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Wie will ich im Alter wohnen?

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  • Senioren
Grafik in freundlichen Farben mit einem alten Mann und einer alten Frau auf einem Sofa, umgeben von Pflanzen und Familienbildern an der Wand

Immer mehr Menschen in Oberasbach machen sich Gedanken darüber, wie sie im Alter wohnen möchten. Das ist eines der positiven Ergebnisse aus unserer Umfrage „Wohnen im Alter“. In diversen Workshops werden u.a. Stadtverwaltung, Stadtrat, Stadtseniorenrat und Quartiersmanagement über die weiteren Schritte beraten.

324 Personen haben teilgenommen, vornehmlich im Alter von 60 bis 85 Jahren, von denen rund die Hälfte derzeit wenigstens zu zweit wohnen und nur ein Drittel allein leben. Das Bewusstsein über die eigene Wohnsituation scheint sehr ausgeprägt und 72% der Befragten schätzen ihre derzeitige Wohnsituation als nicht bedarfsgerecht für ihr Leben im Alter ein. Obwohl rund 71% der Teilnehmer im Eigenheim leben und nur ein Viertel zur Miete, kommt jedoch ein bedarfsgerechter Umbau zeitnah oder später nur für weniger als ein Drittel infrage. Entsprechend gering ist die Nachfrage nach dahingehenden Beratungsangeboten (23%). Dabei könnte eine Beratung durchaus pragmatische Hinweise für den Alltag geben, da manchmal bereits mit kleinen Maßnahmen große Wirkungen erzielt werden können.

Unterstützung durch Pflegedienste, Verwandte und Nachbarn

Es ist nicht überraschend, dass sich die Hälfte der Teilnehmer wünscht, auch weiterhin in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können. Mögliche Einschränkungen möchten sie durch Unterstützung von Pflegediensten kompensieren, 32% auch durch Hilfe von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn. 

Allerdings ist auch eine große Bereitschaft festzustellen, im Alter umzuziehen. Ein Pflegeheim findet dabei erwartungsgemäß die geringste Zustimmung (17%), während für viele ein Umzug in ein Mehrgenerationenprojekt (36%) oder in eine Seniorenwohngemeinschaft (38%) ernsthafte Alternativen sind. Den Umzug in eine bedarfsgerechte und barrierefreie Wohnung können sich 43% gut vorstellen. Wunschvorstellung Nr. 1 ist mit 52% ein Umzug in eine Wohnanlage für ältere Menschen mit variablen Serviceangebot (betreutes Wohnen). Bei all diesen Antworten bleiben die finanziellen Aspekte der diversen Lösungen zunächst einmal unberücksichtigt.

Alternative Wohnformen sind beliebt

Es bleibt festzuhalten, dass der Bekanntheitsgrad „alternativer Wohnformen“ zugenommen hat. Bei der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Ideen kann die Stadt gerne beratend zur Seite stehen. Grundsätzlich sind bereits zahlreiche Beratungsangebote zum Thema „Wohnen im Alter“ insbesondere im Quartiersmanagement (Treffpunkt Alte Post) vorhanden.

Aber nicht nur die eigene Wohnung ist für die künftigen Senioren wichtig, auch die Teilhabe am öffentlichen Leben spielt eine große Rolle. Wie kann man auch im Alter mobil sein und alle wichtigen Orte in Oberasbach gut erreichen? Die Erreichbarkeit vieler Geschäfte und Arztpraxen etc. wird schon als gut bezeichnet, eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs steht dennoch bei vielen auf der Wunschliste ganz oben (31%). Aspekte wie direkte Anbindungen, Taktungen, und barrierefreie Bushaltestellen sind dahingehend künftig besonders zu erörtern. Mit der neuen U-Bahn in Gebersdorf werden auch die Busanbindungen neu strukturiert, insbesondere die angedachte Ringbuslinie in Oberasbach mit Anbindung des Hans-Reif-Sportzentrums und des eCenters an der Rothenburger Straße eröffnen neue Möglichkeiten. 

Während fast ein Viertel „gut zurechtkommt und zufrieden ist“ im Hinblick auf die Unterstützungsformen in unserer Stadt, wünschen sich ebenso viele mehr barrierefreie und vor allem bezahlbare Wohnungen und mehr Unterstützung im Haushalt oder Fahrdienste. Mehr als 35% der Teilnehmer vermissen Kapazitäten in Seniorenheimen und betreutem Wohnen in Oberasbach.

Personalmangel ist ein Hauptproblem

Allerdings ist derzeit das fehlende Personal der hauptsächliche Flaschenhals. Sowohl bei den unterstützenden Dienstleistungen als auch im Pflegesektor. Im letzteren mussten bereits Pflegebetten abgebaut werden, weil der Personalschlüssel in den Einrichtungen nicht sichergestellt werden konnte.

Derzeit verfügt Oberasbach über 215 Pflegebetten. Eine Unterdeckung besteht vor allem auch im Bereich der Kurzzeitpflegeplätze. Dort ist gerade im Landkreis ein Mangel an rund 10 Plätzen festzustellen. Betreutes Wohnen ist tatsächlich im Landkreis auch kaum vorhanden, bereits bestehende Anlagen in Oberasbach wurden teilweise von den privaten Betreibern aufgrund mangelnder Rentabilität wieder in Wohnungen umgewandelt.

Insgesamt danken wir den Mitwirkenden an dieser Umfrage für das umfangreiche Input, das wir auf diese Weise erhalten haben. Nicht nur Aspekte der unmittelbaren Wohnsituation müssen künftig diskutiert und priorisiert werden, sondern auch weitergehende Aspekt wie soziale Angebote, Möglichkeiten der wohnortnahen Grundversorgung aber auch Maßnahmen zur Klimaanpassung sind für ältere Mitbürger sehr wichtig, um gerade im Sommer bei steigenden Temperaturen gut zurechtzukommen.

Die Umfrage war nur der Anfang, nun sollen weitere Schritte folgen, über die wir auf unseren Mitteilungskanälen weiter informieren werden.

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