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St. Lorenz braucht Hilfe

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  • Bürgerengagement

Seit über 800 Jahren ist die St. Lorenz-Kirche der Ort wichtiger Meilensteine im Leben vieler Menschen in unserer Stadt. Vielen Menschen war das Gebäude und das darin Erlebte Trost, Hoffnung und Hilfe. Jetzt braucht St. Lorenz selbst Hilfe - Ihre Hilfe!

Seit Jahren mehren sich die Risse in Putz, Mauerwerk und Balken. Die Schäden betreffen das Tragsystem der Fundamente, der Mauerwerke und auch Teile des Dachgebälks. Der Boden unter der Sakristei hat sich stark gesetzt. Die neuerliche Untersuchung durch den Statiker Gregor Stolarski hat nun ergeben, dass jetzt die Zeit ist zu handeln. Laienhaft könnte man sagen, das Mauerwerk der Kirche driftet auseinander und wird dadurch immer instabiler.

Was kann man dagegen tun?

„Im gesamten Tragsystem müssen umfangreiche Sanierungen durchgeführt, die Fundamente müssen unterfangen und die Mauern durch Verankerungen und Injektionen stabilisiert werden“, so der Statikerbericht. „Noch verfügt das Gebäude über eine ausreichende Verkehrs- und Standsicherheit.“

„Die im Juni vorgestellte Kalkulation weist Kosten in Höhe von 620.000 EUR aus,“ weiß Pfarrerin Alexandra Büttner. „Ein Betrag, den wir als Kirchengemeinde allein bei weitem nicht stemmen können.“

Als Alexandra Büttner Anfang 2024 als Pfarrerin nach Oberasbach kam, war ihr bewusst, dass in den nächsten Jahren Sanierungsarbeiten anstehen würden, dass es jedoch so dramatisch würde, war noch nicht abzusehen. Dennoch kämpft sie mit aller Kraft für die Kirche, die so vielen Menschen Heimat ist und in die sie sich seinerzeit spontan verliebt hatte.

Die Kirche hat Charme und Ausstrahlung

„Ich liebe die zurückhaltende Ausstattung, die vermeintlich kleine Kirche strahlt auf mich jeden Sonntag Geborgenheit aus. Die Mischung aus alt und neu hat Atmosphäre und wirkt heimelig“, beschreibt sie das Besondere an diesem Gotteshaus. Ernst fügt sie hinzu: „Ich möchte nicht die Pfarrerin sein, die in die Oberasbacher Geschichte eingeht, weil sie diese Kirche schließen muss.

Auch Ines Hundhammer, Mitglied des Kirchenvorstandes St. Lorenz, ist fest entschlossen. „Für viele Menschen ist diese Kirche über die Jahrhunderte hinweg ein Anker gewesen, in guten und in schlechten Zeiten, von der Wiege bis zur Bahre steht sie für Hoffnung, Glaube und Zuversicht. Aber auch für die Stadt Oberasbach in ihrer Gesamtheit ist sie ein Identifikationspunkt, wenn nicht sogar DAS Gesicht dieser Stadt.“

Die Stadt kann nicht helfen – Hoffen auf Spenden

In Gesprächen mit verschiedenen kirchlichen und zivilen Stellen lotet der Kirchenvorstand die Finanzierungsoptionen aus. Aufgrund der prekären Finanzlage der Stadt Oberasbach konnte Bürgermeisterin Birgit Huber zu ihrem großen Bedauern keine Unterstützung in Aussicht stellen. Die Höhe der Förderung durch die ev. Landeskirche in Bayern wird derzeit auch verhandelt. Anfragen für finanzielle Unterstützung liegen u.a. auch der Bayerischen Landesstiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bzw. dem Landesamt für Denkmalpflege sowie auch dem evangelischen Dekanat Fürth vor. Ob dort finanzielle Mittel locker gemacht werden können, werden die nächsten Monate zeigen. Sicher scheint nur, dass auch das nicht reichen wird.

Förderkreis gegründet – Mitglieder gesucht!

Ein eigens gegründeter Förderkreis entwickelt Ideen, Spendenaktionen, Konzerte, Veranstaltungsabende u.v.m.

Bereits am 14. September nimmt St. Lorenz zusammen mit dem Heimatverein Oberasbach an der bayernweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“ teil. An diesem Sonntag können Besucher um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr eine Führung durch St. Lorenz erleben. Simon Rötsch, Vorsitzender vom Heimatverein, und Gregor Stolarski wissen über Architektur, Geschichte und spannende Begebenheiten rund um St. Lorenz zu berichten.

Aus Anlass der Zusammenführung aller evangelischen Kirchengemeinden findet am 1. Adventswochenende rund um die Lorenzkirche ein Adventsmarkt statt, dessen Erlöse zu großen Teilen in die Kirchensanierung fließen sollen.

Spender und Sponsoren gesucht

„Der Förderkreis ist gerade erst gegründet und noch ausbaufähig“, so Alexandra Büttner, „jede und jeder mit guten Ideen, Tatkraft und Ausdauer ist herzlich willkommen. Aber natürlich suchen wir auch alle, denen unsere Kirche St. Lorenz am Herzen liegt und die bereit sind, dieses wichtige Vorhaben finanziell zu unterstützen, sei es als Sponsor oder als Spender in jeder Größenordnung. Vergelt’s Gott!“

Kontakt: Pfarrerin Alexandra Büttner, Tel. 0911 692141, E-Mail alexandra.buettner@elkb.de

Spendenkonto IBAN DE80 7625 0000 0190 1401 37

Pfarrerin legt Hand auf Wand
Kirche vor blauen Himmel und grünen Bäumen
Dir werd ich helfen
Blick in den Innenraum von der Empore zum Altar
Riss in der Decke
Ausschnitt einer Liedertafel; daneben ein Spalt im Gebälk
Ines Hundhammer, Mitglied des Kirchenvorstandes St. Lorenz, in gepunkteter Bluse
Loch im Putz
zwei Wände in desolatem Zustand
Wand mit mehreren Rissen in voller Höhe
Außenwand mit Rissen im Putz
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