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Schulsozialarbeit: Karin Keller verabschiedet

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Zwei Frauen vor einer weißen Wand. Eine FRau trägt eine Orchidee.
Erste Bürgermeisterin Birgit Huber dankte Karin Keller für ihr langjähriges großes Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Oberasbach.

„Generationen“ von Jugendlichen hat sie in Oberasbach begleitet und manchen vielleicht auch wesentlich mitgeprägt: 37 Jahre war Karin Keller in der städtischen Jugendarbeit aktiv. Nun trat sie zum 1. September in die passive Phase der Altersteilzeit ein.

1982 wurde das Jugendhaus der Stadt Oberasbach gegründet und es steckte noch in den Kinderschuhen als Karin Keller am 19. September 1986 ihre Tätigkeit für die Stadt Oberasbach dort aufnahm.

Film-, Musik- und Tanzveranstaltungen, Dart-, Kicker- und Tischtennisturniere sowie Ausstellungen und Informationsveranstaltungen zu Themen wie Dritte Welt, Nationalsozialismus und Widerstand oder auch AIDS gehörten schnell zum Repertoire des Jugendhauses und wurden hervorragend angenommen. Zu der Zeit besuchten täglich ca. 60 bis 80 Jugendliche im Alter von 12 bis 22 Jahren das Jugendhaus.

Ab Sommer 2005 war sie dann ausschließlich in der Nachmittagsbetreuung des Jugendhauses tätig und mit der Einführung der Ganztagsschule in der Pestalozzi-Mittelschule Kreutles 2009 verlagerte sich die Nachmittagsbetreuung in die Mittelschule.

Daraus entwickelte Karin Keller in enger Kooperation mit der Schulleitung, den Lehrkräften und dem Jugendhaus die Schulsozialarbeit an der Pestalozzi-Mittelschule. Sie vermittelt durch tolle Gruppenangebote soziales Lernen in der Kleingruppe mit erlebnispädagogischen Methoden beim Klettern, Bootfahren oder Geocaching. Kriseninterventions-, Anti-Mobbing-Projekte und Sozialkompetenztraining sind nur ein kleiner Ausschnitt des umfangreichen Angebots. Medienberatung für Smartphones und Berufswahl-Coaching ergänzen das Angebot. Karin Keller ist Vertrauensperson für Schüler und Eltern, sie wird von Lehrkräften zu Rate gezogen und ist ein gern gesehener Austauschpartner bei allen Fragen des Miteinanders in der Schule.

In ihrer Arbeit hat sie die Schüler und Jugendlichen einerseits mit ihrer Kreativität begeistert, andererseits war sie aber auch akribisch und durchaus streng mit den Jugendlichen. „Freunde haben die Jugendlichen in der Regel genug“, gehört zu ihrer Maxime, „Um sie auf das Leben und das Arbeitsleben vorzubereiten, musste ich auch häufig streng sein und klare Grenzen aufzeigen. Auch wenn das manchem und mancher im ersten Augenblick vielleicht nicht geschmeckt hat, so haben es die Jugendlichen doch letztlich auch geschätzt. Sie wussten, woran sie sind und dass sie ernst genommen werden.“

Darüber hinaus hat Karin Keller bis heute das Engagement für den 1983 im Jugendhaus gegründeten Behinderten-Club nicht mehr losgelassen. Gemeinsam mit dem früheren Leiter des Jugendhauses und später der vhs, Gerhard Hable, konnte sie in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum feiern. Die Mitglieder des Behindertenclubs sind mit den Jahren gemeinsam groß geworden und noch heute bieten Karin Keller und Gerhard Hable ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen und Freizeitaktivitäten an. Was heute unter dem Stichwort "Inklusion" vielerorts vorangetrieben wird, wird hier bereits seit vielen Jahren gelebt.

„Wir konnten einen wertvollen Beitrag dazu leisten“, so Karin Keller, „dass mehr Normalität in das Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten einkehrt und sich die Stellung von Behinderten in der Gesellschaft verbessert hat.“

Ihre große Leidenschaft gehört der Töpferei. Seit Jahren ist sie nebenbei als Kurs-Dozentin an der vhs tätig und wird diese Tätigkeit auch über ihren jetzigen Abschied von der Schulsozialarbeit in Oberasbach fortsetzen. Wer sie dort erleben möchte, kann sich im kürzlich erschienenen vhs-Programmheft für das Herbst-/Wintersemester noch für Kurse anmelden.

„Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen immer die anderen, seien es die Jugendlichen, die Mitglieder des Behindertenclubs oder auch die Beschäftigten der Stadt Oberasbach, die sie langjährig als Mitglied im Personalrat der Stadt Oberasbach vertrat“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber in einer kleinen Feierstunde zu ihrem Abschied, „für dieses großartige Engagement danken wir ihr und wünschen ihr, dass sie künftig mehr Zeit für sich selbst und ihre Familie findet. Alles Gute für die Zukunft!“

Ihre Tätigkeit in der Schulsozialarbeit wurde sehr geschätzt und in den letzten Jahren durch die Stadt weiter ausgebaut. Nachdem es diese zunächst nur in der Pestalozzi-Mittelschule gab, wurden in den letzten zwei Jahren eine entsprechende Halbtagsstelle für beide Grundschulen geschaffen und in diesem Jahr auf zwei Halbtagsstellen, eine für jede Grundschule, erweitert. Ihre Nachfolgerin in der Schulsozialarbeit an der Pestalozzi-Mittelschule wird die langjährige Mitarbeiterin des Jugendhauses OASIS Stephanie Lippert.

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