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„Oberasbach ist zu Recht Stadt!"

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Als damaliger bayerischer Innenminister spielte Dr. Günther Beckstein eine entscheidende Rolle bei der Stadterhebung von Oberasbach vor 30 Jahren. Beim Jubiläumsempfang „30 Jahre Stadt Oberasbach“ der Ersten Bürgermeisterin Birgit Huber am 26. April 2024 im Festzelt am Rathaus bescheinigte der Ministerpräsident a.D. der jüngsten Stadt im Landkreis Fürth eine gute Entwicklung.

Die Stadterhebung der „Gmaa“ Oberasbach 1994 war keine simple Formsache, sondern das Ergebnis jahrelanger Vorarbeit und teils dramatischer Ereignisse: Anlässlich der Gemeindegebietsreform im Landkreis Fürth von 1972 war Oberasbach in seiner Existenz bedroht, es galt sich gegen die Eingemeindung durch den Nachbarn Zirndorf zu wehren. Wichtig auf dem Weg zur Stadt war auch die Entstehung eines neuen Ortszentrums um das 1980 eingeweihte Rathaus herum – zuvor war dort nur Ackerfläche, und kleine Zentren gab es lediglich mit den historischen Dorfkernen der jetzigen Stadtteile. 1992, Oberasbach hatte inzwischen über 16.000 Einwohner, war die Zeit reif Stadt zu werden, der Gemeinderat fasste den Beschluss zur Antragsstellung. Der damalige Erste Bürgermeister Andreas Güllering fuhr persönlich ins Innenministerium nach München, um bei Staatsekretär Dr. Günther Beckstein, ab 1993 bayerischer Staatsminister des Innern, vorzusprechen.

Es gab Bedenken: Oberasbach sei keine Arbeitsstadt und es fehle ein größeres Gewerbegebiet. Nach einigem Hin und Her kam Beckstein am 10. November 1993 aber persönlich nach Oberasbach, um die frohe Kunde zu überbringen: Oberasbach kann Stadt werden – am 30. April 1994 übergab er in feierlichem Rahmen die Stadt-Urkunde an Andreas Güllering. Der Bayerische Ministerpräsident a.D. kehrte fast genau 30 Jahre später als Ehrengast beim Jubiläumsempfang an den „Tatort“ zurück und hielt eine mit amüsanten Erinnerungen und Einblicken gespickte Festrede.

Dabei verriet er, dass man in München Oberasbach zunächst zum Markt habe machen wollen, was vom Gemeinderat aber als „hinterfotzige Gemeinheit“ aufgefasst worden sei. Der 80-Jährige zählte auch die Bedingungen auf, die es für eine Stadterhebung braucht: mindestens 5.000 Einwohner im Kernort und ein städtisch geprägtes Zentrum. Dies war erfüllt, also gab man in der Landeshauptstadt schließlich nach. „Die Entwicklung von Oberasbach hat das alles gerechtfertigt, Ihr seid zu Recht Stadt! Ich habe auch mit Freude gesehen, dass Ihr ganz selbstbewusst 2013 am Wettbewerb ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ teilgenommen und gewonnen habt“ – Alt-Oberasbach war hier „das Dorf in der Stadt“. Beckstein hob auch das rege Vereinsleben Oberasbachs hervor, das der Vereinsamung in Zeiten des Internets entgegenwirke: „Ihr seid der Kitt der Gesellschaft!“, rief er den Ehrenamtlichen unter den Festzeltgästen zu. Zum Ende seiner Rede hin mahnte der ehemalige Landesvater die alle Kommunen betreffenden Zukunftsaufgaben an, sei es die kommunale Wärmeplanung, die Bereitstellung von Kinderbetreuung, die Sicherung der Pflege, umweltgerechte Mobilität und Integration. „In Oberasbach integriert Ihr sogar Nürnberger und Fürther!“, scherzte Beckstein.

Die über 300 geladenen Gäste des Jubiläumsempfangs – u.a. Vertreter der Oberasbacher Vereine, Freiwilligen Feuerwehren, Gewerbetreibenden und Partnerstädte, ehemalige wie aktuelle Gemeinde- bzw. Stadtratsmitglieder und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie lokale Politprominenz – quittierten die Ansprache mit viel Applaus. „Oberasbach ist überaus lebendig und bunt, das verdanken wir v.a. den vielen ehrenamtlich Engagierten. Unser Motto lautet nicht umsonst ‚Oberasbach verbindet‘“, hatte Erste Bürgermeisterin eingangs bei ihrer Begrüßung bekräftigt.
Bernd Obst bezeichnete Oberasbach in seinem nachfolgenden Grußwort als „moderne und liebenswerte“ Kommune, auf die man stolz sein könne. „Ich finde es wichtig, solche Jubiläen zu feiern. Sie sind nicht einfach nur Wiedervorlage, sondern stärken Zusammenhalt und Tradition“, so der Landrat im Landkreis Fürth.

Im Rahmen des Empfangs verlieh Erste Bürgermeisterin Birgit Huber zudem Gerd Holzammer aus Oberasbach, Jean François Durand aus dem Limousin und Jacek Pilawa aus dem polnischen Oława die Bürgermedaille der Stadt für jahrzehntelanges Engagement für die Städtepartnerschaften. „Bei uns in Oberasbach haben die Städtepartnerschaften eine ganz wichtige Dimension. Sie sind Brückenpfeiler im zusammenwachsenden Europa“, erklärte Birgit Huber dazu. Die drei Geehrten trugen sich anschließend noch ins Goldene Buch der Stadt ein. Mehr zur Verleihung der Bürgermedaillen lesen Sie hier.

Herzlichen Dank an die Mitglieder der Stammtischgesellschaft Unterasbach für die Unterstützung beim Getränkeausschank und Catering sowie den Jugendlichen der Oberasbacher Taschengeldbörse, die beim Einlass, dem Sektempfang und der Bewirtung geholfen haben! Ebenso an Arnold Lehmann vom Oberasbacher Kulturverein, der sich um das Festzelt schmückende Banner u.a. mit historischen Fotos von der Stadterhebung gekümmert hat!

alle Fotos: (c) Stadt Oberasbach

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