Aktuelles aus dem Stadtrat vom 29. September 2025

In der ersten Sitzung nach den Sommerferien vereidigte Erste Bürgermeisterin Birgit Huber Dana Koch als Listennachfolgerin des CSU-Wahlvorschlags für Bodo Wiegandt als neues Stadtratsmitglied. Zudem ernannte der Stadtrat Ordnungsamtsleiter Thorsten Schlichting zum Wahlleiter für die Kommunalwahl am 8. März 2026.
Aufgrund seines Umzugs nach Roßtal verlor Bodo Wiegandt (CSU) sein Stadtratsmandat. Seit er 2012 in den Stadtrat nachrückte, hatte er sich im Hauptverwaltungsausschuss, im Kultur- und Sportausschuss, im Bauausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss engagiert. Ab Mai 2020 übernahm er zusätzlich das Amt des Referenten für Bau und Friedhof; zudem beteiligte er sich aktiv an den aktuellen Haushaltsberatungen. Birgit Huber und der langjährige CSU-Fraktionssprecher Dr. Jürgen Schwarz-Böck dankten ihm für sein Engagement.
Eine mäßige Erleichterung für die angespannte Liquidität bietet die Stundung der Kreisumlage für den Monat September. Der Ferienausschuss hatte diesen Schritt beschlossen, den die Rechtsaufsicht des Landratsamtes nun genehmigte. Der gestundete Betrag von rund 1,3 Millionen Euro wird wie ein Kredit mit 3 Prozent pro Jahr verzinst und muss ab Januar 2026 in drei monatlichen Raten zurückgezahlt werden.
Keine Unterstützung für Windkraftanlage
Ausgiebigen Beratungsbedarf hatte das Gremium zur „Errichtung einer Windkraftanlage im Windgebiet Oberasbach WK 21“, einer ausgewiesenen Vorbehaltsfläche südwestlich von Rehdorf.
Aktuell liegt ein Angebot der N-Ergie vor, die Oberasbacher Fläche zusammen mit weiteren Anlagen in Stein und Rohr zu entwickeln und die Bürger bei einer gemeinsam Veranstaltung mit dem Stadtrat zu informieren und in die Planung einzubeziehen. Die N-Ergie wäre bereit, den genauen Standort und die Konditionen für den Betrieb im Sinne der Anlieger zu gestalten. Der Bau selbst würde vermutlich 2027 beginnen. Ein Bau eines einzelnen Windrads zu einem späteren Zeitpunkt ist für den Versorger nicht interessant, da die spezifischen Projektkosten dann nicht mehr durch Synergieeffekte aufgefangen werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass ein anderer Projektierer die Vorbehaltsfläche nutzt und dabei nicht auf Mitgestaltung setzt.
Direkte Pacht-Einnahmen für die Stadtkasse entstünden allerdings nur, wenn ein Windrad auf städtischem Grund gebaut würde; die Vorbehaltsfläche liegt jedoch hauptsächlich in privaten Händen. Darüber hinaus entstünden Einnahmen aus EEG-Umlage und Gewerbesteuer. Andererseits wäre für die Errichtung auf städtischen Flächen ein neues, kostenintensives Bauleitverfahren erforderlich, dessen Ausgang ungewiss ist.
Ein Teil der Stadträte sah die Vorteile einer gemeinsamen Entwicklung, der Beteiligung an einem genossenschaftlichen Betriebsmodell und den gegebenen Mitgestaltungsmöglichkeiten. Mehrheitlich beschloss das Gremium allerdings, das Projekt der N-ERGIE nicht zu unterstützen.
Verwertung Grundstück Schwabacher Straße 1
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wurde bereits mehrfach über die Veräußerung städtischer Grundstücke beraten. Im Fokus stand diesmal eine Teilfläche der Schwabacher Straße 1. Ein Verkauf des Grundstücks an der Einmündung zur Jahnstraße im jetzigen Zustand könnte Einnahmen bis zu einer Million Euro erzielen. Bei einer eigenen Entwicklung der Fläche innerhalb der nächsten Jahre wäre ein Reinerlös von bis zu 2,4 Millionen möglich. Zur Entscheidung stand die Frage, welchem Vorschlag die Stadträte folgen oder ob das Grundstück in städtischer Hand verbleiben soll.
Dabei standen die 16 Millionen Euro im Raum, die die Stadt in den nächsten vier Jahren erwirtschaften muss. Kämmerer Bernd Fürchtenicht verwies zusätzlich darauf, dass der Zensus eine um 300 Personen verringerte Einwohnerzahl errechnet habe als bisher angenommen; dadurch seien weiter verringerte Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen zu erwarten. Der Stadtrat vertagte die Entscheidung bis das Konsolidierungskonzept der Verwaltung vorliegt, um dann in einer Gesamtsicht die beste Lösung zu finden.
Schließung der Sitzung
Bürgermeisterin Birgit Huber schloss den öffentlichen Teil der Sitzung nach den Mitteilungen und Anfragen der Stadtratsmitglieder um 20.55 Uhr.
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