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Stell Dir vor, es ist Schule und jeder will hin

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Präsentation vor zahlreichen Zuschauern
Bürgermeisterin Birgit Huber während ihrer einleitenden Worte, links im Bild Karin Doberer von der LernLandschaft.

„Neues Lernen braucht neue (Denk)Räume“ – unter dieses Motto stellte Frau Karin Doberer ihren Impulsvortrag zum Auftakt des Konzeptionsprozesses zur Errichtung des neuen Pestalozzi-Schulzentrums am 5. Oktober vor rund 70 interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der Sporthalle der Mittelschule.

Dass das Pestalozzi-Schulzentrum seinen Zenit deutlich überschritten hat, ist hinlänglich bekannt. Nicht mehr wirtschaftlich zu behebende Baumängel, nicht vorhandene Barrierefreiheit und auch unzureichender Brandschutz in den Schulgebäuden haben den Stadtrat dazu veranlasst, einen vollständigen Neubau für die beiden Schulen zu beschließen.

Doch zu Beginn des Planungsprozesses stehen erst einmal viele Fragen: was soll die neue Schule denn überhaupt leisten, was soll sie können und welche Möglichkeiten soll sie den Kindern und Jugendlichen eröffnen? Und das nicht nur heute und morgen, sondern auch noch in 30, 40 oder 50 Jahren.

Aus diesem Grund hat die Stadt ein Beteiligungsverfahren in die Wege geleitet, in dem sich die betroffenen Menschen einbringen können. Bevor die Architekten den ersten Federstrich zeichnen, sollen die o.g. und viele weitere Fragen erst einmal geklärt und gemeinsam Ideen entwickelt werden. Dafür konnte mit Karin Doberer von der LernLandschaft® ein kompetenter Partner gewonnen werden, der seit mehr als 20 Jahren innovative Schulkonzepte unter Beteiligung von Lehrkräften, Eltern, Bevölkerung, Politik und Verwaltung erarbeitet und umsetzt.

„Schule steht vor großen Herausforderungen“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber in ihren einleitenden Worten. „Unsere Gesellschaft tut gut daran, alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern.“

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel, so ergänzte Frau Doberer, könne es sich unsere Gesellschaft sogar nicht einmal mehr leisten, Schülerinnen und Schüler während ihrer bis zu 13-jährigen Schullaufbahn an irgendeiner Stelle zu verlieren, weil Schule nicht die richtigen Bedingungen für individuelles Lernen bereitgestellt habe.

Schule ist ein sozialer Marktplatz

Die Bedeutung der Schule habe sich geändert. Schule ist schon immer ein Platz der Erlangung von Sach– und Sozialkompetenzen gewesen. Aber letzteres gelte inzwischen sogar mehr als in der Vergangenheit, weil es für viele Kinder und Jugendliche zu dem sozialen Marktplatz in ihrem sonst häufig virtuellen Leben geworden sei. Hier ist der Platz der Diskussion, der kommunikativen Entwicklung, des Kompromisse Findens, hier treffen unterschiedliche gesellschaftliche Milieus aufeinander und lernen miteinander umzugehen. Die Schule erfüllt heute auch eine gesellschaftliche Funktion, die früher vielleicht auch ein Wirtshaus im Dorf erfüllt hat, das es heute leider nicht mehr gibt.

Auch darauf muss Schule heute eingestellt und ausgerichtet sein.

Wie soll Schule die Jugendlichen auf diese Welt vorbereiten, wenn überall in der Welt der Wandel allgegenwärtig ist, nur nicht in der Schule oder zumindest nicht im gleichen Tempo wie in der Welt?

Dazu möchte der nun begonnene Konzeptionsprozess einladen. Die neue Schule soll eine Lernumgebung schaffen, die motiviert, die individuelle Lernformen unterstützt, die Räumlichkeiten bietet, die es Schülern ermöglicht in ihrem Lerntempo voranzugehen, die jedem eine Bühne bietet, zu zeigen, was er oder sie schon kann. Warum sollen Kinder ab sechs Jahren zur gleichen Zeit das gleiche Lernen? Kann denn jedes Kind auch zur gleichen Zeit Fahrradfahren oder Schwimmen?

Architektur folgt Pädagogik

Die Architektur muss dem pädagogischen Konzept folgen und nicht umgekehrt. Dazu ist ein Paradigmenwechsel erforderlich, der Mut und Konsequenz erfordert. Dazu haben die Beteiligten in den folgenden Workshops nun die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen. Gedankliche Mauern sollen eingerissen werden und nicht in Hindernissen, sondern in Lösungen gedacht werden.

Zunächst einmal steht die Welt nun für alles Denkbare offen. Könnte es vorteilhaft sein, Logopädie oder Ergotherapie in den Campus zu integrieren? Natürlich werden vielen Ideen im Laufe des Prozesses auch wieder Grenzen gesetzt sein, sei es baulicher oder finanzieller Art, aber nur wenn man zu Beginn mutig und offen losläuft, kann am Ende ein optimales Ergebnis erreichen.

Die fachbezogenen Workshops finden in den nächsten Wochen statt und wir werden sowohl auf unserer Homepage als auch wieder in unserem Mitteilungsblatt „Infos für alle“ über die weiteren Entwicklungen berichten.

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