Sprungziele

Vision: Begegnungsort im Herzen der Stadt

  • Stadtbücherei

Nach über einem halben Jahr intensiver Arbeit liegt nun ein neues Bibliothekskonzept für den Zeitraum 2025 bis 2032 vor. Das umfassende, 74-seitige Strategiepapier von Stadtbüchereileiterin Edith Backer mit dem Titel „Lesen und Leben im Herzen der Stadt“ soll ein Leitfaden für die konkrete Arbeit des Büchereiteams für die kommenden Jahre sein.

Die Stadtbücherei ist seit 55 Jahren eine fest etablierte Einrichtung für alle Oberasbacher Bürgerinnen und Bürger und als Ort, der Menschen und Medien zusammenbringt, nicht mehr wegzudenken. Ganz zu Beginn befand sie sich in einem Raum der heutigen Pestalozzi-Grundschule, direkt neben dem früheren Sitzungssaal. Im Mai 1980 zogen Stadtverwaltung samt Bücherei in das neue, moderne Rathaus. Von Beginn an waren die Räumlichkeiten für die Bücherei mit 342 Quadratmetern statt der mindestens geforderten 400 für damals 14.000 Einwohner zu knapp bemessen, dennoch galt die Stadtbücherei Oberasbach seinerzeit als Vorzeigeobjekt im Landkreis. Heute ist sie im Vergleich zu den modernen Bibliotheken im Umfeld nicht nur architektonisch ein Schlusslicht. Das letzte Konzept, verfasst vom langjährigen Leiter der Bücherei Reinhold Münch, stammt aus dem Jahr 2006. „Es steckt viel Arbeit und Herzblut in dem zukunftsweisenden neuen Konzept, ich danke dem Büchereiteam herzlich dafür“, kommentiert Erste Bürgermeisterin Birgit Huber.

Büchereien haben neben dem Medienverleih eine Vielzahl von weiteren Aufgaben in der sich rasant wandelnden Gesellschaft übernommen und sind als meistbesuchte Kultureinrichtungen Besuchermagnete oder „Frequenzbringer“ in einer Kommune. So schien es notwendig, für das Konzept einerseits eine detaillierte Bestandsaufnahme der Einrichtung vorzunehmen, Ziele für die Bibliotheksarbeit der Zukunft zu definieren und damit insgesamt den Stellenwert der Bücherei in der Kommune und nach außen hin zu stärken. Obwohl aufgrund der momentanen Haushaltslage ein Neubau nicht möglich ist, lässt das neue Konzept die Standortfrage bewusst offen. Eingeflossen sind in das Strategiepapier, das die Büchereileitung im Rahmen eines mehrtägigen Workshops der Landesfachstelle Nürnberg für das öffentliche Bibliothekswesen erarbeitet hat, auch die Ergebnisse der 2022 durchgeführten Nutzerbefragung und die wesentlichen Punkte des fortgeschriebenen Stadtentwicklungskonzepts ISEK. Ebenso werden die Leitbilder der Stadt Oberasbach berücksichtigt.

Bestandsaufnahme und Vision

Neben einer detaillierten Analyse der Basisdaten der Bücherei – Leser, Medien, Personal, Finanzen, Angebote und Serviceleistungen – wurde das Umfeld, sprich die Besonderheiten der Stadt Oberasbach, in den Blick genommen. Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen finden Raum im Konzept: So geht es etwa um die zentral wichtigen Themen Sprach- und Lesekompetenz, Digitalisierung, Chancengleichheit oder Vereinsamung und die Herausforderung, die sich daraus für moderne Büchereien als Bildungspartner in einer demokratischen Gesellschaft ergeben. Gemeinsam mit dem Team wurde so die Vision als Kernstück des Konzepts entwickelt: die Idee einer Bücherei als Lese- und Begegnungsort für alle im Zentrum der Stadt.

Zielgruppen und Handlungsfelder

Derzeit wird die Einführung einer Jahresgebühr für die Büchereinutzung in Höhe von 12,00 Euro pro erwachsenem Mitglied diskutiert. Mit den personellen und finanziellen Ressourcen, die der Stadtbücherei zur Verfügung stehen, ist eine Schwerpunktsetzung der Arbeit notwendig: Weiterführung und Ausbau der Leseförderung steht dabei weit oben auf der Agenda, hier wird speziell die Zielgruppe „Kindergärten und Schulen“ angesprochen. Wussten Sie, dass 40 Prozent der Medieneinheiten im Bestand der Stadtbücherei Oberasbach Kinder- und Jugendbücher sind? Das Handlungsfeld „Kommunikation und Begegnung“ richtet sich daher vor allem an Familien mit Kindern, die heute schon eine wesentliche Zielgruppe bilden, sowie an die Generation 55plus. Schlagworte für die zukünftige Arbeit sind in diesem Bereich eine grundlegende Verbesserung der Aufenthaltsqualität, ein attraktiverer Bestand, eine Verbesserung der Serviceorientierung und eine bessere Sichtbarkeit der Bibliothek, z.B. durch eine Beschilderung im Rathausumfeld.

Im Hinblick auf die Aufenthaltsqualität wäre ein neues Lichtkonzept wünschenswert, optimal wäre die Einrichtung von abgegrenzten Raumzonen für die einzelnen Altersgruppen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen. Eine kleine Maßnahme, die hoffentlich bald umgesetzt werden kann, ist ein gemütlicher Lesesessel neben dem neuen Zeitschriftenregal. Viele Einzelmaßnahmen werden im Konzept abschließend gelistet, der jeweilige Zeitraum der Umsetzung sowie die nötigen Voraussetzungen definiert. In regelmäßigen Abständen soll das Konzept evaluiert werden.

„Die Umsetzung dieses Strategiepapiers ist ein fließender Prozess. Die einzelnen Maßnahmen können nur nach und nach realisiert werden. Eine zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit hängt in hohem Maße von der Unterstützung durch die politischen Gremien ab. Dass der Stadt Oberasbach ein ‚Wurf‘ in Richtung moderner Bibliothek als Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger gelingen möge, ist für die Zukunft wünschenswert“, so Edith Backer.

Ein Ansichtsexemplar des Konzepts „Lesen und Leben im Herzen der Stadt“ bekommen Sie auf Nachfrage beim Büchereiteam, als PDF-Download finden Sie es hier.

(c) Stadt Oberasbach Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, Stadtbüchereileiterin Edith Backer, Stellvertretung Cláudia Hendrych und Mitarbeiterin Daniela Roscher mit dem neuen Konzept (v.l.)
(c) Gemeinde Oberasbach Damals noch ein Vorzeigeobjekt im Landkreis: Oberasbachs Bücherei kurz nach der Rathaus-Einweihung 1980
(c) Stadt Oberasbach Das Leseförderungsprogramm Glori Globus ist ein besonders erfolgreiches Angebot der Stadtbücherei - dabei lernen die Kinder bei einer "Zugfahrt" auch das Bücherreich im Rathaus-UG genauer kennen.
(c) Stadt Oberasbach Das neue Konzept für die Stadtbücherei finden Sie hier auf der Homepage als Download.
Alle Nachrichten

De-Mail ermöglicht eine nachweisbare und vertrauliche elektronische Kommunikation. Zudem kann sich bei De-Mail niemand hinter einer falschen Identität verstecken, denn nur Nutzer mit einer überprüften Identität können De-Mails versenden und empfangen.

Wenn Sie uns eine De-Mail an die oben angegebene Adresse senden möchten, benötigen Sie selbst eine De-Mail-Adresse, die Sie bei den staatlich zugelassenen De-Mail-Anbietern erhalten.

Informationen, Erläuterungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Website www.de-mail.de des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Über Ihre konkreten Möglichkeiten, De-Mail für die Kommunikation mit Unternehmen und Behörden zu nutzen, informiert Sie www.de-mail.info.