Pfarrer Uwe Zeh in St. Lorenz verabschiedet

Ob es weiterhin so schön in den Gottesdiensten in St. Lorenz fränkeln wird, wie es unter Pfarrer Uwe Zeh immer wieder der Fall war, bleibt zunächst unbeantwortet, da seine Nachfolge noch nicht geklärt ist. Aber sicher ist, dass das etwas ist, was den Gemeindemitgliedern von St. Lorenz in Erinnerung bleiben wird.
Nach fast elf Jahren ging Pfarrer Uwe Zeh am 1. Juni 2023 offiziell in den Ruhestand und am Samstag, den 24. Juni, wurde er mit einem Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten St. Lorenz-Kirche und einem kleinen Gemeindefest im Pfarrhof in den Ruhestand verabschiedet.
Dekanin Almut Held überreichte ihm die offizielle Ruhestandsurkunde und fand dankende Worte für seinen Einsatz in seinen früheren Gemeinden und insbesondere St. Lorenz in Oberasbach. Im September 2012 kam Uwe Zeh nach St. Lorenz. Neben seiner humorvollen Art wird vor allem die aufwändige Renovierung des Gemeindehauses bleiben. Mit großem Engagement hat er sich eingebracht und gemeinsam mit dem Kirchenvorstand und den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern unter Berücksichtigung der umfassenden Auflagen des Denkmalschutzamtes ein wahres Schmuckkästchen geschaffen, von dem die Gemeinde noch lange zehren wird. Besonders sei hier auch der Jugendraum hervorgehoben.
Wie sehr Uwe Zeh geschätzt wird, zeigte sich in den vielen Ansprachen und weiteren Wort- und Liedbeiträgen, die an diesem sonnigen Nachmittag im Pfarrhof bei bester Stimmung vorgetragen wurden. Vom Kirchenvorstand über die Kindergärten St. Lorenz und Wilhelm-Löhe, den Gesangsverein Anwanden, die Motorrad Spirituals von St. Lorenz, Pfarrer Matthias Stepper aus der katholischen Pfarrei St. Johannes sowie Pfarrer Thomas Meister aus der evangelischen Kirchengemeinde St. Stephanus. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Posaunenchor St. Lorenz.
In seiner Ansprache erinnerte der Dritte Bürgermeister Marco Haas daran, dass Pfarrer Uwe Zeh maßgeblich die soziale und kulturelle Arbeit in St. Lorenz geprägt habe. „Uwe Zeh hat das Lachen und den fränkischen Dialekt in die Gottesdienste gebracht und damit eine besonders fröhliche Atmosphäre geschaffen,“ so Marco Haas. Er bedankte sich insbesondere auch dafür, dass sich Uwe Zeh vehement für den Erhalt des herrlichen Magnolienbaumes im Pfarrhof eingesetzt hatte, der einzigartig in dieser Stadt ist und unter dessen Blättern und Blüten viele Kinder groß geworden sind.
Als Vorstand der Feuerwehr Rehdorf habe Marco Haas seinerzeit die individuelle Predigt von Pfarrer Zeh aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Feuerwehr Rehdorf besonders berührt. Für Vereine habe er immer ein offnes Ohr gehabt und somit wesentlich dazu beigetragen, dass Oberasbach lebenswert sei.
Im Namen der Stadt und seiner Bürgerinnen und Bürger wünschte Marco Haas Uwe Zeh für den Ruhestand alles Gute und noch viele gemeinsame Jahre mit seiner Frau Uschi bei bester Gesundheit.