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Der weibliche Zyklus im Ausdauersport

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  • Nichtstädtische Veranstaltungen
Ein Paar blau-pinke Sportsneaker
Trainingspläne für Frauen können effektiver sein, wenn der Einfluss des weiblichen Zyklus einbezogen wird.
(c) vhs Oberasbach & Roßtal

Laufen wirkt sich als effektiver Ausdauersport positiv auf Körper und Seele aus. In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Frauen davon profitieren, wenn sie bei der Gestaltung ihrer Trainingspläne Rücksicht auf ihren persönlichen Zyklus nehmen. Wie sich das monatliche Auf und Ab der Hormone auf das Training auswirken kann und wie man dieses Wissen nutzt, erklärt ein versierter Lauftrainer am 26. Januar in einem Vortrag der vhs Oberasbach & Roßtal.

Der weibliche Zyklus hat einen großen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Dabei gehen die Erkenntnisse der Sportwissenschaft inzwischen weit über die frühere Auffassung hinaus, dass Frauen während Ihrer Tage aufgrund von Schmerzen „nicht trainierbar“ seien. So wurde in den letzten Jahren unter anderem herausgefunden, dass insbesondere im Bereich des Krafttrainings ein zyklusangepasstes Training zu einer besseren Leistungsentwicklung führt. In anderen Trainingsbereichen steht die Forschung noch am Anfang. Was sich jedoch überall zeigt: Ein zyklusangepasstes Training fördert die langfristige Gesundheit von Frauen (auch nach dem aktiven Sportlerinnendasein) und die Gefahr von Verletzungen kann verringert werden. Darüber hinaus hat es einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit, wenn Frauen mit statt gegen ihren natürlichen Zyklus trainieren.

Bestätigt werden diese Erkenntnisse im Triathlontraining der Profis: hier erhält das zyklusangepasste Training einen immer höheren Stellenwert. Der Referent Jonas Baumgartner konnte in den letzten Jahren Erfahrungen im zyklusangepassten Training sammeln. „Es hat sich gezeigt, dass alle Frauen, die nach Ihrem Zyklus trainiert haben eine positive Leistungsentwicklung zeigten, sich selbst besser verstanden haben und frustrierende Trainings der Vergangenheit angehörten“, berichtet er.

Im Amateursport ist der Zugang zu Informationen rund um das Training von Frauen genauso bedeutsam, jedoch noch sehr begrenzt. Der Vortrag richtet sich daher an Läufer:innen, Triathlet:innen, Trainer:innen und alle anderen Interessierten.

Jonas Baumgartner ist seit 2022 Referent an der vhs Oberasbach & Roßtal. Der Jurist ist bereits seit 2017 ehrenamtlicher Leichtathletik-Trainer, Laufcoach und Motivationstrainer. Er besitzt eine Trainer-C-Lizenz Leistungssport mit Schwerpunkt Leichtathletik. Erfahrungen sammelte er unter anderem bei der Regensburger Leichtathletik-Gemeinschaft Telis Finanz und im Team des Hochschulsports.

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