„12 Ideen für eine Bücherei“

Auf Initiative der Stadtverwaltung war Diplom-Bibliothekar Matthias Kluge am 4. Oktober zu Gast im Kulturausschuss und zeigte in seiner prägnanten Präsentation anhand von ausgewählten Beispielen auf, welche verschiedenen Konzepte modernen Büchereien zugrunde liegen können. Eingangs betonte er die große Bedeutung, die öffentliche Büchereien innerhalb der Kommunen haben.
Matthias Kluge arbeitet bei der Landesfachstelle Nürnberg des Bayerischen Bibliotheksverbands, dessen Mitglied die Stadt Oberasbach seit vielen Jahren ist. Er berät und unterstützt öffentliche Büchereien auch in Veränderungsprozessen.
Nachdem der Stadtrat im Mai die Auslagerung der Oberasbacher Bücherei aus dem Rathaus beschlossen hat, steht die Frage nach der Zukunft der Bücherei im Raum. Das betrifft sowohl die räumliche Situation als auch die inhaltliche Ausrichtung.
Dazu läuft noch bis Ende Oktober eine Nutzerbefragung, an der erfreulicherweise bereits über 370 Personen teilgenommen haben. „Wir erhoffen uns nach der Auswertung der Ergebnisse eine Art Stimmungsbild, was unsere Kunden sich für ihre Bücherei der Zukunft wünschen“, gibt sich Büchereileitung Edith Backer zuversichtlich.
Konzepte müssen zur Kommune passen
Konzepte gibt es viele, sie reichen von einer Seite bis über 100, erläuterte Matthias Kluge, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind speziell auf die Kommune und ihre jeweiligen Bedürfnisse und Gegebenheiten zugeschnitten. So sind die vorgestellten Beispiele auch ein bunter Querschnitt durch das, was alles möglich ist und sich Bücherei nennen darf. Die meisten Beispielbüchereien befinden sich im Bereich Mittelfranken. Die dortigen Kommunen wurden von der Landesfachstelle bei der Konzeption und Umsetzung unterstützt und begleitet.
Von klein bis groß …
… reicht die Spannweite der Beispiele: So gibt es sowohl eine mobile Bibliothek zu bestaunen, die nur aus einem Lastenfahrrad besteht (Alzenau), Bibliotheken unter einem bestimmten Motto wie die Fairtrade-Bibliothek bei den Nachbarn in Roßtal als auch – als Ausblick sozusagen - futuristische Konzepte wie im Bibliotheks-Vorreiterland Dänemark.
Erste Bürgermeisterin Birgit Huber freute sich über den tollen Input für sich selbst und das Gremium und bedankte sich für die Gelegenheit, einen Eindruck von der Vielfalt der Bibliothekslandschaft zu gewinnen.
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