Sprungziele

Sicherheitsbericht 2023

  • Bürgerinfos

In der Stadtratssitzung vom 1. Juli berichtete die Dienststellenleiterin der PI Stein, Christina Hantke, über die aktuelle Kriminalitätsentwicklung für den Bereich der Polizeiinspektion und insbesondere für Oberasbach. Zur Dienststelle gehören Stein, Oberasbach und Roßtal. Die gute Nachricht zuerst. Der Landkreis Fürth ist weiterhin der sicherste Landkreis in Mittelfranken.

Während andernorts in Bayern die Anzahl der Straftaten anstieg, ist im Landkreis Fürth sogar ein leichter Rückgang von 2519 auf 2489 zu verzeichnen. Auch die Häufigkeitszahl liegt im Landkreis Fürth mit 2074 deutlich unterhalb des bayerischen Landeswertes von 4361 bzw. der Bezirkswertes für Mittelfranken von 4560. Dieser Wert rechnet die Anzahl der erfassten Straftaten auf eine Einwohnerzahl von 100.000 hoch und schafft damit als bundesweit gebräuchlicher Wert eine objektive Vergleichbarkeit, der die Kriminalitätsbelastung in Relation zur Wohnbevölkerung setzt. Oberasbach liegt hier mit 2352 (Vorjahr 2259) leicht oberhalb des Landkreises, aber immer noch unterhalb der Vergleichswerte aus Stein oder Zirndorf.

Innerhalb der PI Stein liegt Oberasbach ganz vorne im Hinblick auf die Aufklärungsquote. 73,5 % der erfassten Vergehen wurden 2023 aufgeklärt. Das macht Oberasbach zu keinem guten Standort für Kriminelle.

Ein Blick auf die einzelnen Deliktgruppen zeigt, dass sich Tötungsdelikte nicht ereignet haben. Der Anstieg der Sexualdelikte in Oberasbach von 3 bis 4 vor fünf Jahren auf 14 im Jahr 2023 ist der internationalen Zusammenarbeit von Strafverfolgungsbehörden und Kinderschutz-NGOs zu verdanken. Bei diesen Straftaten handelt es sich um Internetkriminalität im Sinne von Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten i.d.R. über Internet und Soziale Medien. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigende Straftaten wie Vergewaltigungen oder sexuelle Belästigungen im öffentlichen Raum waren in Oberasbach nicht zu verzeichnen.

Obwohl die Rohheitsdelikte (von 62 auf 72) zugenommen haben, ist die Anzahl der Körperverletzungen stabil geblieben, sowohl die einfachen als auch die gefährlichen Körperverletzungen. Zugenommen haben leider die Delikte der Nötigung im Bereich der häuslichen Gewalt.

Ein Anstieg der einfachen Diebstähle ist leider auch von 73 auf 108 zu verzeichnen. Die Anzahl der schweren Diebstähle blieb mit 33 konstant. Die Diebstähle sind insgesamt vor allem zwei Diebstahlserien zuzuschreiben. Ein Täter hat gezielt nach unverschlossenen Kfz gesucht und dann Gegenstände daraus entwendet. Bei einer anderen Serie sind Autoscheiben eingeschlagen worden und dann Diebstähle verübt worden. In beiden Serien konnten die Täter mit Hilfe von Zivilfahndern, Drohneneinsätzen und DashCams ermittelt werden. Darüber hinaus wurden verstärkt Diebstähle aus offenstehenden Garagen oder Car-Ports verübt. Von daher ergeht die Empfehlung an die Bevölkerung, Garagen geschlossen zu halten. Die Anzahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle liegt mit 10 Fällen wieder auf dem niedrigen Niveau aus der Vorcoronazeit 2019.

Die Anzahl der Fahrraddiebstähle ist von 28 auf 17 zurückgegangen, während jedoch die Anzahl der Ladendiebstähle von 34 auf 59 deutlich gestiegen ist. Hierzu merkte die Erste Polizeihauptkommissarin Hantke an, dass eine Auswertung der Ladendiebstähle im Jahr 2023 eine Zunahme von Lebensmitteln im Bereich des Diebesgutes ergeben habe, welche sich eventuell auf die Preissteigerungen zurückführen ließe.

Die Anzahl der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz von 52 auf 36 haben deutlich abgenommen. PI-Leiterin Hantke räumte aber auch ein, dass diese Entwicklung auch mit der geringeren Anzahl durchgeführter Kontrollen in Oberasbach im Zusammenhang stehen könne.

Die Anzahl der Sachbeschädigungen in Höhe von 38 (davon 7 im öffentlichen Raum) bleibt im Vergleich zum Vorjahr (36/8) konstant.

Im Hinblick auf die Unfallstatistik musste die PI Stein in Oberasbach zwar einen deutlichen Anstieg von 300 auf 326 verzeichnen. Erfreulich ist jedoch, dass der Anteil der Unfälle mit Personenschäden dennoch leicht gesunken ist (von 46 auf 44). Verkehrstote sind glücklicherweise nach wie vor nicht zu verzeichnen und die Anzahl der schwer Verletzten hat sich von 10 auf 5 halbiert. Konstant blieb die Anzahl der leicht Verletzten (von 46 auf 48). Leider ist es in 77 Fällen auch wieder zu Unfallfluchten gekommen, von denen aber 26 Fälle aufgeklärt wurden (gut 33%). Hauptunfallursachen sind nach wie vor das hohe Verkehrsaufkommen auf der Rothenburger Straße, überhöhte Geschwindigkeiten und zu geringer Abstand.

Obwohl sich die meisten Unfälle (93) auf der Rothenburger Straße ereigneten, gilt sie nicht als Unfallschwerpunkt. Diese gibt es weder in Oberasbach noch im Bereich der PI Stein.

Seit Corona hat der Radverehr deutlich zugenommen. Damit einhergehend ist auch ein Anstieg der Radunfälle festzustellen. Die Unfälle wurden in der Regel nicht durch den Kraftverkehr verursacht, sondern eine Vielzahl der Radunfälle ist auf Eigenverschulden zurückzuführen. Die Polizei empfiehlt auch hier den Radlern den Fahrradhelm zu nutzen, um massive Kopfverletzungen bei Stürzen zu vermeiden, und weist vor allem auf gegenseitige Rücksichtnahme hin.

In diesem Zusammenhang legt die Polizei weiterhin großen Wert auf Prävention und empfiehlt insbesondere auch Senioren Kurse zum Umgang mit E-Bikes und Pedelecs (Tipps für Senioren, die fit fürs Radfahren und auch für den Umgang mit dem Pedelec machen, finden Sie z.B. in dieser Broschüre des Polizeipräsidiums Mittelfranken). Zur Kriminalitätsprävention besuchen die Polizisten der PI Stein die Schulen in ihrem Dienstbereich und suchen den Dialog mit den Schülern. Zuletzt erfolgte auch eine gemeinsame Übung mit den Rettungsdiensten, um die Zusammenarbeit in Not- und Gefahrenlagen zu verbessern.

Ein Mitglied des Stadtrates fragte noch nach, wie sich die Situation rund um den Multifunktionsplatz am Rathaus im Hinblick auf Auto-Poser, Alkohol und Müllablagerungen entwickelt habe. „Wir hatten den Rathausplatz aus den o.g. Gründen als ‚gefährlichen Ort eingestuft“, erläuterte PI-Leiterin Christina Hantke. „u.a. auch durch unsere regelmäßigen Kontrollen und persönliche Ansprachen, wurde ein Weiterziehen der Poser-Szene erreicht und auch das Alkohol- und Müllproblem hat sich verbessert. Seit Beginn 2024 wird dieses Gebiet nicht mehr als gefährlicher Ort eingestuft, weil die derzeitige Kriminalitätsbelastung eine Verlängerung dieser Kategorie nicht gerechtfertigt hat.

„Haben sich aus der Unterbringung von Geflüchteten im Asbacher Hof tatsächliche Bedrohungslagen für unsere Kinder und Jugendlichen ergeben?“, wollte ein Mitglied des Stadtrates mit Hinweis auf die seinerzeit von Bürgern geäußerten Befürchtungen möglicher Belästigungen oder gar Gefährdungen von Kindern und jungen Sportlerinnen und Sportlern wissen. Das verneinte die Dienststellenleiterin. Es sei zu keinen Meldungen aus der Bevölkerung gekommen. Bei den wenigen Polizeieinsätzen in der Asylbewerberunterkunft im ehemaligen Asbacher Hof habe es sich in allen Fällen um Streitigkeiten unter den Geflüchteten gehandelt. Streitgrund war in der Regel der Zustand der Küche oder fehlende Rücksichtnahme beim gemeinsamen Wohnen.

Zusammenfassend hielt Christina Hantke fest, dass Oberasbach ein sicherer Ort zum Leben sei und die Polizeiinspektion Stein alles dafür tut, dass das auch weiterhin so bleibt.

Alle Nachrichten

De-Mail ermöglicht eine nachweisbare und vertrauliche elektronische Kommunikation. Zudem kann sich bei De-Mail niemand hinter einer falschen Identität verstecken, denn nur Nutzer mit einer überprüften Identität können De-Mails versenden und empfangen.

Wenn Sie uns eine De-Mail an die oben angegebene Adresse senden möchten, benötigen Sie selbst eine De-Mail-Adresse, die Sie bei den staatlich zugelassenen De-Mail-Anbietern erhalten.

Informationen, Erläuterungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Website www.de-mail.de des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Über Ihre konkreten Möglichkeiten, De-Mail für die Kommunikation mit Unternehmen und Behörden zu nutzen, informiert Sie www.de-mail.info.