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Drei Bürgermedaillen verliehen

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Jahrzehntelanges Engagement für ein vereintes Europa: Im Rahmen des Empfangs zu „30 Jahren Stadt Oberasbach“ verlieh Erste Bürgermeisterin Birgit Huber am 26. April 2024 im Festzelt am Rathaus die Bürgermedaille, die nach der Ehrenbürgerwürde zweithöchste Auszeichnung der Stadt, an Gerd Holzammer, Jean François Durand und Jacek Pilawa. Im Anschluss trugen sich die drei Geehrten ins Goldene Buch der Stadt ein. Zuletzt wurden 2018 Friedhelm Laaß und Heiner Scharrer mit der Bürgermedaille gewürdigt.

„Städtepartnerschaften sind Brückenpfeiler im zusammenwachsenden Europa. Bei uns in Oberasbach haben sie eine ganz wichtige Dimension“, erklärte Birgit Huber einleitend. Die Stadt Oberasbach pflegt mit ihrem Kulturverein freundschaftliche Beziehungen zu Niederwürschnitz im Erzgebirge, zum polnischen Oława, zu einem Zusammenschluss aus zehn Gemeinden im französischen Limousin und Riolo Terme in Italien. Jedes Jahr bietet der Kulturverein mehrere Begegnungsfahrten an. Ebenso organisiert er bei den regelmäßigen Besuchen aus den Partnerstädten ein gemeinsames Kultur- und Unterhaltungsprogramm und die Unterbringung der Gäste. Auch der Jugendaustausch auf internationaler Ebene und allgemein die Förderung von Kultur und Völkerverständigung sind wichtige Anliegen der rund hundert Mitglieder des gemeinnützigen und parteipolitisch unabhängigen Kulturvereins. Viele internationale Freundschaften sind so entstanden, fast schon legendär sind das Bierfest in Thouron, die Delikatessen-Stände der Partnerstädte auf dem Oberasbacher Weihnachtsmarkt und das alle zwei Jahre stattfindende internationale Jugend-Fußballturnier.

Die erste Auszeichnung des Abends ging an Gerd Holzammer. Er gehörte von 1978 bis 2014 der SPD-Fraktion im Gemeinde- bzw. Stadtrat von Oberasbach an, hier trug er viel zur Entwicklung Oberasbachs bei. Partnerschaften mit anderen Kommunen in Europa waren und sind für ihn eine Herzensangelegenheit: Maßgeblich war Gerd Holzammer an den ersten Kontaktaufnahmen 1990 mit Niederwürschnitz in Sachsen und 1994 mit Oława in Polen beteiligt. Großen Anteil hatte er bei der Knüpfung der Partnerschaft mit dem Limousin. Durch seine Französischkenntnisse und auch seine Leidenschaft für das Land ist er heute noch ein wichtiges Bindeglied, viele persönliche Freundschaften zeugen davon. Seine Mitgliedschaften im Oberasbacher Kulturverein – er war eines der Gründungsmitglieder –, bei der AWO seit 1978, dem Diakonieverein und der Siedlervereinigung zeigen darüber hinaus seine Verwurzelung mit Oberasbach. „Für Dein großes Engagement für Oberasbach und für unsere Städtepartnerschaften möchte ich Dir hiermit die Bürgermedaille der Stadt verleihen. Vielen Dank für alles, lieber Gerd“, so Birgit Huber bei der Übergabe der Bürgermedaille und der dazugehörigen gerahmten Urkunde.

Jean François Durand betreut seit rund 20 Jahren als Président de Jumelage de Oberasbach die Städtepartnerschaft zwischen Oberasbach und den Kommunen der ehemaligen Kommunalgemeinschaft der AGD (L‘Aurence et Glane Développement) im Limousin. Er ist das Gesicht und festes Bindeglied zwischen Bürgern der französischen Partnergemeinden und Oberasbach sowie den die Partnerschaften tragenden Organisationen Amis d’Europe und dem Kulturverein Oberasbach. Ihm ist es besonders wichtig, die regelmäßigen Treffen sowohl in Oberasbach als auch in Frankreich stattfinden zu lassen. Ebenso legt er Wert darauf, die Unterbringung der Franzosen und der Oberasbacher in Familien zu organisieren, um die persönlichen Verbindungen zu vertiefen. Mit dem Bierfest in Frankreich – zunächst in Chamboret, nun in Thouron – hat der Genussmensch eine neue Veranstaltung etabliert, die die französische und die fränkische Kultur nachhaltig miteinander verbindet. Aber auch die Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit rund um den Ersten und Zweiten Weltkrieg hat Durand mitangestoßen und mitorganisiert. Hier sind besonders das gemeinsame Treffen an den Soldatengräbern in Chaptelat, des Memorials in Oradour-sur-Glane, im Elsass und die Besuche in Dachau und Auschwitz hervorzuheben. Auch die Vernetzung mit den Polen liegt ihm sehr am Herzen. „Für Dein großes Engagement für unsere Städtepartnerschaften möchte ich Dir hiermit die Bürgermedaille der Stadt Oberasbach verleihen, lieber Jean François – merci beaucoup!“, hieß es in der Laudatio der Ersten Bürgermeisterin. Da Limoges berühmt ist für Porzellan und Emaille-Kunst, hatte Jean François Durand der Stadt Oberasbach anlässlich des Stadtjubiläums ein Emaille-Kunstwerk mitgebracht: „Das kann tausend Jahre halten. Ich hoffe, dass unsere Freundschaft so lange wie dieses Emaille dauern wird!“

Am 15. April 2024 galt es 25 Jahre Partnerschaft zwischen Oberasbach und Oława zu feiern. Jacek Pilawa engagiert sich fast schon ebenso lang für diesen Austausch. Zu Beginn war er überwiegend als Übersetzer aktiv, dann wurde er schnell Koordinator und erster Ansprechpartner bei Besuchen auf Bürgermeisterebene und der Delegationen. Durch seine hervorragenden Deutschkenntnisse trägt Jacek Pilawa mit sehr viel Engagement zur Verständigung zwischen Deutschen und Polen bei. Seine umfangreichen historischen Kenntnisse sind überaus hilfreich, um das gegenseitige Verständnis für die kulturellen und politischen Hintergründe auf beiden Seiten weiterzuentwickeln. Als gewählter Sejmik-Abgeordneter im niederschlesischen Parlament setzte er sich aktiv und mit großer Leidenschaft für die Versöhnung von Polen und Deutschen ein, auch durch seine Arbeit für die  Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau. Birgit Huber in ihrer Laudatio: „Durch seinen Einsatz wurde die Städtepartnerschaft nochmals auf ein neues Niveau gehoben. Die heutige Verleihung der Bürgermedaille der Stadt Oberasbach an Jacek Pilawa zeigt die Wertschätzung zwischen unseren Einwohnern und denen von Oława. Dziękuję bardzo, lieber Jacek!“ Jacek Pilawa überreichte der Oberasbacher Bürgermeisterin ein dreibändiges Kompendium über die „deutsche Tragödie in Oberschlesien“ in polnischer Sprache mit 46.000 aufgezeichneten Schicksalen – als Geschenk für die Stadtbücherei. Sein Schluss-Appell: „Im fränkischen und doch so europäischen Oberasbach treffen wir uns in einer Vielvölkerschar. Hier können wir alle im Alltag miteinander leben und zugleich schwierigste Momente zeigen und heilen. Und aus diesem Können sollen wir mehr Mut und Hoffnung schöpfen: mehr Hoffnung auf eine gute Zukunft im gemeinsamen Europa!“

Weitere Fotos von der Verleihung der Bürgermedaillen und vom Jubiläumsempfang "30 Jahre Stadt Oberasbach" finden Sie hier.

Mehr zu den Städtepartnerschaften Oberasbachs erfahren Sie hier und auf www.kulturverein-oberasbach.de!

Foto: (c) Stadt Oberasbach Oberasbachs Erste Bürgermeisterin Birgit Huber mit den frisch geehrten Bürgermedaillen-Trägern Gerd Holzammer, Jacek Pilawa und Jean François Durand (v.l.)
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