehensweise im Landratsamt zwischen Kreisbrandrat und Unterer Naturschutzbehörde über die Priorisierung der Interessen klären zu lassen.