Aktuelles aus dem Stadtrat vom 27. April 2026
Alles war anders als sonst bei der letzten Stadtratssitzung unter der Leitung der Ersten Bürgermeisterin Birgit Huber. Nach einer kurzen und einvernehmlichen Sitzung standen die Sportlerehrung und die Verabschiedung der Amtsträger im Mittelpunkt.
Der nichtöffentliche Teil der Sitzung fand diesmal vor dem öffentlichen statt. Letzterer enthielt nur wenige Punkte, die allesamt einstimmige Zustimmung fanden. Christa Bartsch erhielt eine Würdigung für mehr als 16 Jahre als Sprecherin des Aktionkreises Fairtrade. (Ein ausführliches Interview finden Sie in Kürze hier.)
Jahresrechnung 2024 und Jahresabschluss 2024 der städtischen Versorgungsbetriebe
Im öffentlichen Teil der Sitzung nahm Felix Kißlinger als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses Bezug auf die von Alwin Schmiedl vorgelegte Jahresrechnung 2024. In sechs Sitzungen von November 2025 bis Februar 2026 prüften die Ausschussmitglieder, die Einhaltung von Haushaltsplan und Haushaltsatzung sowie die Richtigkeit des Jahresabschlusses. In den meisten Punkten erwies sich die Vorgehensweise der Stadt als angemessen.
Lediglich in einem Punkt empfahlen die Prüfer eine Veränderung: die Verwaltung möge prüfen, ob die örtlichen Schulbuslinien aufgelöst werden und die Beförderung über den ÖPNV erfolgen kann. Zu ermitteln sei auch das voraussichtliche Einsparpotenzial dieser Neuregelung.
Der Ausschuss dankte Kämmerer Bernd Fürchtenicht und Controller Alwin Schmiedl ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit. Zweiter Bürgermeister Schikora wies abschließend daraufhin, dass die fehlenden rund 1,2 Millionen Euro zwar durch die Ergebnisrücklage 2024 gedeckt seien. Es sei aber gerade deswegen erforderlich, auch in der nächsten Sitzungsperiode an den Konsolidierungsplänen festzuhalten. Der Jahresabschluss wurde einstimmig beschlossen.
Ebenso einstimmig wurde der Jahresabschluss 2024 der städtischen Versorgungsbetriebe genehmigt. Wegen zahlreicher Wasserrohrbrüche zeigt er einen Verlust von rund 500.000 Euro auf, der laut Kämmerer Fürchtenicht in Kürze höhere Gebühren nach sich zieht. Der Jahresabschluss wird vorgetragen und ist mit 2% zu verzinsen.
Kommunale Wärmewärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt und muss bis 2028 beendet sein. In der Sitzung wurde nun die Vergabe an ein Fachbüro aus Lauf an der Pegnitz beschlossen.
Im Laufe des Prozesses soll erfasst werden, wie Wärme aktuell genutzt wird. Darauf aufbauend wird ein langfristiger Plan entwickelt, um die Wärmeversorgung schrittweise klimafreundlich, effizient und zukunftssicher zu gestalten. Die einzelnen Schritte sind Feststellung des Ist-Zustands, Potenzialanalyse, Zielszenarien und Umsetzungsstrategie sowie die Zusammenfassung in einem kommunalen Wärmeplan. Die Kosten werden durch die Auszahlung einer Kostenpauschale durch den Freistaat abgedeckt.
Bürgermeisterin Huber schloss den öffentlichen Teil der Sitzung um 19:05 Uhr.
Sportlerehrung der Jahre 2024 und 2025
Nach der Pause im vorausgegangenen Jahr konnten die Sportreferenten Simon Rötsch, Markus Gerstner und Bastian Gill zahlreiche Spitzensportler auszeichnen. Den ausführlichen Bericht mit Fotos finden Sie hier.
Verabschiedung Stadtratsmitglieder und Erste Bürgermeisterin
Emotional wurde es beim letzten Punkt - der Laudatio für die scheidenden Mitglieder des Stadtrates und die Erste Bürgermeisterin. Für jede und jeden fand Bürgermeister Huber persönliche Worte:
Dana Koch ist für Bodo Wiegandt im September 2025 nachgerückt. Die kurze Zeit im Stadtrat hat Ihr dennoch einige Einblicke gewährt.
Doris Bauer, die 2008 eine Kandidatur Hubers angeregt hatte und der vor allem die Schulen am Herzen lagen, scheidet nach 6 Jahren im Gremium aus.
Markus Gerstner, hat als Sportreferent seit 2017 vor allem für die Sportvereine gekämpft hatte.
Gernot Höflinger, der Huber in verschiedenen Ausschüssen über ihre gesamte Amtszeit begleitete und die Diskussionen stets mit durchdachten und kritischen Äußerungen bereicherte.
Peter Heinl, der über ein Vierteljahrhundert für die klaren Ansagen der SPD im Stadtrat und die Einschätzung zur Machbarkeit mancher Anfragen stand
Thomas Peter, der insgesamt 30 Jahre in zwei Abschnitten insbesondere in Ausschüssen und als Referent sein Herzblut einbrachte, und die Diskussionen um die Einschätzungen der Landwirte und ein „Gefühl für die Fläche“ bereicherte. U.a. wirkte er als dritter Bürgermeister und als Aufsichtsrat bei den Rangauwerken.
Stehende Ovationen gab es für Lothar Schmidt, der nach 48 Jahren aktiver Mitarbeit nun nicht mehr Teil des Gremiums ist. In Erinnerung bleiben nicht nur seine unzähligen Aktivitäten in nahezu jedem Ausschuss, sondern auch seine Beteiligung an der Stadterhebung und der Gründung des Jugendhauses . Mit seinen „Meilenstein“ genannten Streitschriften, beeinflusste er die Stadtpolitik.
Stadt immer eine „Herzensangelegenheit“
Besonderen Dank sprach Birgit Huber auch Norbert Schikora und Marco Haas, ihrem Zweiten und Dritten Bürgermeister aus. In ihrem persönlichen Rückblick auf die letzte Amtsperiode streifte Huber die Corona-Zeit, den Ukrainekrieg und die Auseinandersetzung mit einer Welt, in der nichts mehr sicher scheint. Dennoch schaute sie mit Stolz auf die Erfolge: den Bau der Asbachhalle, die Fortschreibung des ISEK-Konzeptes, die Zertifizierung als Fahrradfreundliche Kommune und die Verpachtung der Sportplätze. Über alle Amtszeiten hinweg bezeichnete sie ihre Aufgabe zur Gestaltung und Weiterentwicklung der Stadt als „Herzensangelegenheit“ . Sie dankte allen Wegbegleitern für das „Miteinander, den politischen Disput und die Kompromisse.“
Norbert Schikora unterstrich in seiner Replik den enormem Einsatz Hubers und eine ihrer ersten Amtshandlungen: Sie hatte sich bei der Amtseinführung gegen ein Dienstauto entschieden. Durch die Wege auf dem Fahrrad habe sie immer eine spezielle Nahbarkeit gezeigt. Die abschließenden stehenden Ovationen für sie selbst kürzte Birgit Huber in der gewohnten Bescheidenheit ab, indem sie zum Empfang bat.
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