Rathaus Oberasbach ist bunt erleuchtet
Fußball ist aktuell in aller Munde. Einerseits fiebern die Fußball-Fans heute Abend mit der deutschen Mannschaft, andererseits wundern sich viele aber auch über Entscheidungen des europäischen Fußballverbandes UEFA.
Für viele Menschen ist es bei aller Fußballbegeisterung zumindest fragwürdig, ob ein Turnier in elf Ländern Europas mit den damit verbundenen Reisetätigkeiten während dieser Pandemie stattfinden muss und zudem manche Stadien noch mit bis zu 60.000 Menschen (z.B. Finale im Londoner Wembley-Stadion) gefüllt werden sollen.
Einerseits wirbt die UEFA für Toleranz, Respekt und Menschenrechte und leitet andererseits aber Ermittlungen ein, weil ein Spielführer mit einer genau diese Werte symbolisierenden Kapitänsbinde gespielt hat. Mehr noch, wenn die Stadt München ein starkes Signal gegen Missachtung dieser Werte setzen möchte und die Allianz-Arena während des heutigen Spiels Deutschland gegen Ungarn in den Farben des Regenbogens erleuchten möchte, wird das unter Berufung auf formale Gründe abgelehnt.
Für Toleranz und Gleichberechtigung
Diese Ablehnung hält den Bürgermeister und den Stadtrat der Landeshauptstadt nicht davon ab, Zeichen für Toleranz, Gleichberechtigung und Menschenrechte zu setzen. So werden heute Abend statt der Allianz-Arena u.a. der Olympiaturm und die Windräder in der Nähe der Allianz-Arena in die Farben des Regenbogens getaucht. Diese Farben stehen besonders für das Streben der LGBTIQ-Community nach Gleichberechtigung und Anerkennung, das gerade in Ungarn durch ein neues Gesetz zur Unterdrückung der Informationsfreiheit zu diesen Formen der sexuellen Orientierung eingeschränkt wird.
Zahlreiche Städte in Deutschland haben ihre Solidarität angekündigt, erleuchten ihre Fußballstadien und möchten durch ähnliche Aktionen ihr Eintreten für diese grundlegenden Menschenrechte ausdrücken.
Auch Oberasbach möchte sich solidarisieren
So hat sich auch Oberasbachs Erste Bürgermeisterin Birgit Huber entschlossen, heute Abend ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Diversität zu setzen.
„Je länger es gedauert hat, bis unsere Gesellschaft die berechtigten Wünsche der LGBTIQ-Community nach Gleichbehandlung wirklich wahrgenommen hat, desto wichtiger ist es geworden, das Rad der Geschichte nicht wieder zurückzudrehen, sondern den Weg Schritt für Schritt weiter zu gehen“, ist Birgit Huber überzeugt.
Zum Einbruch der Dunkelheit wird das Oberasbacher Rathaus ebenso in den Farben des Regenbogens erstrahlen.



