Aktuelles aus dem Stadtrat vom 26. Juli

Die Juli-Sitzung des Stadtrates findet aufgrund der Unterasbacher Kirchweih traditionell erst am Mittwoch statt. So auch dieses Mal.
Der Stadtrat beriet in seiner 44. Sitzung u.a. über die Aufforstung eines Bürgerwäldchens, die Anbringung von Blinklichtschildern allen drei Feuerwehrstandorten und die Vorstellung des Sachstandsberichts Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Fairer Handel & Radverkehr an.
Bürgerwäldchen – Aufforstung einer städtischen Fläche
Bereits im Zuge der Haushaltsberatungen im Januar 2022 hatte der Stadtrat beschlossen, eine Fläche in Oberasbach zu einem Bürgerwäldchen aufzuforsten. Nun hat der Stadtrat auf Vorschlag des Tiefbauamtes festgelegt, eine städtische Fläche südlich der Bahnlinie zwischen Rehdorf und Anwanden, die bisher als Nutzfläche verpachtet war und deren Pachtvereinbarung auch von Seiten des Pächters nicht mehr verlängert wurde, aufzuforsten. Diese Fläche ist bereits weitgehend von Wald umschlossen.
Die Lage und der anstehende Boden sind in Absprache mit der Revierförsterin hervorragend für einen Wald aus Edellaubhölzern geeignet. Als Baumarten sind daher Edelkastanie, Kirsche, Spitz- und Feldahorn, Wildbirne, Elsbeere, Hainbuchen, Linden und Eichen angedacht. Diese entwickeln sich in Nachbarschaft mit Eichen sehr gut. Sämtliche ausgesuchten Baumarten gelten als widerstandsfähig gegen den Klimawandel.
Die Aufforstung lässt sich die Stadt 2024 rund 25.000 € kosten, für Pflege in den nächsten 20 Jahren werden nochmal rund 68.000 € veranschlagt.
Ein Bürgerwäldchen beinhaltet auch den Gedanken, dass sich die Bürger von Oberasbach mittels Spenden (ab 50 €) an der Aufforstung beteiligen können. Daher ist angedacht, am Rande der Aufforstung einen Schaukasten aus Holz anzubringen, der Neuigkeiten, Infos und Fotos zur Aufforstung sowie die Namen der Spender ausweist.
Da im Zuge von Aufforstungen kleinere Bäume zwischenzeitlich immer wieder entnommen werden müssen, damit sich andere besser entfalten können, ist die Spende nicht als Spende für einen einzelnen Baum, sondern für das Gesamtprojekt zu betrachten. Damit soll einer möglichen Enttäuschung der Spender vorgebeugt werden, sofern „ihr“ Baum dazu entnommen werden müsste.
Blinklichtschilder an den Feuerwehrausfahrten
Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden im Einsatzfall an Feuerwehrausfahrten zu erhöhen, beschließt der Stadtrat die Anbringung von „Vorsicht Feuerwehrausfahrt“-Schildern an den drei Feuerwehrhäusern in Oberasbach. Die Schilder sind mit Blinklichtern versehen und werden bei Einsätzen durch die Feuerwehr für jeweils zehn Minuten aktiviert. Hintergrund ist, dass manche Autofahrer nicht wahrnehmen, dass es sich hier um Ausfahrten der Feuerwehren handelt. Die hierfür veranschlagten Kosten von 55.000 € inkl. umfangreicher Tiefbau- und Elektroinstallationsarbeiten werden zur Verfügung gestellt.
Sachstandsbericht Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Fairer Handel & Radverkehr
Die Stadt Oberasbach hat sich zum Ziel gesetzt, die Stadtverwaltung bis 2030 und die Stadt Oberasbach bis 2040 klimaneutral auszurichten. Daran wird intensiv mit den Schwerpunkten Mobilität, Energie, Stadtgrün und Bewusstseinsbildung, Nachhaltigkeit & Fairer Handel gearbeitet.
Einzelne Mitglieder der Projektgruppe konzentrieren sich derzeit darauf im Bereich der Mobilität Verbesserungen in der ÖPNV-Anbindung (insbesondere Bus) in Oberasbach zu erreichen und stehen mit dem Landratsamt im Austausch. Weiterhin werden Carsharing-Modelle und die Einführung von Mitfahrbänken beraten.
Im Bereich der Energieentwicklung stehen Solarenergie/Solarthermie und Windkraft im Fokus. Derzeit wird über Maßnahmen nachgedacht, die Attraktivität für Privathaushalte zu steigern. Ebenso befindet sich die Stadt in Gesprächen mit der N-ERGIE über ein mögliches Bürgerwindrad.
Um die Begrünung des Stadtgebietes zu fördern, stehen derzeit mögliche Sammelbestellungen von Bürgerbäumen zur Debatte. Eine Begrünungssatzung könnte bereits im Herbst auf die Tagesordnung des Stadtrates gebracht werden.
Ein wichtiges Element zur Erreichung der Klimaziele ist vor allem auch die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit. Dazu wurden seit April 2022 bereits zahlreiche Maßnahmen unter Einbindung verschiedener Bevölkerungsgruppen von Jung bis Alt umgesetzt, über die die Stadt in ihren Medien kontinuierlich berichtet. Auf Basis eines übergreifenden Konzeptes laufen derzeit (bzw. kommen bald) u.a. Maßnahmen und Aktionen wie der Nachhaltigkeitstag am 16.9., die Stadtrallye während der Sommerferien, regelmäßige Energieberatungen oder der Stromsparcheck.
Ein wichtiger Baustein im Bereich der Mobilität ist der Weg der Stadt Oberasbach zur Fahrradfreundlichen Kommune. Auch hier konnten zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und unterstreichen, dass Oberasbach bereits gut für den Zertifizierungsprozess im Jahr 2025 vorbereitet ist.
Neben Servicemaßnahmen wie der neuen E-Ladesäule am Rathaus oder den neuen mobilen Fahrradständern prägen tiefgreifende Infrastrukturmaßnahmen das Stadtbild, u.a. Albrecht-Dürer-Straße (Fahrradschutzstreifen, Verbreiterung des Fußgänger- und Radweges und die Querung) oder die Schutzstreifen in der Hoch- und Bahnhofstraße haben sich bereits bewährt und sind auf positive Resonanz gestoßen. Auch wenn mancherorts Skepsis vorhanden war, haben konkrete Messungen u.a. in der Bahnhofstraße gezeigt, dass die befürchteten Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht eingetreten sind. Auf Grundlage der Messungen von 13.431 Fahrzeugen beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit dort nun 43 km/h, 85% der Fahrzeuge fahren nicht über 51 km/h und nur 4% fahren schneller als 55 km/h bzw. 1% über 59 km/h. Im Vergleich dazu konnten in einer 30-Zone Überschreitungen von 50-60% festgestellt werden. Dazu gab es deutliche Verringerungen der Lärm- und Emissionsbelastungen.
Weitere Infrastrukturmaßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs sind in Vorbereitung und werden teilweise noch 2023 umgesetzt.
Mitteilung Stiel-Eiche
Die Stadt Oberasbach lässt im Zuge der Verkehrssicherung und des Erhalts der Grünanlagen die städtischen Bäume kontinuierlich durch externe Baumgutachter untersuchen. Die ortsteilprägende Stiel-Eiche in der Fröbelstraße in Rehdorf wird diesbezüglich seit Jahren überwacht. Zuletzt wurde im Jahre 2020 durch den Einbau einer Kronensicherung versucht den Zustand und damit die Zukunftschancen des stark geschädigten Baumes zu verbessern. Leider hat sich der Zustand des Stammkopfes und des Baumstamms aufgrund weiterführender Fäule und Rissbildung derart verschlechtert, dass im Zuge der Verkehrssicherungspflicht eine unverzügliche Fällung des Baumes angewiesen werden muss.
Gegen 21.15 Uhr konnte Erste Bürgermeisterin Birgit Huber den öffentlichen Teil der Sitzung schließen und zum nicht-öffentlichen Teil übergehen.
Berichte aus früheren Sitzungen des Stadtrates
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 26. Juni 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 22. Mai 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 24.April 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 27. März 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 27. Februar 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 23. Januar 2023
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 12. Dezember 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 21. November 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 24. Oktober 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 26. September 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 25. Juli 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 27. Juni 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 23. Mai 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 25. April 2022
Aktuelles aus dem Stadtrat vom 28. März 2022