Ostergrußwort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir erleben im Moment eine noch vor Wochen unvorstellbare Situation. Der Katastrophenfall ist festgestellt. Die Schulen, Spielplätze und alle öffentlichen Einrichtungen sind seit vier Wochen geschlossen. Wir sollen zu Hause bleiben und müssen unsere sozialen Kontakte massiv einschränken.
Viele Ältere fühlen sich zu Hause eingesperrt und vereinsamen. Diese Regeln gelten nun auch zu Ostern, traditionell neben Weihnachten eine Zeit, in der sich Familien treffen und gemeinsam feiern. In den Kirchen finden keine Gottesdienste statt.
Der sogenannte Shut-Down führt dazu, dass viele Gewerbetreibende in Oberasbach ums Überleben kämpfen. Die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und unser bisheriges Leben sind kaum abzuschätzen. Nichts wird mehr so sein wie vorher. Die erbrachten menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Opfer sind sehr groß, um den Folgen der Corona–Pandemie entgegenzutreten.
Auch die geplanten gegenseitigen Besuche mit unseren europäischen Partnerstädten in Italien, Frankreich, Polen und Sachsen sind abgesagt. Die europäischen Grenzen sind geschlossen – aber wir sind vereint in der Sorge um die Kranken und die Trauer um die Opfer dieser Pandemie.
Ich verfolge jeden Tag die Opferzahlen. Im Landkreis Fürth sind mittlerweile 314 Personen erkrankt und 20 Todesopfer zu beklagen (Stand: 8. April.2020). Die Zahlen sind rückläufig, was auf die Disziplin aller Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen ist. Vielen Dank dafür !!!
Es gibt also auch noch positive Nachrichten in dieser Zeit.
Besonders positiv nehme ich wahr, dass viele, viele Mitbürgerinnen und Mitbürger versuchen, aus der bisherigen Situation das Beste zu machen. Familien nutzen die gewonnene Zeit bewusst für gemeinsame Aktivitäten.
Viele Helferinnen und Helfer versorgen ältere Mitmenschen und kaufen für sie ein. Das Küchenstudio Schulz hat ehrenamtlich einen Lebensmittel-Lieferservice für sozial schwache Familien aufgebaut. Kinder schreiben Postkarten für Bewohner von den Seniorenheimen. Wenn man die Oma nicht besuchen darf, ruft man einfach an oder man isst zusammen, während eine gemeinsame Videokonferenz läuft.
Neue Ideen entstehen - das ist für mich wahrlich Ostern – ein Symbol für den ständigen Neubeginn.
In diesem Sinne – machen Sie das Beste aus dieser unvorstellbaren Situation und überraschen Sie Ihre Lieben mit besonderen Ideen ...
FROHE OSTERN !!!
Ihre
Birgit Huber
Erste Bürgermeisterin