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Recht und Gesetz sind ihre Leidenschaft

  • Bauamt
  • Bürgermeisterin
Zwei Frauen und ein Mann an der großen Steinkugel am Brunnen auf dem Rathausplatz. Im Hintergrund das Rathaus.
Karin Wiegel umrahmt vom Leiter des Stadtbauamts Daniel Morawietz und seiner Stellvertreterin Sara Kohl (links).

Seit nahezu 30 Jahren war Karin Wiegel im Bauamt der Stadt Oberasbach eine Institution. Keine Bauleitplanung in Oberasbach ohne ihre rechtliche Expertise. Das Baurecht birgt zahlreiche Tücken: Fristen und Abläufe, die eingehalten werden müssen, aktuelle Gesetzesänderungen sind zu berücksichtigen und umzusetzen u.v.m. Nun ging Karin Wiegel zum 1. Juni in den Ruhestand.

Beruflich angefangen hat alles vor gut 40 Jahren beim Standesamt in Fürth. Im Oktober 1993 wechselte sie ins Bauamt der Stadt Oberasbach, bearbeitete Bauanträge, die Bauleitplanung, Erschließungsbeitragsrecht sowie einige Rechtsbehelfs- und Gerichtsverfahren. Sie sammelte wertvolle praktische Erfahrungen in allen Facetten des Baurechts, bildete sich dort kontinuierlich fort und wurde so im Laufe der Jahre zur Spezialistin für die Bauleitplanung. Im September 2022 konnte sie ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst begehen und bis zum 30-jährigen Jubiläum im Dienst der Stadt Oberasbach haben ihr jetzt lediglich noch drei Monate gefehlt.

Ihre Leidenschaft für Recht und Gesetz prägte auch ihre Freizeit. Vier Jahre war sie am Landgericht Nürnberg-Fürth als ehrenamtliche Richterin tätig. Als Schöffin war sie neben dem Berufsrichter und einem weiteren Schöffen gleichberechtigtes Mitglied dieser juristischen Instanz. Dieses Gremium verhandelte Strafsachen, führte im Gerichtssaal die Befragungen der Prozessbeteiligten durch, bewertete die Argumente von Staatsanwaltschaft und Verteidigern, und gelangte schließlich zu einem Urteil. "Das war nicht immer einfach, man musste schon eine professionelle Distanz herstellen“, sagt Karin Wiegel. „Einerseits ist ein klares Beurteilungsvermögen, gleichzeitig jedoch auch ein großes Maß an Empathie gefordert. Doch letztlich hat mich mein Sinn für Gerechtigkeit getragen und der Wille, etwas zum Gelingen unseres Rechtssystems beizutragen.“ Diese Tätigkeit gehörte für sie zu den interessantesten und schönsten Herausforderungen ihres Berufslebens.

Karin Wiegel hat viele Baugebiete und Stadtplanungen rechtlich begleitet, vom Einheimischenmodell für junge Oberasbacher Familien im Baugebiet „Erhardtsche Äcker“ in Unterasbach über die gelungene Planung rund um den Wiesenäckerweg in Rehdorf mit vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung für die harmonische Angliederung an den Ortskern mit modernen, lichtdurchfluteten Wohngebäuden, bis hin zur Erstellung des Rahmenplanes für den Altort Oberasbach. Dieser trug Mitte der 2010er Jahre zu den Erfolgen des Altorts bei den „Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden“-Wettbewerben bei. Nicht zu vergessen die stadtplanerische Gestaltung im Rathausumfeld mit dem Rathausplatz und dem Grün für alle am Andreas-Güllering-Weg, das sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Treffpunkt und Naherholungsgebiet entwickelt hat.

Für die weitere Entwicklung Oberasbachs wünscht sich Karin Wiegel, dass der Fokus auf der Wohnqualität erhalten bleibt. Dazu gehören u.a. auch die reichhaltige Durchgrünung zu fördern und bei der Stadtentwicklung den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern fest im Blick zu behalten.

Jetzt freut sich die Mutter zweier erwachsener Töchter auf mehr Zeit für ihre Kinder und ihren Ehemann, Bewegung und Sport an der frischen Luft und ihre zweite große Leidenschaft: die „Kleeblatt-Familie“ im Ronhof, wo sie als begeisterte Anhängerin bereits seit vielen Jahren ein und aus geht.

Im Rahmen einer Feierstunde im kleinen Kreis dankte Erste Bürgermeisterin Birgit Huber der gebürtigen Fürtherin am 19. Juli für ihren großen Einsatz in fast 30 Jahren für die Stadt Oberasbach, ihre Erfahrung und Energie, die sie immer wieder gewinnbringend in die Beratungen der Verwaltung und des Stadtrates einbrachte. „Liebe Karin Wiegel, Sie haben immer zuverlässig und akribisch gearbeitet, davon haben nicht nur die Bürgerinnen und Bürger profitiert, sondern letztlich wir alle. Gerade zu Beginn meiner Bürgermeistertätigkeit war ich sehr froh und dankbar, jemanden wie Sie im Hause zu haben, auf dessen Einschätzungen ich mich immer habe verlassen können. Herzlichen Dank und alles Gute für Ihre Zukunft.“

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