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Trauer um Pfarrer Hermann Spies

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Pfarrer Hermann Spies im Messgewand während eines Gottesdienstes
Pfarrer Hermann Spies (1926 - 2022)

Die Stadt Oberasbach trauert um ihren Ehrenbürger und den langjährigen Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Johannes Hermann Spies, der am 2. Februar im Alter von 95 Jahren in seinem Heimatort Auerbach verstorben ist.

Mehr als 40 Jahre hat Pfarrer Hermann Spies in Oberasbach gewirkt und bis heute, auch mehr als 20 Jahre nach seiner Pensionierung, deutliche Spuren in unserer Stadt hinterlassen.

Geboren 1926 in Auerbach, wurde er nach Kriegseinsatz, Gefangenschaft und erfolgreichem Abschluss seines Philosophie- und Theologiestudiums 1954 im Bamberger Dom zum Priester geweiht und trat anschließend seine Stelle als Kaplan der katholischen Pfarrei St. Josef in Zirndorf an, die zu der Zeit auch die katholischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Oberasbach betreute. Von da an ließ ihn Oberasbach bis zu seiner Pensionierung und auch darüber hinaus nicht mehr los.

Aber Hermann Spies kümmerte sich von 1954 bis 1959 als Kaplan nicht nur um das seelsorgerische Wohl der Katholiken in Oberasbach, sondern hatte auch das körperliche Wohl der Menschen im Auge und blickte über den katholischen Tellerrand hinaus. 1956 war er Initiator der Gründung der DJK Oberasbach. Zu der Zeit eigentlich ein katholischer Sportverein, war die DJK bereits damals offen für alle Menschen, die gemeinschaftlich Sport treiben wollten. Diese Initiative stellte schon eine besondere Leistung um das Wohl der damaligen Gemeinde und heutigen Stadt Oberasbach dar.

Tatkräftig, pragmatisch und gradlinig

1965 entstand aus der Muttergemeinde St. Josef in Zirndorf die eigenständige Pfarrei St. Johannes und Hermann Spies wurde ihr erster Pfarrer.  Mit großer Tatkraft trieb er die Entwicklung der Pfarrei voran und begann mit den Planungen für eine neue Kirche mit Pfarrzentrum. Zwischen 1972 und 1975 wurde das neue Pfarrzentrum errichtet und im Oktober 1975 eingeweiht. Nachdem die Gottesdienste bis dahin in der heutigen DJK-Halle stattgefunden hatten, fand die Gemeinde nun eine neue Heimat. Das Pfarrzentrum war damals und ist auch heute noch ein Ort der Begegnung, der immer schon auch anderen Gruppen und Initiativen offenstand. Die überkonfessionelle und pragmatische Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchengemeinden war ihm immer wichtig.

Darüber hinaus war ihm auch die weitere Ausgestaltung der Kirche bis zu seiner Pensionierung ein großes Anliegen. Unter anderem gehen die Anschaffung der großen Orgel, des sehenswerten Glasfensterzyklus in der Hauptkirche und auch die Buntglasfenster in der Marienkapelle auf seine Initiative zurück.

Daneben sind auch seine vielfältigen Initiativen und Ideen zu würdigen, die auch heute noch gelebter Brauch in der Pfarrei sind: Fußwallfahrten nach Gößweinstein, Maiandachten im Steinbrüchlein, die überaus erfolgreiche Sternsingeraktion, der Martinimarkt und auch der Kindergarten, heute katholische Krippe und Kindergarten St. Johannes. Alle diese Aktionen und Institutionen stehen für konfessions- und religionsübergreifende Offenheit und sind damit ein Baustein für Gemeinschaft in unserer Stadt. Das sind Errungenschaften, die weiterleben.

2000: Verleihung der Ehrenbürgerschaft

Für sein langjähriges Engagement für diese Stadt hatte der Stadtrat in seiner Sitzung vom 17. Juli 2000 beschlossen, Herrn Pfarrer Hermann Spies, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Oberasbach zu verleihen und sein Wirken zu würdigen.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 2001 zog sich Hermann Spies in seinen Heimatort Auerbach zurück, wo er bis zu seinem Tode gemeinsam mit seiner Schwester lebte.

Die Stadt Oberasbach trauert um eine große Persönlichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger werden ihn als gradlinigen, tatkräftigen und offenen Menschen und Seelsorger in Erinnerung behalten.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Beisetzung findet am Mittwoch, 9. Februar, in Auerbach statt. Aus diesem Anlass hat die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber am Mittwoch Trauerbeflaggung am Rathaus in Oberasbach angeordnet.

ab 10.00 Uhr Aufbahrung in der Pfarrkirche

13.30 Uhr Rosenkranz,

14.00 Uhr Requiem (es gilt vorraussichtlich 3G mit Maske) und anschließende Beisetzung am Friedhof

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