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Wege zu ökologisch wertvollen und klimaangepassten Bächen

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  • Nachhaltigkeit, Umwelt & Klima

Beim 16. Gewässer-Nachbarschaftstag der Landkreise Fürth und Erlangen-Höchstadt am 8. Oktober 2025 in Oberasbach ging es darum, das Bewusstsein für ökologisch wertvolle und klimaangepasste Bäche zu schärfen.

„Der Asbachgrund ist uns als unsere grüne Mitte sehr wichtig – wir haben ihn sogar in unserem Stadt-Logo verewigt. Seit 2011 haben wir einen Masterplan zur Entwicklung des Asbachgrunds zu einer renaturierten, ökologisch wertvollen Parklandschaft. Damals fand der Gewässer-Nachbarschaftstag schon einmal in Oberasbach statt. Ich freue mich, dass dieses Forum nun bereits zum zweiten Mal bei uns ist“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber bei ihrer Begrüßung am Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach. Und weiter: „Ökologische Bäche sind Lebensadern unserer Natur. Sie bieten nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern tragen auch zur Verbesserung des Mikroklimas bei.“ 

Im Rahmen des Gewässer-Nachbarschaftstags wurden Vorträge und Informationen angeboten, die sich mit der Bedeutung von Bächen für die Biodiversität und Klimaanpassung beschäftigen. Experten des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg stellten konkrete Maßnahmen vor, die sich zur Renaturierung und Pflege der Gewässer eignen. Nachmittags gab es für die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Exkursion unter Leitung von Marco Wolfstädter zu renaturierten Abschnitten des Asbachs – auch Kreuzbach genannt. Der Tiefbauamtsleiter der Stadt Oberasbach hatte zuvor bei seinem einführenden Kurzvortrag erläutert, dass vor den Renaturierungsmaßnahmen der Gewässerlauf komplett begradigt und befestigt gewesen sei. „Es gab keine Ufergehölze oder sonstige gewässertypischen Pflanzen, kaum bis gar keine Tierarten am oder im Bachlauf, keinen Weg für die Naherholung, dafür Ackerflächennutzung bis an die Gewässerböschung." Als gelungene Beispiele stellte Wolfstädter die Renaturierung an der Sattlerwiese und am „Biotop“ in Rehdorf vor: „Bei dem Biotop ist für Laien gar nicht erkennbar, dass es sich hier um ein technisches Bauwerk handelt, nämlich ein Regenüberlauf- und ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem stattlichen Volumen von 11.200 Kubikmetern.“ 

Marco Wolfstädter konnte außerdem verraten, dass der Zuwendungsbescheid für den nördlichen Teil der Lohbauerwiese nun vorliege. „Wenn wir die restliche Finanzierung klären können, ist ein Beginn der Umsetzung im kommenden Frühjahr möglich. Die Renaturierungsmaßnahmen sollen wie auch bisher im Einklang mit der Landwirtschaft erreicht werden.“ Auf dem südlichen Teil der Lohbauerwiese wurden Ende 2021 etliche Streuobstbäume gepflanzt. Der nördliche Teil soll nun in enger Kooperation zwischen der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes, der Stadt Oberasbach und dem „Wasser- und Bodenverband Asbachgrund“ naturnah umgestaltet werden. Das Gelände des bereits aufgelösten Spielplatzes an der Bachstraße wird dann zum einladenden Zugang zu der geplanten parkähnlichen Auenlandschaft.

Die Veranstaltung wird regelmäßig vom Nachbarschaftsberater Gunther Haas, Leiter Flussmeisterstellen Nürnberg und Rothsee, in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg organisiert und richtet sich an alle Kommunen und Verbände, die sich mit der Gewässerunterhaltung befassen. Vertreter aus zahlreichen Kommunen und Landratsämtern werden hier zusammengebracht, um gemeinsam Lösungen für die Wiederherstellung, den Erhalt und die Pflege dieser wichtigen Lebensräume auszutauschen. Auch der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e.V. war an diesem Mittwoch dabei. „Wir möchten Sie ermutigen, sich aktiv für den Schutz Ihrer Bäche einzusetzen. Jeder kann einen Beitrag leisten, um unsere Gewässer naturnah zu entwickeln“, so der Appell von Gunther Haas.

Hintergrund:

Die Gewässer-Nachbarschaften sind ein Netzwerk auf der Ebene der Landkreise. Engagierte und erfahrene Gewässer-Nachbarschaftsberaterinnen und -berater führen jährlich Gewässer-Nachbarschaftstage rund um die Themen naturnahe Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz durch. Praktiker aus Kommunen und Verbänden nehmen daran teil. Die Gewässer-Nachbarschaften Bayern werden vom Bayerischen Umweltministerium und den kommunalen Spitzenverbänden getragen und durch die Wasserwirtschaftsämter bzw. in deren Auftrag durchgeführt. Das Landesamt für Umwelt koordiniert die Arbeit der Gewässer-Nachbarschaften und der über 50 Beratenden. Mehr Infos: www.gn-bayern.de

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