Wenn aus einem Straßenfest ein Großeinsatz wird
Mitte Oktober übten die Feuerwehr Oberasbach und das BRK im Altort den Ernstfall. Bei der Großübung trainierten 70 Einsatzkräfte das Zusammenspiel verschiedener Organisationen anhand eines realistischen Unfallszenarios.
Das Szenario: Ein Unfall mit vielen Verletzten
Ein Autofahrer erleidet während eines Straßenfestes einen medizinischen Notfall und fährt in eine Menschenmenge. Ein Radfahrer wird erfasst, weitere Personen stürzen zu Boden. Schließlich kippt ein weiteres Auto durch den Zusammenstoß auf die Seite. 25 Mimen und sechs Übungspuppen stellten Verletzte mit unterschiedlichen Verletzungsmustern dar.
Die Erstversorgung und Rettung
Die Einsatzkräfte mussten sich zunächst einen Überblick verschaffen, Gefahren erkennen und entscheiden, wer zuerst Hilfe benötigt. Bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MAN) sind eine strukturierte Sichtung, die Koordination der Rettungsmittel und eine zuverlässige Kommunikation besonders wichtig. Während der Rettungsdienst die Verletzten sichtete und versorgte, übernahm die Feuerwehr unter anderem die technische Rettung aus den verunglückten Fahrzeugen.
Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg
Neben der Feuerwehr und dem BRK Oberasbach beteiligten sich der Rettungsdienst, die Sanitätseinsatzleitung (San-EL), ein Notarzt, die Integrierte Leitstelle Nürnberg, die Polizeiinspektion Stein, die Kreisbrandinspektion und die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Alle Beteiligten mussten ihre Maßnahmen koordinieren, Informationen austauschen und Abläufe aufeinander abstimmen.
Vorbereitung und Auswertung
Die Übung war monatelang vorbereitet worden. Dazu gehörten die Planung des Szenarios, die Abstimmung der Abläufe sowie die Organisation und Betreuung aller Mitwirkenden. Unter realitätsnahen Bedingungen konnten die Einsatzkräfte ihre Zusammenarbeit erproben, Erfahrungen sammeln und mögliche Verbesserungen erkennen.
Die Feuerwehr Oberasbach bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen, Einsatzkräften, Mimen, Helferinnen und Helfern sowie allen weiteren Unterstützenden. Denn im Ernstfall zählt jede Minute – und das Zusammenspiel aller, die helfen.




