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Der Kirchenweg gestern und heute

Der Kirchenweg in den 30er-JahrenFoto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.

Es war ein weiter Weg für die Oberasbacher evangelische Gemeinde zur Zirndorfer Kirche St. Rochus. Bis 1961 zählten die Orte Altenberg, Kreutles, Neumühle, Oberasbach, Unterasbach und Rehdorf nämlich zur dortigen Pfarrei, die ursprünglich "von alters her" dem Domstift Eichstätt gehörte, ebenso wie die Altenberger Burg. Alle Trauungen, Taufen und Beerdigungen der genannten Dörfer fanden im benachbarten Zirndorf statt. Dabei nutzten die Kirchenbesucher aus Unterasbach und Kreutles für ihren Gang zum Gottesdienst die kürzeste Verbindung: Zunächst ging es von Unterasbach aus durchs sogenannte Gängle, danach weiter auf dem schmalen Pfad, dem heutigen Kirchenweg. Nach der Querung der Rothenburger Straße führte der Zirndorfer Weg über den Bibertgrund nach Zirndorf.

Erst ab den 1960er-Jahren wurden nach und nach die Pfarrkirchen St. Lorenz in Oberasbach (1961), St. Stephanus in Unterasbach (1963) und zuletzt St. Markus in Altenberg (1972) zu eigenen Pfarreien erhoben. Von nun an fiel der Gang zum Gottesdienst für die evangelischen Kirchgänger bedeutend kürzer aus. Einzig der Straßenname erinnert heute noch an diese Zeit.

Vom Relikt aus Kriegstagen zum modernen Hort

alle Fotos: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.

Viele Jahre noch nach 1945 führte der Weg zur Kirche die Oberasbacher an der ehemaligen Flakbaracke vorbei. Zu Kriegszeiten nämlich war auf den Feldern am Kirchenweg ein Luftabwehrzentrum eingerichtet, um die von Westen und Südwesten Richtung Nürnberg kommenden feindlichen Bomberverbände abzuwehren. Nach Kriegsende wurde eine der Baracken zum Wohngebäude mit Gartenlaube umgestaltet. 2015 begannen auf diesem Grundstück die Bauarbeiten für den neuen Hort am Kirchenweg.

Moderner Kinderhort neben Schule

2017 konnte Bürgermeisterin Birgit Huber den neuen, ebenerdigen Hort mit einer Nutzfläche von fast 1.000 Quadratmetern an die AWO als Träger übergeben. Mit dieser großzügigen und modernen Einrichtung auf einem Areal direkt neben der Grundschule wurden Betreuungsmöglichkeiten für rund 100 Kinder geschaffen.

Die Grundschule Altenberg

Heute liegt der Kirchenweg inmitten einer ruhigen Wohnsiedlung abseits der befahrenen Hauptverkehrsstraßen. Hier hat seit 1972 die Grundschule Altenberg ihren Platz gefunden. Bis dahin waren die Schulkinder direkt an der Rothenburger Straße beheimatet, am heutigen Standort des Sparkassen-Gebäudes. Einen eigenen Schulsprengel bekamen die Orte Altenberg, Kreutles und Neumühle erst nach dem Antrag der Gemeindeverwaltung Oberasbach an das Königliche Bezirksamt Fürth im Jahre 1898 zugesprochen. Am 1.11.1901 erfolgte dann die Einweihung der Grundschule Altenberg an der Rothenburger Straße. Die Schule wurde 1961 noch einmal renoviert, bevor das Gebäude wenige Jahre später an die Sparkasse verkauft und schließlich 1975 abgerissen wurde, um einem Neubau Platz zu machen.

Heute werden an der GS Altenberg etwa 300 Schülerinnen und Schüler in 13 Klassen unterrichtet.

Und so gerne die Oberasbacher Kinder auch "ihre" Schule am Kirchenweg besuchen, so sehr freuen sie sich sicherlich jetzt schon auf die nahenden Sommerferien. Wir wünschen allen Schulkindern und ihren Familien erholsame Wochen, wo auch immer es sie in dieser Zeit auch hinführen mag!

Die Schule in Altenberg aus dem Jahr 1901 ...
Foto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.
... vor der "Renovierung" 1961
Foto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.
So sah die Altenberger Schule vor dem Abbruch 1975 aus.
Foto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.
Die Baustelle am Kirchenweg 1971/72
Foto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.
Der Eingang zur Grundschule am Kirchenweg 1996
Foto: (c) Heimatverein Oberasbach e.V.
Die Grundschule Altenberg 2013
Foto: (c) Ulla Drechsler

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