Renaturierung des Asbachgrundes geht weiter
Der Asbachgrund entwickelt sich durch seine Renaturierung zur "Grünen Mitte Oberasbachs" – einer ökologisch wertvollen Parklandschaft für zukünftige Generationen.
Die Renaturierung dieses Areals ist im Wesentlichen auf die Vision des ehemaligen Oberasbacher Stadtrats Walter Weichlein (1931-2007) zurückzuführen, der noch zu Lebzeiten die „Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes“ ins Leben gerufen und mit einem beträchtlichen Teil seines Vermögens ausgestattet hatte.
Die Stiftung ist seit 2007 aktiv tätig. Zwischen dem Biotop in Rehdorf und dem Altort Oberasbach im Bereich der „Sattlerwiese“ sowie im Bereich der „Kreutleser Wiesen“ zwischen dem Häsigweg und dem Gängle sind die Renaturierungsmaßnahmen schon gut sichtbar umgesetzt worden. Das ehemals geradlinig verlaufende Gerinne des Asbachs ist zu einem frei fließenden Bach mit artenreichen Wiesen, landschaftsgliedernden Gehölzen und Spazierwegen geworden. Beide Areale werden von der Bevölkerung sehr gut angenommen und als Naherholungsgebiet geschätzt.
Weitere Renaturierungsmaßnahmen beschlossen
Am 29. Juni 2021 traf sich der Stiftungsrat, bestehend aus der Vorsitzenden Birgit Huber, Professor Gerd Aufmkolk, Ludwig Sothmann und Peter Fuchs, mit dem Landschaftsarchitekten Christoph Gräßle und Vertretern der Verwaltung zunächst zu einer Ortsbegehung verschiedener bereits im Eigentum der Stiftung befindlicher Grundstücke, um einen aktuellen Eindruck der örtlichen Gegebenheiten zu gewinnen und weitere Entwicklungsschritte zu beraten.
Der Landschaftsarchitekt Christoph Gräßle aus Fürth hatte das Leitbild für die Gestaltung des Asbachs, seiner Zuläufe und für die gesamte Talaue entwickelt. Er betreut die Umsetzung der Arbeiten seit Jahren. Die Realisierung soll im Einklang mit den im „Wasser-und Bodenverband Asbachgrund“ organisierten Landwirten erreicht werden.
Teil der Lohbauerwiese wird zur Streuobstwiese
Bereits im Herbst soll die Umgestaltung des südlichen Teils der Lohbauerwiese (Areal zwischen der Sattlerwiese hinter dem Feuerwehrgerätehaus Oberasbach und der Bachstraße) zu einer Streuobstwiese beginnen (siehe Grafik). Damit wird eine ökologische Kulturlandschaft geschaffen, die Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten bietet.
Aktuell mäht der Bauhof bereits einen breiteren Trampelpfad durch das hochstehende Gras der nördlichen Lohbauerwiese von der Bachstraße zur Sattlerwiese. Dieser wird von Spaziergängern, Radlern und Joggern gut angenommen und verbindet den renaturierten Asbachgrund mit dem Ortskern. Über die weitere vorgesehene Gestaltung der Lohbauerwiese sollen künftig Hinweistafeln informieren.
Die ebenfalls aus der Skizze zu entnehmende Umgestaltung des nördlichen Teils der Lohbauerwiese wird zu einem späteren Zeitpunkt in Kooperation mit der Stadt Oberasbach und dem „Wasser-und Bodenverband Asbachgrund“ angestrebt.
Wäldchen an der Jahnstraße wird entwickelt
Darüber hinaus wird sich demnächst auch in dem kleinen Wäldchen nördlich der Jahnstraße einiges tun (Nähe Kreisverkehr). Dieses Areal besteht aus zwei Grundstücken: das unmittelbar an der Straße befindet sich im Eigentum der Stadt und das dahinterliegende und an den Kreuzbach angrenzende gehört der Stiftung. Gemeinsam möchten Stiftung und Stadt auch die Renaturierung dieses Bereiches angehen. Überbleibsel einer früheren Nutzung als Garten sollen entfernt werden (z.B. Reste einer maroden Hütte, die Umzäunung, nicht heimische Bäume). Insbesondere der Verzicht auf die Umzäunung soll es Wildtieren ermöglichen, sich im gesamten Bereich des Asbachgrundes frei bewegen zu können.
Totholz hingegen ist ein wesentlicher Faktor zum Schutz der Artenvielfalt und zur Entwicklung dieses Areals. Daher soll dieses, sofern es notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen zulassen, erhalten bleiben. Gleichzeitig ist vorgesehen, das Areal mit heimischen Baumarten zu ergänzen und so zu einem lebendigen Habitat der Vielfalt zu entwickeln.
Die Stadt Oberasbach und die Stiftung Renaturierung des Asbachgrundes haben sich ferner darauf geeinigt, dass die Stiftung die Pflege nicht nur des eigenen Grundstückes, sondern auch die des städtischen Grundstücks übernimmt und die Kosten dafür trägt. Diese Maßnahmen werden im 4. Quartal 2021 beginnen.
Stiftung und Stadt gehen weiter gemeinsam voran und haben ihren Wunsch bekräftigt, künftig auch weitere Flächen zu renaturieren, um irgendwann Walter Weichleins Vision von einem grünen Gürtel von Rehdorf bis zum Hainberg zu verwirklichen.




