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Nächster Halt Ausbildung

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80 Schülerinnen und Schüler, acht Unternehmen, drei Busse – das waren die Karrieretouren 2024. Die Jugendlichen, die an einer der drei Touren teilnehmen durften, haben einen spannenden Tag hinter sich. Mit dem Bus ging es zu verschiedenen regionalen Ausbildungsbetrieben, wo sie Einblicke in mehrere Berufsfelder erhielten, praktische Aufgaben lösten und mit Auszubildenden und Ausbildern ins Gespräch kamen.

Die Karrieretouren sind ein Projekt der Regional- und Wirtschaftsförderung des Landkreises in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen der Städte und Gemeinden. Das Projekt möchte Interesse für regionale Berufsmöglichkeiten wecken und den Kontakt zwischen Jugendlichen und Unternehmen fördern. Mit von der Partie waren die Mittelschulen Oberasbach, Stein und Roßtal sowie verschiedene Unternehmen aus den Kommunen. Die Karrieretouren sind ein wichtiges 

Projekt in der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Fürth.

Bleistifte und eCommerce

Der Tag beginnt früh morgens bei der Faber-Castell AG in Stein und bei der dataform dialogservices GmbH in Roßtal. Bei dem Bleistifthersteller in Stein begrüßen Denis – einer von etwa 30 Auszubildenden im Unternehmen – und Ausbildungsleiterin Jannika Krohmann die Schulklassen aus Stein und Oberasbach und geben den Jugendlichen Einblicke in den abwechslungsreichen Ausbildungsalltag bei Faber-Castell. Neben dem Ausbildungsberuf Industriekaufmann/-frau, den Denis gewählt hat, bildet Faber-Castell vier weitere sogenannte gewerbliche bzw. technische Berufe aus, die im Werk und im Lager zum Einsatz kommen. Die Schülerinnen und Schüler dürfen anschließend an einer Werksführung teilnehmen und sich selbst ein Bild von den Fertigungshallen machen, in denen täglich über 500.000 Stifte entstehen. Außerdem spannend: Das global agierende Unternehmen befindet sich bereits seit 9 Generationen in Familienbesitz. Der Firmensitz befindet sich seit der Gründung im Jahr 1761 in Stein bei Nürnberg.

Die 8. Klasse der Roßtaler Mittelschule war währenddessen bei der dataform dialogservices GmbH in Roßtal/Buchschwabach zu Besuch. Das Unternehmen hat sich auf zwei Fachbereiche spezialisiert: Lagerlogistik und Dialogmarketing. Im Rahmen dieser beiden Bereiche bietet das Unternehmen unterschiedliche Ausbildungsberufe an. Neben der Ausbildung zum Medientechnologen - Digitaldruck und der Ausbildung zum Fachinformatiker/Systemintegration gibt es noch die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer sowie die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Hier ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Geschäftsführer Klaus Vollmer führte mit seinen beiden Ausbildungsleitern Bernd Brat und Michael Passler durch das Haus, sodass die Schüler alle Bereiche der Firma kennenlernen konnten. Dabei gaben die Ausbildungsleiter Informationen zu den Ausbildungsberufen und der Firma selbst. Am Ende gab es sogar noch für jeden ein kleines Geschenk.

Arbeit mit Senioren, Optik & Akustik

Weiter geht es zum Seniorenheim Willy Bühner in Oberasbach, zum Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus in Stein sowie zu Optik Wiegand in Zirndorf

Das Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus in Stein war dabei der nächste Halt für die Roßtaler Mittelschule. Hier zeigte die Wohnbereichsleitung Frau Steffanie Strauß gemeinsam mit der Pflegeassistenz Hella Roddewig wie ein solches Pflegeheim funktioniert, welche Stationen es gibt und was die Bewohner den gesamten Tag über machen. Mit viel Engagement stellten sie die Ausbildungsberufe zum Pflegehelfer (Dauer 1 Jahr) und zur Pflegefachfrau/mann (Dauer 3 Jahre) vor. Sogar die medizinischen Hilfsmittel, die zum Herausheben der Bewohner aus dem Bett oder dem Rollstuhl hergenommen werden, wurden live am Personal demonstriert. Zu Guter Letzt durften die Schüler ein Trainingsgerät testen, mit dem die Bewohner täglich trainieren, um ihre Muskulatur zu stärken. 

Das BRK-Seniorenheim Willy Bühner ist mitten im Ortskern von Oberasbach gelegen. Es bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie seinen Mitarbeitenden eine gute öffentliche Anbindung und viele Geschäfte in nächster Nähe. Bei der fachmännischen Pflege und Betreuung von 102 Seniorinnen und Senioren unterstützen die Auszubildenden als Pflegehelfer/-innen ein Team aus Pflegefachkräften, Physiotherapeut/-innen und Ärzten/-innen. Die Pflegehelfer/-innen sind dabei am nächsten an den Bewohnerinnen und Bewohnern dran, helfen ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags von Waschen bis Mobilisation und erkennen als erstes, ob z.B. eine ärztlich verordnetet Therapie anschlägt. Pflegedienstleitung Sebastian Meth und Einrichtungsleitung Silvia Sander-Brühl berichten der Schulklasse aus Stein aus erster Hand und voller Leidenschaft von Ihrem eignen Werdegang in der Pflege.

Bei Brillen Wiegand in Zirndorf haben die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Handwerk und die Werkstatt eines Optikers bekommen. Neben Brillen jeglicher Art gehören auch Kontaktlinsen, Hörgeräte und Hörsysteme zum Sortiment. Das inhabergeführte Geschäft befindet sich seit 25 Jahren in der Nürnberger Straße in Zirndorf. Dabei steht jede Kundin und jeder Kunde mit seiner Einzigartigkeit im Vordergrund. Für die Arbeit des Optikers ist demnach handwerkliches Geschick und der Spaß im Umgang mit Kundinnen und Kunden wichtig.

Nächster Halt Handwerk

Ein letztes Mal halten die Busse bei der 3D-Technik Zehmeister GmbH in Roßtal, der Schreinerei Sauber in Stein und der Gärtnerei Ascher in Oberasbach. 

Der Werkzeugbau stand als letzter Ausbildungshalt auf dem Programm der Roßtaler Mittelschule. Andreas Zehmeister, Geschäftsführer des 1977 gegründeten Unternehmens 3D-Technik Zehmeister GmbH, führte gemeinsam mit seinem Ausbilder Alexander Lacher durch die Produktionsräume des Unternehmens. Hier konnten die Schüler in den Beruf des Werkzeugmechanikers schnuppern und modernste Maschinen kennenlernen. Weiterhin wurde die Herstellung verschiedener Kunststoffteile gezeigt, die für Marken wie Stihl, Continental oder Lamborghini produziert werden. Einmal mehr konnten die Schüler sehen, dass auch Unternehmen in kleineren Kommunen über das entsprechende Know-How und die moderne Technik verfügen, die sonst eher bei großen Firmen erwartet werden.

Um Schreiner/-in zu werden, braucht es vor allem ein gesundes Raumverständnis und Interesse am Werkstoff Holz, erklären Andreas Sauber und sein Mitarbeiter, der seit Jahren als Meister mit in dem 4-Mann Betrieb arbeitet und die familiäre Atmosphäre sehr schätzt. Der inhabergeführte Familienbetrieb fertigt bereits in der 3. Generation Möbel nach Maß für jedes Zuhause. Die Schülerinnen und Schüler dürfen verschiedene Holzverarbeitungsarten kennenlernen, wie echte Eiche, Multiplex und Furnier, das Holz anfassen und daran riechen. Wie riecht zum Beispiel Zirbenholz? Um ihr Verständnis für Raumgrößen zu prüfen, darf die Klasse zudem selbst schätzen, wie hoch eine Türe ist. Die Auflösung: Eine Standardtüre hat die Maße 198,5 cm. 

Grüner Daumen

Als Gärtnerinnen und Gärtner sind besondere Fähigkeiten erforderlich. Eine Begeisterung für die Natur ist wichtig. Zudem benötigen Gärtnerinnen und Gärtner ein technisches Verständnis, ein gutes Gedächtnis für die lateinischen Namen der Pflanzen und die Bereitschaft mit der Natur, den Jahreszeiten und den damit einhergehenden Temperaturen zu arbeiten. Dies erklärte Gärtnermeisterin Frau Bardenbacher während dem Besuch in der Gärtnerei Ascher. Der familiengeführte Betrieb hat neben Gewächshäusern für die eigene Produktion von Pflanzen auch eine Baumschule und Floristik. Während der Führung durch die Gewächshäuser mit mehreren tausend Pflanzen und Setzlingen konnten die Schülerinnen und Schüler einiges lernen. Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) beispielsweise verfärbt sich nur rot, wenn die Pflanzen weniger als 12 Stunden Licht pro Tag abbekommen.

Attraktive Arbeitgeber im Landkreis 

Am Ende nehmen die Schülerinnen und Schüler viel mit von den Karrieretouren. Sie haben authentische Einblicke in die vielfältigen Berufsbilder und Unternehmen im Landkreis Fürth gewonnen, neue Eindrücke gesammelt, Fragen gestellt und Kontakte geknüpft. Sie haben gemerkt, dass es viele spannende Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer Region gibt, die sie vorher gar nicht kannten. Vor allem aber haben sie Lust auf Ausbildung bekommen und sind motiviert, sich weiter zu informieren und zu bewerben. 

Auch die Unternehmen haben sich über das Interesse und Engagement der Jugendlichen sehr gefreut. Sie hoffen, dass sie einige von ihnen als zukünftige Auszubildende gewinnen können. Für das Ausbildungsjahr 2025/26 suchen die Firmen Auszubildende für die Berufe Elektroniker/-in Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachinformatiker/-in Systemintegration, Gärtner/-in, Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker/-in Produktionstechnik, Maschinen- und Anlagenführer/-in, Medientechnologen/-in Digitaldruck, Pflegehelfer/-in, Produktionsfachkraft Chemie, Schreiner/-in, Werkzeugmechaniker/in. Jetzt bewerben!

Jugendliche der Mittelschule Oberasbach bei ihrem Besuch in der Gärtnerei Ascher.
Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Stein auf ihrem Weg ins Seniorenheim Willy Bühner.
Das Projekt wird gefördert vom Regionalmanagement Bayern
Das Projekt wird gefördert vom bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
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